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Deutsche Siege machen Lust auf Olympia

Kieler Woche Deutsche Siege machen Lust auf Olympia

Die deutschen Segler steuern bei der Kieler Woche auf Erfolgskurs. In sechs olympischen Disziplinen sicherten sich die DSV-Starter vier Titel. Das macht Hoffnungen auf Erfolge bei den Olympischen Spielen.

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Der deutsche Olympia-Segler Simon Grotelüschen ist am Mittwoch bei einem "Medal-Race" der Laser-Klasse im Rahmen der Kieler Woche vor Schilksee unterwegs.

Quelle: dpa

Kiel. Mit vier Titeln in sechs olympischen Disziplinen haben Deutschlands Segler bei der Kieler Woche Selbstbewusstsein für die Spiele in London getankt. „Die Leistungen der jungen Mannschaft haben Freude, Hoffnung und Lust auf mehr gemacht“, stellte DSV-Sportdirektorin Nadine Stegenwalner am Mittwoch zufrieden fest. Organisationsleiter Jobst Richter beklagte dagegen die geringen Meldezahlen in den olympischen Klassen: „Das hat uns schon sehr wehgetan. Vor allem, dass die Surfer ganz weggefallen sind.“

Den Laser-Krimi der weltgrößten Regatta gewann 39 Tage vor dem olympischen Startschuss Philipp Buhl. Der Sportsoldat aus Sonthofen bezwang überraschend den Olympia-Hoffnungsträger Simon Grotelüschen und gewann erstmals die Kieler Woche. „Ich bin megaglücklich, dass unser Duell nach meiner knappen Niederlage im vergangenen Jahr dieses Mal zu meinen Gunsten ausgegangen ist“, sagte Buhl und ballte beide Fäuste. Zugleich wünschte er seinem Trainingspartner aus Lübeck maximalen Erfolg bei der olympischen Regatta. „Ich hoffe, dass ich der letzte war, der Simon in diesem Jahr schlagen konnte.“

Neben Buhl gewannen die 49er-Olympia-Starter und Lokalmatadoren Tobias Schadewaldt und Hannes Baumann die Kieler Woche zum zweiten Mal nacheinander. Und das, obwohl sie im Finale kurz auf Grund liefen. Mit einem furiosen Endspurt rettete das Duo am Ende allerdings doch noch den dritten Rang und damit auch den Gesamtsieg.

Ihre ersten Titel sicherte sich die 470er-Crew mit Annika Bochmann und Elisabeth Panuschka aus Berlin, die erst seit gut neun Monaten in einem Boot sitzen. Erste wurden auch die 470er-Segler Ferdinand Gerz und Patrick Follmann aus München. „Dieser Sieg gibt uns ein gutes Gefühl auf dem Weg nach Weymouth“, sagte Steuermann Gerz.

Mit den Finalrennen in den olympischen Disziplinen endete die erste Hälfte der Kieler Woche. Nun folgt von Donnerstag bis Sonntag der internationale Teil. Gleichzeitig endete am Mittwoch die deutsche Meisterschaft der Seesegler „Inshore“ für die Klasse ORC III und IV. Der Titel ging an die „Rubix“ mit dem Hamburger Steuermann Max Gurgel vor der „patent3“ mit Jens Tschentscher aus Kiel.

 Olympische Disziplinen, Endstände:

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Traditionssegler und das Boot von Erik Heil und Thomas Plößel in der 49er-Klasse fahren am Mittwoch (20.06.2012) im Rahmen der Kieler Woche vor Schilksee über die Ostsee. Mehr als 5.000 Segler und rund 3 Millionen Besucher werden zu dem weltgrößten Segels

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 Laser Radial, Endstand nach 7 Wettfahrten plus Medal Race (beste 10): 1. Tatiana Drosdowskaja (Weißrussland) 19 Pkt.; 2. Franziska Goltz (Kiel) 21; 3. Anna Weinzieher (Polen) 25; 4. Lisa Fasselt (Rostock) 45; 5. Anke Helbig (Kiel) 48; 6. Ashley Stoddart (Australien) 54; …9. Lisa Rattemeyer (Kiel) 75; 10. Chiara Steinmüller (Berlin) 89

 Laser, Endstand nach 7 Wettfahrten plus Medal Race: 1. Philipp Buhl (Sonthofen) 11 Pkt.; 2. Simon Grotelüschen (Kiel) 19; 3. Andy Maloney (Neuseeland) 29; 4. Ryan Palk (Australien) 32; 5. Sam Meech (Neuseeland) 34; 6. Thorbjørn Schierup (Dänemark) 35

 Finn-Dinghy, Endstand nach 7 Wettfahrten plus Medal Race: 1. Deniss Karpak (Estland) 11 Pkt.; 2. Brendan Casey (Australien) 18; 3. Caleb Paine (USA) 31; 4. Björn Allansson (Schweden) 35; 5. Alex Seliwanow (Russland) 39; 6. Matthias Miller (Laupheim) 45; …12. Thomas Schmid (Hamburg) 72; 18. Dirk Meid (Mendig) 111

 470er, Männer, Endstand nach 7 Wettfahrten plus Medal Race: 1. Ferdinand Gerz/Patrick Follmann (München) 30 Pkt.; 2. Magnus Masilge/Moritz Klingenberg (Kiel) 37; 3. Julien Lebrun/Kévin Peponnet (Frankreich) 45; 4. Julian Autenrieth/Philipp Autenrieth (Augsburg) 56; 5. Balder Marius Tobiasen/Magnus Jung Johansen (Dänemark) 56,02; 6. David Bargehr/Lukas Mähr (Österreich) 57; 7. Denny Naujock/Nils Schröder (Berlin) 60; 8. Jan-Jasper Wagner/Dustin Baldewein (Mannheim) 61; …10. Julian Stückl/Oliver Szymansky (Tutzing/Berlin) 65,40

 470er, Frauen, Endstand nach 7 Wettfahrten plus Medal Race: 1. Annika Bochmann/Elisabeth Panuschka (Kiel) 16 Pkt.; 2. Tina Lutz/Susann Beucke (Bergen) 19; 3. Wei Mengxi/He Xinyan (China) 25; 4. Ewa Szczesna/Irmina Mrozek Gliszczynska (Polen) 27; 5. Cassandre Blandin/Charlotte Mery de Bellegarde (Frankreich) 46; 6. Mandy Mulder/Shannen Mark (Niederlande) 51; 7. Nadine Böhm/Karoline Göltzer (Buchloe) 52

 49er, Endstand nach 12 Wettfahrten plus Medal Race: 1. Tobias Schadewaldt/Hannes Baumann (Kiel) 40 Pkt.; 2. Mathieu Frei/Yann Rocherieux (Frankreich) 43; 3. Erik Heil/Thomas Plößel (Berlin) 64; 4. Thomas Zajac/Thomas Czajka (Österreich) 66; 5. Yannick Lefebvre/Matthieu Janssens (Belgien) 69; 6. James Peters/Ed Fitzgerald (Großbritannien) 76; 7. Julian Ramm/Oliver Lewin (Kiel) 46; …10. Jan Hauke Erichsen/Max Lux (Glücksburg) 96

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