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Bei Olympia raus aus der Medaillenflaute

Segeln Bei Olympia raus aus der Medaillenflaute

Deutschlands Segler streben das Ende ihre olympischen Medaillenflaute an. Nach nur einmal Bronze in zwölf Jahren wollen Hoffnungsträger Buhl und das Sailing Team Germany in Rio de Janeiro nach den Sternen greifen.

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Blick nach Rio: Thomas Plößel (vorne) und Philipp Buhl wohlen in Brasilien wieder Medaillen ersegeln.

Quelle: Gregor Fischer/dpa

Berlin. Deutschlands Segler wollen bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro ihre Medaillenflaute der vergangenen zwölf Jahre beenden. Nach der Medaillenpleite vor vier Jahren in England und nur einmal Bronze bei den vergangenen drei Spielen soll die Trendwende in der Guanabara Bucht gelingen.

„Wir sind ein starkes Team, haben mehrere Kandidaten mit absoluten Medaillenchancen und dazu einige, die gleich hinter den Top-Favoriten in Lauerposition sitzen“, sagte Aktivensprecher und Vizeweltmeister Philipp Buhl am Mittwoch. Der 26 Jahre alte Laser-Steuermann aus Sonthofen zählt bei seiner Olympia-Premiere selbst zu den größten Hoffnungsträgern.

Sechs Teams gehen an den Start

Sechs deutsche Teams wurden nach ihrer Nominierung durch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) im Verein Seglerhaus am Wannsee offiziell vorgestellt. Neben Buhl startet in Rio der Schwarzwälder RS-X-Surfer Toni Wilhelm, der vor vier Jahren Bronze im olympischen Finale knapp verpasst hatte, in seine dritte Olympia-Regatta. Als Medaillenkandidaten gelten auch die Skiff-Crews Erik Heil/Thomas Plößel (Berlin) sowie die WM-Dritten Victoria Jurczok/Anika Lorenz (Berlin). Dazu kommen die 470er-Europameister Ferdinand Gerz/Oliver Szymanski (München/Berlin) und Annika Bochmann/Marlene Steinherr (Berlin). Ob noch eine junge Nacra-17-Crew nachnominiert werden kann, entscheidet sich beim Weltcup vor Weymouth ab 8. Juni.

„Als deutsches Team können wir die Medaillenflaute in Rio beenden. Und Thomas und ich wollen dabei helfen“, sagte 49er-Steuermann Heil. Buhls Trainer Thomas Piesker glaubt an das „Amelie-Lux-Prinzip“ der leistungsfördernden Freude in der Nationalmannschaft. Der Berliner erinnerte damit an die umjubelte Silbermedaille, mit der Amelie Lux als „Kieler Surffloh“ vor 16 Jahren in Sydney über Nacht berühmt wurde. Piesker sagte am Wannsee: „Unsere Mannschaft hat großes Amelie-Lux-Potenzial ohne Top-Favoriten-Druck. Die können aus Freude siegen. Und wir uns auf einige Überraschungen gefasst machen.“

1976 war bisher Olympia-Höhepunkt

Deutsche Olympiasegler haben in 116 Jahren seit der ersten olympischen Regatta 1900 insgesamt 27 Medaillen gewonnen. Der erfolgreichste Einsatz gelang 1976 mit drei Gold- und zwei Bronzemedaillen für BRD- und DDR-Segler. Erfolgreichster deutscher Olympiasegler mit drei Goldmedaillen und einmal Silber ist Jochen Schümann. Dessen Chancenbewertung für die junge DSV-Flotte auf Kurs Rio: „Ich traue der Mannschaft Medaillen zu. Zwei wären kein Wunder, aber dafür braucht es im Segelsport auch das Glück des Tüchtigen.“

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Foto: Ging volles Risiko und verpasste eine Medaille: Laser-Segler Philipp Buhl.

Laser-Segler Philipp Buhl hat bei der Weltmeisterschaft in Mexiko eine Medaille verpasst und wurde Achter. „Für mich war es wichtig, vor den Olympischen Spielen noch einmal unter Druck Leistung zu zeigen. Der achte Platz ist kein Wunschergebnis, aber ich bin zufrieden mit meiner Entwicklung“, sagte Buhl.

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