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Altenholz klopft kräftig ans Tor zur Zweiten Liga

Dritte Handball-Liga Altenholz klopft kräftig ans Tor zur Zweiten Liga

Das war Handball, wie es in einem Lehrbuch der Zukunft stehen könnte. Der TSV Altenholz jagte den MTV Braunschweig aus der Edgar-Meschkat-Halle und hätte sich allein für die erste Halbzeit beim 34:22 (19:7)-Sieg in der Dritten Liga die imaginäre Traumnote 10,0 verdient.

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Der Altenholzer Sebastian Firnhaber steigt vor dem Braunschweiger Mario Galijot hoch, Firnhaber lieferte einmal mehr in Abwehr und Angriff eine Topleistung.

Quelle: Uwe Paesler

Altenholz. Dazu Braunschweigs erfahrener Profi-Trainer Volker Mudrow: „Der TSV Altenholz war zwei Klassen besser als wir, ich kann hier nichts mehr schönreden.“ Die bewegliche 6:0-Abwehr des Gastgebers nahm dem MTV die Luft zum Atmen. Es schien, als hätten die Zähne der Wölfe die Braunschweiger Löwen schon in den Auslösehandlungen der Spielzüge Angst und Schrecken eingeflößt. Heraus kamen voreilige Würfe, die TSVA-Torhüter Tom Landgraf zu großer Form auflaufen ließen. 16 Paraden standen in Halbzeit eins im Protokoll. „Es ist ein Supergefühl, weil ich zu Hause das erste Mal von Anfang an im Tor stand. Wir hatten eine super Abwehr, und ich könnte gut mit den Jungs zusammenspielen“, sagte Landgraf. Dabei verschloss der 20-Jährige sein Tor zwischen der zehnten und 24. Minute vollständig.

 Ein 10:0-Lauf mit Toren von Jonas Ottsen, Sebastian Firnhaber (3), Thies Bergemann (3), Kjell Köpke, Timon Kaminski und Tommy Fängler ließen den TSVA nach dem 6:2 davonziehen. Aus der Abwehr wurde ein Tempospiel über die erste und zweite Welle generiert, die den Gästen kaum gestattete, eine Defensivreihe aufzubauen. Weder Spielerwechsel noch zwei Auszeiten nahmen dem Spitzenreiter den Schwung. „Ich gehe jetzt 65 Jahre zum Sport, aber das ist der stärkste TSV Altenholz, den es je gab“, sagte Herbert Müller, bis zum vergangenen Sommer Betreuer und Koch beim TSVA.

 Nach dem Seitenwechsel hatten die Altenholzer mit drei weiteren Toren von Ottsen, Malte Abelmann-Brockmann und Köpke beim 22:7 (33.) den größten Vorsprung erzielt. Obwohl der MTV nun zu einigen Toren kam, fanden sie noch neun weitere Male in Landgraf ihren Meister. Außerdem bildete der Innenblock von Sebastian Firnhaber und Tommy Fängler, eine Wand, von der die Bälle wie im Squash-Court abprallten. „Als ich das hier vor etwas mehr als einem Jahr übernommen habe, haben wir bei den Würfen aus zehn, elf Metern nur zugeschaut. Jetzt gibt’s immer einen Kontakt“, erläuterte TSVA-Trainer Mannhard Bech seine Philosophie.

 Neben dem Kempatrick von Bergemann auf Mathis Wegner in Halbzeit eins (19:7, 29.) war der Diagonal-Pass von Landgraf auf den in des Gegners Hälfte gesprinteten Abelmann-Brockmann die schönsten Tore (27:12, 43.) der Partie. Nach dem Schlusspfiff jubelten die Spieler über den eigenen Erfolg und die Niederlage der HSG Nord HU, die den TSVA-Vorsprung auf Platz zwei vergrößerten. Am Dienstag tagt die Gesellschafterversammlung des Team Handball Altenholz GmbH. Aufgrund des anhaltenden Erfolges dürfte dort ein möglicher Aufstieg in die Zweite Bundesliga auf der Agenda stehen.

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Foto: Trainer Mannhard Bech hat den TSV Altenholz an die Spitze der Dritten Liga geführt.

Der TSV Altenholz eilt von Sieg zu Sieg in der Dritten Handball-Liga. Das Feuerwerk auf dem Spielfeld lässt die Köpfe der Funktionäre rauchen. Der Sport wird bei einem möglichen Aufstieg immer mehr zu einem Wirtschaftsfaktor.

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