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Fans nach HSV-Sieg erleichtert

Erst mal durchatmen Fans nach HSV-Sieg erleichtert

Der Dino kann vorerst bleiben, aber das Wunder blieb aus: Die HSV-Fans atmeten auf, als der HSV es in die Relegation schaffte - die große Sause ließen sie allerdings nicht steigen. Wieder ist Bangen angesagt.

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Die Fans sind erleichtert: Der HSV konnte sich in die Relegation retten.

Quelle: Axel Heimken/dpa

Hamburg. Nasenbluten vor lauter Aufregung, Unbekannte, die sich küssen, und jede Menge Umarmungen: Die Fan-Liebe nach dem entscheidenden HSV-Sieg am Samstag in Hamburg kannte keine Grenzen. Übermäßige Euphorie herrschte nach den 90 Minuten dennoch bei den meisten nicht, dafür aber Erleichterung.

«Ich bin glücklich und fertig zugleich - nach dem Spiel musste ich mich erstmal 30 Minuten setzen», sagte Michael Wabbel am S-Bahnhof Stellingen. Der 63-Jährige hatte das Spiel in der Arena verfolgt. Seit 46 Jahren glaubt der gebürtige Hamburger an den HSV und ist sich sicher, dass der Klassenverbleib klappen wird - denn Totgesagte würden länger leben.

Nicht nur im Stadion zitterten die Fans während der Partie mit. Auch in der HSV-Kultkneipe «unabsteigBAR» versammelten sich Hunderte zum kollektiven Daumendrücken. Gebannt verfolgten sie den Abstiegskrimi auf einer Leinwand. Nachdem die erste Hälfte der Partie unentschieden ausfiel, zweifelten einige Fans am Weiterkommen ihres Vereins. In der Pause diskutierten sie bereits die Vorteile der Zweiten Liga.

Der Hamburger SV darf wie im Vorjahr auf den Verbleib in der Fußball-Bundesliga hoffen. Die Hamburger besiegten den FC Schalke 04 mit 2:0 (0:0) und schafften den Sprung vom vorletzten Platz auf den Relegationsrang.

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Das änderte sich nach dem ersten Tor. Von diesem Moment an kannte der Jubel in der Bar keine Grenzen mehr. Biergläser, Tische und Stühle fielen um, als die Fans tanzten, sich in den Armen lagen und vor Freude küssten. «Wir sind einfach zu dumm, um abzusteigen», sagte HSV-Fan Fabian Kreutz (16) nach dem Ende des Spiels. «Den Klassenerhalt schaffen wir auch noch - wir sind eben unabsteigbar.»

«Ich konnte vor Aufregung nicht schlafen, nicht essen - mein Herz flattert. Das wird sich in den nächsten Tagen auch nicht ändern», meinte Jeremy Walder (22). Seine Mutter, Vater, Brüder sowie Cousins seien alle Club-Anhänger.

Bis zur letzten Minute fieberten die Anhänger mit ihrem Verein mit. «Sechsmal Deutscher Meister, dreimal Pokalsieger, immer erste Liga» - mit Gesängen, Applaus und Freudentränen feierten sie den Schlusspfiff der Partie und den Einzug in die Relegation.

«Es wäre katastrophal, wenn der HSV absteigen würde», sagte Kneipenwirt Mario Drifte. Denn dann müsse er sich auch einen neuen Namen für seinen Laden an der S-Bahnstation Stellingen überlegen. «UnfassBAR» sei schon in der engeren Auswahl.

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Foto: 90 Minuten hofften und bangten die HSV-Fans um den Klassenerhalt in der Bundesliga.

Mehr Spannung geht nicht. Das Finale um den Verbleib in der Fußball-Bundesliga ließ keine Wünsche übrig. Es sei denn für Fans der Absteiger aus Paderborn und Freiburg. Die Anhänger des HSV dürfen weiter hoffen: Die Hamburger retten sich auf den Relegationsrang.

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