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FC St. Pauli bleibt in 2. Liga

Trotz Niederlage FC St. Pauli bleibt in 2. Liga

Der FC St. Pauli spielt auch in der nächsten Saison in der 2. Bundesliga. Selbst eine Niederlage in Darmstadt konnte die Kiezkicker nicht aus der Bahn werfen.

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Der Darmstädter Marco Sailer (M) und die Hamburger Philipp Ziereis (l) sowie Enis Alushi kämpfen um den Ball.

Quelle: Roland Holschneider/dpa

Hamburg/Darmstadt. Der FC St. Pauli bleibt in der 2. Fußball-Bundesliga. Die Hamburger unterlagen im letzten Saisonspiel Aufsteiger SV Darmstadt 98 zwar mit 0:1 (0:0), profitierten aber von den Patzern der Konkurrenten. St. Pauli landete in der Endabrechnung auf Platz 15 und hat einen Zähler Vorsprung vor 1860 München, das in die Relegation gegen den Drittliga-Dritten Holstein Kiel am 29. Mai und 2. Juni muss. Den Gang in die 3. Liga treten der VfR Aalen und Erzgebirge Aue an.

«Wir sind einfach überglücklich, dass wir es geschafft haben», sagte Stürmer Lennart Thy. Teamkamerad Sören Gonther, der auf der Auswechselbank Platz nehmen musste, gestand: «Ich habe da draußen geschwitzt wie ein Schwein. Mehr Hochspannung zum Ende des Spiels ging nicht.» 1600 mitgereiste St.-Pauli-Fans mussten im Böllenfalltor-Stadion ansehen, wie der Darmstädter Mittelfeldspieler Tobias Kempe in der 71. Minute einen Freistoß direkt verwandelte und den Aufstieg der Hessen in die Bundesliga besiegelte.

Die Hamburger führten bis zum Gegentor eine Abwehrschlacht. Das Team von Trainer Ewald Lienen, der Enis Alushi und Philipp Ziereis für Marc Rzatkowski und Gonther in die Startelf beordert hatte, stemmte sich den überlegenen Gastgebern entgegen und war lange Zeit erfolgreich. Die Kiezkicker waren jedoch nur zu wenigen Entlastungsangriffen in der Lage und gerieten in der zweiten Spielhälfte enorm unter Druck. Die Darmstädter berannten das Hamburger Tor ohne Unterlass, so dass die Gäste Schwerstarbeit verrichten mussten. Erst nach dem Gegentor wurden die Hamburger offensiver, konnten die Niederlage aber nicht abwenden.

St.-Pauli-Torhüter Robin Himmelmann stand mit seinen Vorderleuten im Mittelpunkt des Geschehens. «Wir sind sehr erleichtert, es nach den harten Wochen und Monaten geschafft zu haben», meinte der Schlussmann und erinnerte an den zehrenden Saisonverlauf: «Wir haben über die gesamte Saison hinweg so viele Rückschläge erlitten.»

Der FC St. Pauli, der mit drei Siegen in Serie zu den Hessen gereist war, konnte seine Auswärtsschwäche erneut nicht ablegen. Von 17 Saisonspielen auf des Gegners Plätzen haben die Norddeutschen lediglich zwei gewonnen und sind mit zehn Punkten Letzter in dieser separaten Wertung.

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