15 ° / 11 ° Regen

Navigation:
Über die Schmerzgrenze gegangen

FT Adler Kiel Über die Schmerzgrenze gegangen

Aufsteiger FT Adler Kiel sorgt weiter für Aufhorchen in der Rugby-Szene: In einer begeisternden, kämpferischen Zweitliga-Partie wurde der Favorit Hannover 78 II auf dem Prof. Peters-Platz mit 17:10 (12:0) in die Knie gezwungen. Damit verpasste Kiel Rugby nur um ein Haar die Tabellenführung.

Voriger Artikel
Beach-Queen Ludwig denkt an Rio
Nächster Artikel
Kiter starten erst am Sonntag

Es ging hoch her: Die Kieler Defensive um Alwin Klinck, Daniel Michel und Alexander Hänert (v. re.) stoppen in dieser Szene einen Hannoveraner Angriff.

Quelle: Sascha Klahn

Kiel. „Wir sind in der zweiten Bundesliga angekommen, das haben wir mit enormer Kondition hier bewiesen“, stöhnte ein völlig erschöpfter, aber glücklicher Daniel Michel nach dem Abpfiff. Und Spartenchef Eric Joppien schlug in dieselbe Kerbe: „Das war ein Triumph des Willens, wir haben sie wahrhaft niedergerungen, viele sind über ihre Schmerzgrenze gegangen.“

 Tatsächlich erlebten die rund 300 Zuschauer ein Duell auf hohem Niveau, es war eine Werbung für den Rugby-Sport. Sofort beim ersten Gäste-Angriff wurde klar – hier geht es anders zur Sache als in der Regionalliga. Die enorme Schnelligkeit der Hannoveraner war eine ständige Gefahr, ließ man die ins Laufen kommen, brannte es sofort lichterloh nahe der Adler-Malzone. Kiel wehrte sich exzellent, krachende Tacklings und hautnahe Bewachung vereitelten die die Pläne der 78er, zeitweise verteidigten die Platzherren mit Mann und Maus, Krallen und Zähnen auf der Linie. Aber sie befreiten sich immer wieder aus prekären Situationen und ergriffen ihrerseits die Initiative.

 Mit Erfolg: Nach einer Gasse wenige Meter vorm Gästemalfeld kam das Leder zu Michel, ein Pass auf Piet Schönherr (37.) und der tankte sich mittig durch zum Versuch. Michels Kick war gut, 7:0 für Kiel. Sofort lief der blitzschnelle Konter und wurde gestoppt. Die Adler preschten erneut vor, einen Michel-Kick erlief Michael Weselmann (40.) über Linksaußen in der Malzone – die 12:0 Pausenführung sorgte für Kieler Jubel und Unmut bei Hannovers Trainercrew. Nach dem Seitenwechsel hielten die FTA-Mannen das Tempo aufrecht. Tom Hansen (45.) gelangte ins Malfeld, konnte aber das Spielgerät nicht ablegen. Das gelang Markus von Rheinbaben (60.) zum 17:0. Eine Zehn-Minutenstrafe gegen Weselmann verschaffte dem Gegner Vorteile und den Anschluss (70./80.), dann erlöste der Pfiff die Hausherren. „Die Verteidigungs-Arbeit war vorbildlich, im Sturm haben wir unsere Potential noch nicht abgerufen“, zog ein stolzer Joppien die Bilanz.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Bei SmartBets findest du alle Wettquoten und Buchmacher der 1. Bundesliga.
Mehr zum Artikel
Rugby in Kiel
Foto: Hier noch in der Defensive aktiv, später umjubelt vorne: Michael Weselmann (li.) unterbindet den Lauf des Bremers Jannik Pelz.

In der 2. Rugby-Bundesliga Nord sorgen die Männer der FT Adler Kiel weiter für Furore: Mit 11:6 (6:6) entzauberte der Aufsteiger am Sonnabend auf dem Professor-Peters-Platz den Tabellenführer Bremen 1860 und fuhr damit den dritten Sieg im dritten Spiel ein.

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Aktuelle Sport News 2/3