16 ° / 11 ° stark bewölkt

Navigation:
Party-Parole: Ab in die Relegation!

FT Adler Party-Parole: Ab in die Relegation!

Übersprudelnder Jubel auf dem Prof.-Peters-Platz: Schlammbedeckt, pitschnass und ausgepumpt, aber vor Freude völlig aus dem Häuschen feierten die Rugby-Helden der FT Adler nicht nur ihren 25:7 (15:7)-Triumph über Welfen Braunschweig, sondern auch die Vizemeisterschaft in der Zweiten Bundesliga Nord und damit den Einzug in die Playoffs zur Ersten Bundesliga.

Voriger Artikel
Herrlich wechselhafter Saisonauftakt
Nächster Artikel
Sonne, Sand und Sport in der Stadt

Eins, zwei, drei, wer hat den Ball? Die Kieler Christian Kronberg (Mitte) und Jonas Möller (re.) behaupten sich in dieser Szene gegen den Braunschweiger Fabian Koch (Zweiter von links).

Quelle: Sonja Paar

Kiel. „Unser Ziel war der Klassenerhalt. Jetzt reden wir über die Playoffs“, so Teammanager Piet Schönherr vor dem Kickoff. „Alles was nun noch kommt, ist die Kirsche auf dem Sahnehäubchen des Riesen-Eisbechers, den das Team sich in dieser astreinen Saison verdient hat.“ Die Platzherren fanden sich gut in die ungeliebte Rolle des Favoriten, obwohl sich die Gäste keinesfalls als Abstiegskandidat präsentierten. „Leute, wir gewinnen mit zehn Punkten Vorsprung und machen denen richtig Feuer unterm Hintern“, tönte es aus dem Welfen-Lager.

Und sie suchten sofort ihr Heil in der Offensive, setzten die Förde-Rugger teilweise heftig unter Druck und zauberten einige schöne Stafetten auf den Rasen. Dann schlugen die Adler zu: Erst zirkelte Piet Schönherr einen 32-Meter-Strafkick zum 3:0 zwischen die Stangen (10.), dann entdeckte Gedrängehalb Tom Hansen eine Lücke in der Abwehr und flitzte zum Versuch (17.); Schönherr erhöhte mittels Kick auf 10:0. Die Antwort kam prompt, als sich auch die FT-Deckung eine mentale Auszeit nahm und den 7:10-Anschluss zuließ. Braunschweig bekam Aufwind und etablierte ein schnelles Laufspiel, Kiel verteidigte fast auf der Linie. Markus von Rheinbaben (30.) ließ alle aufatmen, indem er sich aus einem kompakten Knäuel heraus in die Malzone rackerte. Mit dem 15:7 ging es auch zum Seitenwechsel.

Auf dem rutschigen Geläuf erarbeiteten sich beide Kontrahenten Möglichkeiten, das Glück des Tüchtigen hatten allerdings allein die Kieler. Mit aller Macht berannten sie die „rote Zone“ der Welfen jenseits der 22-Meter-Linie, mit einem kraftvollen Sprint setzte sich schließlich Hannes Büchmann (55.) zum 20:7 durch. Schluss Daniel Michel (60.) brachte mit einem zielgenauen Vorwärtskick den Favoriten wieder in Scoring Position, Braunschweig konterte vorerst mit Rückkick. Vergebens, aus einem Gedränge heraus schoss Christian Droll mit der Durchschlagskraft einer Kanonenkugel in die Malzone – das 25:7 blieb der Endstand.

„Und jetzt ab in die Relegation!“ brüllte Michel mit dem Abpfiff die Party-Parole. Die Welfen aber schossen mit ihrer Würdigung der Sieger den Vogel ab: Fünf Splitternackte drehten unbeeindruckt von eisigen Böen und Regen eine Ehrenrunde. In der Aufstiegsrunde muss die FT Adler nun am Sonntag in Brandenburg beim Ost-Ersten Veltener RC antreten.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Bei SmartBets findest du alle Wettquoten und Buchmacher der 1. Bundesliga.
Mehr aus Aktuelle Sport News 2/3