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Rafael Kazior ist Fußballer des Jahres 2015

Feierstunde in Büdelsdorf Rafael Kazior ist Fußballer des Jahres 2015

Der Sieger hatte die weiteste Anreise: Rafael Kazior ist Schleswig-Holsteins Fußballer des Jahres 2015. Der Stürmer, der inzwischen bei Werder Bremen II angeheuert hat, hatte Holstein Kiel als Kapitän in die Aufstiegsrelegation zur Zweiten Bundesliga geführt.

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Rafael Kazior führte Holstein Kiel 2015 als Kapitän in die Aufstiegsrelegation zur Zweiten Bundesliga.

Quelle: Uwe Paesler

Büdelsdorf. Die Abstimmung, deren Ergebnis sich zu je einem Drittel aus den Voten einer Fachjury, der Vereinigung schleswig-holsteinischer Sportjournalisten und von online-Nutzern zusammensetzt, gewann Kazior vor Abwehrchef Christian Jürgensen vom Regionalligisten ETSV Weiche Flensburg und seinem ehemaligen Teamkameraden Tim Siedschlag (Holstein Kiel). In der Feierstunde des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes am Montagabend im Druckzentrum des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlages in Büdelsdorf bedankte der Nord-Fußballer des Jahres sich erfreut bei seinen ehemaligen Mitspielern: „Ohne die Mannschaft ist der einzelne Fußballer gar nichts.“

 So ähnlich hatte das vorher schon Jana Leugers ausgedrückt. Die Stürmerin der Zweitliga-Frauen von Holstein Kiel ist Fußballerin des Jahres. Sie setzte sich vor zwei Spielerinnen vom Ligakonkurrenten SV Henstedt-Ulzburg durch: Alina Witt und Vera Homp. Leugers’ Wahl ist eine kleine Überraschung, weil sie 2015 länger verletzt war und jedenfalls weniger gespielt hat als die anderen beiden. Aber wie Frauen in solchen Fällen so sind, nahmen sie sich auf der Bühne alle drei in den Arm und konnten kein Wässerchen trüben.

 Nicht ganz unumstritten ist auch, das Holsteins Karsten Neitzel bei der Wahl zum Trainer des Jahres nur auf Platz drei landete. Immerhin hatte er Kazior und Co. im zweiten Jahr ihres Drittliga-Daseins auf die Schwelle zur Zweiten Bundesliga geführt. Zum dritten Mal in Folge gewann Daniel Jurgeleit, der Vater des Erfolgs beim ETSV Weiche Flensburg, vor Joachim „Jockel“ Press vom SH-Ligisten TSB Flensburg.

 SHFV-Präsident Hans-Ludwig Meyer freute sich darüber, dass „nach stürmischen Zeiten endlich wieder der Sport im Vordergrund steht“. Meyer spielte damit auf die Finanzaffäre an, die die Verbandsführung zuletzt in die Kritik gebracht hat.

 Ein Novum gab es bei der Wahl zum Schiedsrichter des Jahres. Zum erstenmal waren da die Frauen in der Mehrheit. Die Bundesliga-Schiedsrichterinnen Mirka Derlin (TSV Dahme, Platz 1) und Susann Kunkel (SV Eichede, Platz 2) ließen Tim Becker (FC Borussia Segeberg 07) auf Platz drei zurück.

 Die Schiedsrichter-Wahl wurde ausschließlich von der SHFV-Fachjury durchgeführt, ebenso wie die Wahl zum Fußballbericht des Jahres. Den Artikelwettbewerb gewann Matthias Wohlrab vom Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag mit einer Reportage über Blinden-Reporter im Holstein-Stadion vor seinem sh:z-Kollegen Jan Wrege für einen Report über drei Fußballer mit geistiger Behinderung bei Flensburg 08 und Andreas Geidel von den Kieler Nachrichten für ein Porträt über Holstein-Trainer Karsten Neitzel nach dem knapp verpassten Zweitliga-Aufstieg.

 Eindrucksvoll: In allen fünf Kategorien waren alle drei Kandidaten zur Siegerehrung erschienen. Keiner musste per Video zugeschaltet werden oder sich vertreten lassen, nicht einmal Rafael Kazior. Dabei hatte der die weiteste Anreise.

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Ein Artikel von
Michael Kluth
Ressortleiter Sportredaktion

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