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Schwere Lose für Kerber und Zverev

French Open Schwere Lose für Kerber und Zverev

Angelique Kerber trifft am Sonntag in der ersten Runde der French Open in Paris auf die Russin Jekaterina Makarowa. Alexander Zverev bekommt es mit dem Routinier und Sandplatz-Spezialisten Fernando Verdasco aus Spanien zu tun.

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Foto: Die Kielerin und Weltranglisten-Erste ist für die am Sonntag beginnenden French Open in Paris wieder hoch motiviert.

Quelle: Yoan Valat/dpa

Paris. Die Weltranglisten-Erste Kerber sucht weiter nach ihrer Form aus dem Topjahr 2016. Zuletzt tauchte die Kielerin ein bisschen ab, in Paris hofft sie auf eine Wende zum Positiven. Auch weil Tennis-Deutschland plötzlich nicht mehr nur über sie spricht. Kerber hatte genügend Zeit, um Alexander Zverevs Durchbruch in die Top Ten zu verfolgen. Nach ihrer erneuten Auftaktpleite in Rom hatte sich die Weltranglisten-Erste aus Kiel zu ihren Großeltern nach Polen zurückgezogen, um vor den am Sonntag beginnenden French Open etwas Zeit für sich zu haben und die jüngsten Rückschläge zu verarbeiten. Aus der Ferne warf sie aber natürlich einen Blick auf die Geschehnisse in der italienischen Hauptstadt, in der der Hamburger Zverev vor einer Woche mit dem Finalsieg über Novak Djokovic den bislang größten Coup seiner Tennis-Karriere landete.

Kerber sagt Zverev große Zukunft voraus

Kerber freute sich für den 20 Jahre alten Norddeutschen. „Ich glaube, er hat eine große Zukunft vor sich. Gerade mit dem Sieg in Rom hat er schon mal den i-Punkt draufgelegt“, sagte die Schleswig-Holsteinerin. „Ich bin gespannt, wie es bei ihm weitergeht.“

Kerbers Freude über Zverevs bärenstarke Leistungen in den vergangenen Wochen ist allerdings nicht ganz ohne Eigennutz. Denn schließlich hat sich der Fokus der deutschen Öffentlichkeit seitdem ein bisschen verlagert. Auf einmal reden nicht mehr alle nur über Kerber und ihr schwieriges Jahr seit der Traumsaison 2016 mit doppeltem Grand-Slam-Titel und Sprung auf den Tennis-Thron. Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auch auf Zverev, schließlich ist die Sehnsucht nach einem deutschen Superstar bei den Herren nach wie vor riesig.

Fokus auf Zverev nimmt Kerber den Druck

„Ich glaube, es nimmt mir wirklich ein bisschen Druck“, sagte Kerber, die an der gestiegenen Erwartungshaltung rund um ihre Person zuletzt deutlich zu knabbern hatte. „Fürs deutsche Tennis, für uns beide, ist das, glaube ich, genau richtig“, sagte Kerber. So verteilt sich das Interesse ein wenig, auch wenn die Kielerin als Nummer eins der Welt in Paris erneut das Zugpferd der Damen-Organisation WTA sein wird.

Die vielen Termine und Pflichten, die die Rolle des Branchenprimus mit sich bringen, setzen Kerber nach wie vor zu. Die 29-Jährige ist eine, die viel Zeit für sich braucht, rund um die Turniere auch immer wieder versucht, dem Trubel zu entgehen. In ihrer neuen Rolle als Nummer eins wird dies aber immer schwerer. Und noch immer hat die Norddeutsche keinen perfekten Weg für sich gefunden, damit umzugehen.

Bisher ein titelloses Jahr für die Kielerin

Die Resultate in diesem Jahr sind deshalb enttäuschend, denn nur in Monterrey schaffte es Kerber ins Finale, ein Titel fehlt 2017 noch in ihrer Sammlung. Und auch die vergangenen Wochen machen wenig Mut, dass es beim Sandplatz-Spektakel in Paris besser werden könnte. Bei ihrem Lieblingsturnier in Stuttgart flog sie gleich zum Auftakt gegen die Französin Kristina Mladenovic raus, auch danach in Madrid und Rom war schnell Schluss. Hinzu kam, dass Kerber auch noch über Probleme am linken Oberschenkel klagte.

In der Abgeschiedenheit des polnischen Städtchens Puszczykowo tankte Kerber wieder Kraft und Mut und freut sich nun sogar auf die French Open. „Ich weiß wieder, was ich will“, sagte die Schleswig-Holsteinerin vor dem Abflug von München nach Paris. „Die Motivation ist wieder da.“ Die Tatsache, dass in Roland Garros im vergangenen Jahr bereits in der ersten Runde für sie Schluss war, sieht die Nummer eins der Welt sogar positiv. „Ich habe nichts zu verlieren. Schlechter kann es ja nicht werden.“

Von KN-online

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