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HSV überglücklich nach umjubeltem Auswärtssieg

Fußball-Bundesliga HSV überglücklich nach umjubeltem Auswärtssieg

Torflaute beendet: Mit einem späten Treffer in der 88. Minute hat Pierre-Michel Lasogga den HSV erlöst und bei der TSG Hoffenheim den ersehnten Auswärtssieg eingefahren — der erste Dreier nach drei Spielen ohne Sieg.

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Erschöpfung und Jubel kommen beim HSV nach dem 1:0-Sieg bei der TSG Hoffenheim zusammen: Johan Djourou (von links), Dennis Diekmeier und Torwart René Adler.

Quelle: dpa/Uwe Anspach

Sinsheim/Hamburg. Eigentlich ist Sinsheim kein gutes Pflaster für den HSV: In bis dato sieben Gastspielen bei der TSG 1899 Hoffenheim musste der HSV fünf Niederlagen einstecken. Doch am Freitagabend kam es anders: Mit einem Treffer in der 88. Minute sicherte Pierre-Michel Lasogga dem Hamburger Fußball-Bundesligisten einen 1:0-Auswärtssieg in der Rhein-Neckar-Arena.

„Wir sind jetzt überglücklich“, sagte der Ex-Hoffenheimer Michael Gregoritsch, der anstatt des verletzten Spielgestalters Aaron Hunt für den HSV aufgelaufen war. „Ein enorm wichtiger Sieg“, meinte auch Torschütze Lasogga, der seinem Team „eine geile Mannschaftsleistung“ bestätigte. Auch wenn er einräumen musste, dass die Hanseaten viele Chancen liegen gelassen hatten.

Chancen fast im Minutentakt

Der HSV hatte das Spiel von Beginn an breitgemacht und war nach einer Viertelstunde fast im Minutentakt zu Chancen gekommen: Einen Schuss von Ivo Ilicevic (16.) hielt Hoffenheims Keeper Oliver Baumann erst im Nachfassen fest, kurz darauf köpfte Gregoritsch (18.) knapp über das Tor und eine Flanke von Pierre-Michel Lasogga (19.) strich Zentimeter am Pfosten vorbei. Anschließend rettete Baumann mit einer Doppel-Parade gegen Nicolai Müller und Lasogga das Remis (23.). Die Spieler der TSG verkrampften angesichts dieser Hamburger Drangphase zusehends. Offensiv lief bein den Kraichgauern in der ersten Halbzeit bis auf einen Szalai-Kopfball nach Freistoß von Jonathan Schmid (32.) nur wenig zusammen.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild kaum. Nach einer turbulenten Woche, in der 1899-Mäzen Dietmar Hopp einige Spieler zum Krisentreffen gebeten hatte, konnten die Hoffenheimer ihren Treueschwur nicht einlösen: „Wir wollen mit dem Trainer hinten raus kommen“, hatte Nationalspieler Kevin Volland angekündigt. Insbesondere aber Volland wirkte im Angriff übermotiviert. „Es sind Spielsituationen dabei, wo uns gar nix gelingt“, sagte der 23-Jährige. Auf der anderen Seite scheiterte der quirlige Gregoritsch (55.) nach einem Sololauf erst im Strafraum am heranrauschenden Jeremy Toljan. „Ich hätte das Spiel früher entscheiden können“, sagte der Österreicher hinterher.

Labbadia: "Ganz wichtiger Sieg"

HSV-Coach Bruno Labbadia zeigte sich nach dem Match erleichtert: „Insgesamt ist das ein ganz wichtiger Sieg für uns“. Gleichzeitig machte er aber auch Schwächen bei seinem Team aus. „Man hat heute gesehen, dass wir noch immer bis zum Anschlag arbeiten müssen, um Spiele zu gewinnen. Defensiv hatten wir über weite Strecken eine gute Grundordnung, offensiv lief es am Ball dagegen durchwachsener. Da saß der eine oder andere Pass nicht richtig.“

Während die Hamburger sich zunächst im Tabellen-Mittelfeld stabilisieren konnten, muss Hoffenheim-Trainer Markus Gisdol mehr denn je um seinen Job fürchten. Nach der Niederlage gegen den HSV steht der 46-Jährige vor dem Aus beim Tabellenvorletzten der Fußball-Bundesliga. Zwar äußerte sich Mäzen Dietmar Hopp wie gewohnt nicht, doch Sportchef Alexander Rosen machte schon mal klar, dass er seine Zukunft nicht an die seines Weggefährten gebunden sieht.

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