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TSV Schilksee steigt in die Regionalliga auf

Fußball TSV Schilksee steigt in die Regionalliga auf

Der TSV Schilksee spielt in der nächsten Saison in der Fußball-Regionalliga Nord. Im letzten Spiel der Aufstiegsrunde verloren die Kieler zwar mit 2:3 in Hildesheim, das reichte in der Endabrechnung aber trotzdem zum Aufstieg. Denn dadurch belegt Hildesheim (3 Punkte/4:4 Tore) dank der mehr geschossenen Tore Platz eins vor Schilksee (3/4:4) und dem Bremer SV (3/3:3).

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Jubel im Fanblock des TSV Schilksee. 

Quelle: Gusner

Hildesheim. Das sah zunächst nicht danach aus vor einer tollen stimmungsvollen Kulisse von 4000 Zuschauern in Hildesheim. Den Schilkseern hätte ein Punkt zum Aufstieg gereicht. Die Gastgeber standen unter Erfolgsdruck, denn nach ihrem 1:2 in Bremen mussten sie gewinnen. Das Rechnen ging schon vor dem Anpfiff auf den Rängen los: „Wenn wir 3:2 gewinnen, steigen beide auf“, sagte ein Hildesheimer Zuschauer. Auch er hatte im ersten Durchgang viel Grund zum Jubeln, denn die Heimelf spielte wesentlich effektiver gegen übernervöse Schilkseer, denen nicht viel Produktives gelang. Philipp Rockahr (20.) und Omar Fahmy (31.) lösten mit ihren Treffern zum 2:0 Jubelstürme bei den heimischen Fans aus, während der im Bus angereiste Schilksee-Anhang die Fahnen einrollte. Lediglich ein Freistoß an die Unterkante der Latte von Marcel Vones (33.), mehr gelang den Gästen nicht.

Das sollte sich von Beginn der zweiten Halbzeit an ändern. Der TSV Schilksee hatte den Schock über den Rückstand in der Kabine gelassen, die Nervosität wegen der ungewohnt großen Zuschauerkulisse abgelegt und setzte die Hildesheimer unter Druck. Deren erste große Unsicherheit in der Abwehr wurde sofort bestraft, als Benjamin Petrick auf 1:2 (60.) verkürzte und damit die eigenen Fans putzmunter machte. Bis zur Schrecksekunde in der 73. Minute. Maximilian von Randow hatte den Ball völlig unnötig gegen den Hildesheimer Niklas Keine vertändelt und seinen davongehenden Kontrahenten gefoult: Notbremse und Rote Karte für von Randow folgten prompt, womit die Hoffnungen auf den Aufstieg einen herben Dämpfer erhielten. Allerdings nicht lange. Mit Urgewalt knallte Timo Nath aus mehr als 20 Meter den Ball zum 2:2 (82.) ins Netz der Heimelf. Nach dem Hildesheimer 3:2 (Philipp Schlichting/89.) ging keine Mannschaft mehr ein Risiko ein, wohlwissend, dass mit diesem „Wunschergebnis“ beide Klubs aufgestiegen waren. Als der gute Schiedsrichter Florian Heft abpfiff, gingen Jubel und Partystimmung in beiden Lagern so richtig los.

„In der ersten Halbzeit waren wir zweimal nicht richtig wach, als ob wir wie erstarrt bei den beiden Gegentoren waren. In der zweiten Halbzeit haben sich alle ins Spiel reingeworfen und sich trotz Unterzahl den Aufstieg erkämpft“, stand Schilksees Coach Thorsten Gutzeit noch unter dem Eindruck der Strapazen der neunzig Nerven aufreibenden Minuten. „Bis zur Pause lief es bei uns super, dann haben wir es nicht mehr verstanden, die Schilkseer weit genug von unserem Tor wegzuhalten“, resümierte ein glücklicher VfV-Trainer Jürgen Stoffregen. 

Von Reinhard Gusner

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KN-online (Kieler Nachrichten)

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