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Deutsche Handballer vor Gewinn des Supercups

37:26-Gala gegen Serbien Deutsche Handballer vor Gewinn des Supercups

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat auch ihr zweites Spiel beim Supercup gewonnen. Gegen Serbien zeigte das Team um die Kieler Rune Dahmke und Steffen Weinhold eine starke Leistung und siegte klar und verdient mit 37:26. Dahmke war mit sechs Treffern zudem bester Torschütze. Am Sonntag kommt es in Kiel zum "Finale" gegen Slowenien.

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Steffen Weinhold jubelt für die Deutsche Nationalmannschaft.

Quelle: Sascha Klahn

Hamburg. Die deutsche Mannschaft war von Beginn an hellwach. Gehörte das erste Tor noch den Serben, entfachte die DHB-Auswahl danach ein wahres Feuerwerk. Die 6:0-Deckung mit dem starken Mittelblock aus Erik Schmidt und Finn Lemke stand wie ein Bollwerk, die Offensive zeigte sich variantenreich und spielfreudig. Mit einem 9:0-Lauf bis zur 11. Spielminute zog der Gastgeber erschreckend harmlosen Serben schnell den Zahn und legte den Grundstein für die souveräne Vorstellung über die gesamte Dauer der Partie. Da half es auch nicht, dass Serbiens Trainer Dejan Peric bereits in der zwölften Minute seine zweite Auszeit genommen und zahlreiche Wechsel vollzogen hatte.

Ab der 13. Spielminute rotierte auch Bundestrainer Dagur Sigurdsson, brachte den Kieler Rune Dahmke für Vierfachtorschütze Uwe Gensheimer, gab auch Kreisläufer Jannik Kohlbacher und dem Rückraumrechten Fabian Wiede, der für den dreifachen Torschützen Steffen Weinhold ins Team kam, Einsatzzeiten. Die Eingewechselten brachten keineswegs einen Bruch ins deutsche Spiel, sondern überzeugten mit neuen Impulsen. Kohlbacher, am Kreis immer wieder durch Fabian Wiede und Regisseur Martin Strobel in Szene gesetzt, steuerte bis zur Pause ebenso zwei Tore bei wie Dahmke, der nicht nur seine Außenqualitäten unter Beweis stellte, sondern als Einläufer ebenso sehenswert aus dem Rückraum traf. „Wir haben stark verteidigt und aus der Abwehr heraus schnell nach vorne gespielt, einige gute Umschalttore erzielt“, fasste Weinhold nach dem Spiel zusammen.

Bis zur Pause schraubte die DHB-Auswahl das Ergebnis auf 20:8, die Serben wirkten über die gesamten ersten 30 Minuten ideenlos, überfordert und stellenweise konsterniert. Da auch Carsten Lichtlein im Tor mit acht Paraden bis zur Pause ein echter Rückhalt war, kamen die serbischen Rückraumshooter um Marko Vujin und Momir Rnic kaum zur Entfaltung. Die Deutschen lieferten ihnen phasenweise eine Handball-Demonstration. „Wir hatten uns das schwerer vorgestellt. Es hätte aber auch deutlich schwerer werden können, wenn wir nicht so stark gestartet wären“, fand Rune Dahmke eine Erklärung für das leichte Spiel des deutschen Teams. „Wir haben eine überragende erste Halbzeit erwischt. Eine sehr gute Abwehr, schnelle Gegenstöße, das lief perfekt“, lobte Bundestrainer Sigurdsson seine Mannschaft.

Das zeigte auch nach der Pause eine gute Leistung. Serbien kam mit erst jetzt erstmals eingesetzten Petar Djordjic und Kiels Marko Vujin zu einigen Toren aus dem Rückraum und präsentierte sich leicht verbessert (Weinhold: „Da fehlte ein bisschen die Konzentration.“), eine echte Aufholjagd gab es jedoch nicht. Zu sehr hatten die Schützlinge von Dagur Sigurdsson das Spiel unter Kontrolle, fanden für fast jedes Problem eine Lösung, standen in der Defensive weiter sicher. Unter der Regie von Niclas Pieczkowski, der in der zweiten Halbzeit Martin Strobel ersetzte, traf die DHB-Auswahl weiter von allen Positionen und ließ Serbien nicht herankommen. „Ich bin sehr zufrieden mit unserer Einstellung“, sagte Sigurdsson.

Ab der 41. Minute ersetzte der spätestens 2017 für den THW Kiel auflaufende Andreas Wolff den guten Carsten Lichtlein – und schloss in seiner Leistung nahtlos an den Routinier an. Zwar fand Serbien in der Schlussphase der Begegnung immer mal wieder Lücken in der deutschen Defensive, doch Tor um Tor im Angriff hielt den Vorsprung bei neun bis elf Toren stabil. So war es lediglich ein kleiner Wermutstropfen, als Rune Dahmke per Siebenmeter an Dragan Marjanac scheiterte. Der Neu-Nationalspieler erhielt über 40 Minuten den Vorzug vor Nationalmannschaftskapitän Uwe Gensheimer, steuerte sechs Tore zum klaren deutschen Erfolg bei und feierte so ein gelungenes zweites Länderspiel. „Es war gut, dass ich mein erstes Tor schon gestern gemacht hab, so konnte ich locker ins Spiel gehen“, sagte der 22-Jährige und blickte schon auf den Auftritt am Sonntag in Kiel. „Das wird natürlich etwas ganz Besonderes, dort im Nationaltrikot aufzulaufen.“

Gegen Slowenien wird es am Sonntag um 15 Uhr in der Sparkassen-Arena um den Turniersieg gehen. Die Mannschaft von Trainer Veselin Vujovic besiegte im zweiten Spiel in Hamburg Brasilien deutlich mit 38:27. Bester Torschütze im Team um den Magdeburger Marko Bezjak, Matevz Skok vom TuS N-Lübbecke und Uros Zorman vom polnischen Topklub KS Vive Tauron Kielce war David Miklavcic mit sechs Treffern. „Slowenien wird der härteste Test“, ist sich Bundestrainer Sigurdsson sicher. Da das deutsche Team mit einem um sieben Treffer besseren Torverhältnis in das „Finale“ geht, reicht der DHB-Auswahl ein Unentschieden für den Turniersieg bei der 19. und letzten Ausgabe des DHB-Supercups.

 

Deutschland – Serbien 37:26 (20:8)

Deutschland : Lichtlein (1.-41./8 Paraden), Wolff (41.-60./6 Paraden) – Kneer n.e., Gensheimer 4, Lemke 1, Reichmann 2, Wiede 2, Weinhold 4, Strobel, Schmidt 4, Fäth 3, Groetzki 3, Müller 1, Dahmke 6, Späth, Ernst 1, Pieczkowski 2, Kohlbacher 4.

Serbien : Kocic (1.-16./1 Parade), Ivezic (16.-52./8 Paraden, Marjanac (52.-60./1 Parade) – Sesum, Nikcevic 5/3, Dukic, Djordjic 4, Stojkovic, Ilic 2, Rnic 3, Zelenovic 1, Cutura, Abutovic, Marsenic 3, Stankovic 2, Vujin 4, Elezovic 2, Marjanac.

Schiedsrichter : Pichon/Reveret (Frankreich) – Strafminuten : GER 10 ( Lemke, Wiede, 2x Späth, Ernst), SRB 6 (2x Dukic, Stojkovic) – Disqualifikation : Marsenic (55./grobes Foulspiel) – Siebenmeter : GER 1/0 (Dahmke scheitert an Marjanac), SRB 3/3 – Spielfilm : 0:1, 4:1 (6.), 9:1 (11.), 12:3 (14.), 15:4 (21.), 17:5, 19:7, 20:8 (Hz.), 21:10 (35.), 24:12, 24:14 (40.), 26:16, 28:17 (44.), 32:21, 35:25 (57.), 37:26 – Zuschauer : 3905 in der Hamburger Barclaycard-Arena.

Brasilien – Slowenien 27:38 (14:18) – Tore für Brasilien: Langaro 5, Candido 4, Pacheco 3, L. Santos 3, H. Teixeira 2, Toledo 2, Patrianova 2, V. Teixeira 2, Silva 1, Pozzer 1, Borges 1, Chiuffa 1; für Slowenien: Miklavcic 6, Marguc 5, Cehte 5, M. Zvizej 5, Dolenec 4, Mackovsek 3, Cingesar 2, Zorman 2, Sostaric 2, Bezjak 2, L. Zvizej 1, Gaber 1.

Schiedsrichter : Geipel/Helbig (Deutschland) – Strafminuten : BRA 4 (Patrianova, Ferreira), SLO 6 (2. M Zvizej, Gaber) – Siebenmeter : BRA 3/3, SLO 3/3.

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Ein Artikel von
Niklas Schomburg
Sportredaktion

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