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Jetzt wird der Sport laut

Geld her! Jetzt wird der Sport laut

Zuckerbrot und Peitsche: Der Landessportverband hat auf einem außerordentlichen Verbandstag die Offensive von Landesinnenminister Stefan Studt zur Sanierung der Sportstätten ausdrücklich begrüßt.

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Sie vertraten den Appell des Landessportverbands an die Politik (v.li.): Sven Thode, Vorsitzender des Kreissportverbandes Plön, Hans-Jakob Tiessen, Präsident des Landessportverbandes, und Karl-Friedrich Schwark, Präsident des Handballverbandes.

Quelle: Sven Janssen

Kiel. In einem dramatischen Appell verlangt er zugleich vom Landtag „eine deutliche Erhöhung der institutionellen Sportförderung durch das Land“. Viele Verbände und Vereine in Schleswig-Holstein kämpften in existenzieller Weise um ihre Arbeitsfähigkeit und könnten ihre Leistungen für das Gemeinwohl in absehbarer Zeit nicht mehr sicherstellen, heißt es in eine Resolution, die der Verbandstag einmütig verabschiedet hat.

In der Resolution werden die Sportvereine und -verbände als „das größte soziale Netzwerk“ im Land benannt. Es drohe nachhaltig Schaden zu nehmen. Schleswig-Holstein sei bei der Sportförderung bundesweit das Schlusslicht. Die Sportförderung entspreche nicht der deutlich gestiegenen gesellschaftlichen Bedeutung des Sports im Land – weder im bundesweiten Vergleich noch im Vergleich zu anderen gesellschaftlichen Handlungsfeldern. Drei Fachverbände haben sich die Mühe gemacht, die LSV-Forderung mit Zahlen zu unterfüttern.

Die finanzschwachen Bundesländer Sachsen-Anhalt und Berlin zahlen 5,59 Euro und 5,22 Euro pro Turner und Jahr – Schleswig-Holstein 2,51 Euro. Niedersachsen bezuschusst seine Fußballklubs mit 3,5 Millionen Euro pro Jahr, Berlin mit 1,6 Millionen Euro, das notorisch klamme Bremen zahlt seinen 70 Fußballvereinen gar 9,67 Millionen Euro – und Schleswig-Holstein belässt es bei 39 2000 Euro.

Berlin zahlt umgerechnet 12,36 Euro pro Mitglied und Jahr – in der Handball-Hochburg Schleswig-Holstein sind es 3,18 Euro. LSV-Präsident Hans-Jakob Tiessen fand große Worte, um seine Forderung an die Politik zu untermauern: „Sport ist der Bannerträger des Gemeinwohls“, sagte er. „Sport ist systemrelevant. Ein systemstabilisierender Faktor.“ Und: „Wir sind die Million.“ Was er meinte: Jeder dritte Schleswig-Holsteiner ist Mitglied in einem der 2600 Sportvereine im Land mit 80 000 ehrenamtlich Engagierten.

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Ein Artikel von
Michael Kluth
Ressortleiter Sportredaktion

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Michael Kluth zur Sportförderung

Der Sport hat in der Landespolitik kein auch nur annähernd angemessenes Standing. Die Sportförderung des Landes Schleswig-Holstein ist, verglichen mit allen anderen Bundesländern, ein Hohn.

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