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Groetzki: Wadenbeinbruch gegen den THW Kiel

Keine EM-Teilnahme Groetzki: Wadenbeinbruch gegen den THW Kiel

Die Weihnachtsbotschaft war unerfreulich: Patrick Groetzki muss wegen eines Wadenbeinbruchs zwei Monate pausieren und fehlt bei der Handball-EM. Sein Club Rhein-Neckar Löwen verteidigt ohne ihn die Bundesliga-Spitze.

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Patrick Groetzki hat sich das Wadenbein beim Spiel gegen den THW Kiel gebrochen.

Quelle: Sascha Klahn

Mannheim. Mit freudlosem Gesichtsausdruck saß Patrick Groetzki am Spielfeldrand. Den eingegipsten linken Unterschenkel hatte er auf einen Stuhl gelegt. Auch am Tag nach der niederschmetternden Diagnose hatte der Rechtsaußen der Rhein-Neckar Löwen an der Nachricht vom ersten Weihnachtsfeiertag zu knabbern: Ein Wadenbeinbruch verhindert seine Teilnahme an der Handball-EM im Januar in Polen. Seinem Arbeitgeber wird der 26-Jährige wohl zwei Monate fehlen.

Da konnte ihn auch der 27:25 (16:9)-Erfolg seines Clubs am Sonnabend gegen den SC Magdeburg nicht trösten, mit dem die Mannheimer ihre Tabellenführung in der Bundesliga verteidigten.

„Ich bin natürlich unheimlich enttäuscht. Ich hätte sehr gerne die Europameisterschaft für Deutschland gespielt, ebenso haben wir mit den Rhein-Neckar Löwen viele wichtige Spiele im Februar, in denen ich meiner Mannschaft jetzt nicht helfen kann. Aber ich werde alles geben, so schnell wie möglich wieder auf dem Feld zu stehen“, sagte Groetzki. Die Fraktur hatte er sich bei der bitteren 20:31-Pleite am vorigen Mittwoch bei Verfolger THW Kiel zugezogen.

Die Löwen wie die Nationalmannschaft sind damit doppelt gehandicapt. Denn vor Groetzki hatte bereits Kapitän Uwe Gensheimer passen müssen. Ein Muskelfaserriss in der Wade und eine Reizung der Achillessehne setzen den Linksaußen außer Gefecht. Damit müssen die Mannheimer ebenso wie die Auswahl auf die Flügelzange Nummer 1 verzichten.

Auch ohne ihre beiden Nationalspieler gewannen die Löwen das letzte Spiel des Jahres 2015. Drei Tage nach der Schlappe in Kiel besiegte das Team von Trainer Nikolaj Jacobsen den bislang enttäuschenden SC Magdeburg am Ende glücklich und geht als Erster in die gut fünfwöchige EM-Pause. „Wir haben uns über die Ziellinie geschleppt“, sagte Löwen-Manager Lars Lamade. Anschluss hält die SG Flensburg-Handewitt nach einem 32:30 (12:17)-Zittersieg beim TBV Lemgo. Die HSG Wetzlar bezwang das weiter sieglose Schlusslicht TuS N-Lübbecke mit 33:24 (18:12).

Die Nachricht von Groetzkis Verletzung hat Bundestrainer Dagur Sigurdsson zum schnellen Handeln gezwungen. Der Isländer nominierte Johannes Sellin von MT Melsungen nach. Zuvor war bereits dessen Club-Kollege Michael Allendorf für Gensheimer ins EM-Aufgebot nachgerückt. „Das ist die nächste schlechte Nachricht, aber auch damit müssen und werden wir umgehen“, sagte Sigurdsson.

Nach Gensheimer und Kreisläufer Patrick Wiencek (Kreuzbandriss) fehlt Groetzki bei der EM als bereits dritte Stammkraft der vergangenen WM, bei der sich die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) als Siebter für die Olympia-Ausscheidung im April qualifiziert hatte. Sigurdsson wird sein Team von diesem Montag an in Berlin beim ersten Trainingslager auf die neue Situation einstellen. In den Test-Länderspielen am 5. Januar in Stuttgart gegen Tunesien sowie am 9. und 10. Januar in Kassel und Hannover jeweils gegen Island will er seine Mannschaft dann für die EM einspielen.

In Polen trifft die DHB-Auswahl in der Vorrundengruppe in Breslau auf Spanien (16. Januar), Schweden (18. Januar) und Slowenien (20. Januar). Die ersten drei Mannschaften erreichen die Hauptrunde.

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