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Laufen für einen guten Zweck

Günter Heyer aus Kiel Laufen für einen guten Zweck

Als Günter Heyer vom „Deutschland Cup – I run for life“ der Deutschen Palliativ-Stiftung (DPS) Wind bekam, zögerte der passionierte Sportler keine Sekunde. Mit über 1000 gelaufenen Kilometern 2015 steuerte der 77-jährige Friedrichsorter einen Bärenanteil zugunsten des Hospiz Förde bei.

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Der Mann der Medaillen: Günter Heyer brachte für das Kieler Hospiz über 1000 Kilometer auf die Strecke und bestreitet am Sonnabend seinen 340. Marathon.

Quelle: Frank Molter

Kiel. Neben Heyer (LG Albatros) waren Mitglieder zahlreicher Laufsparten auf die Strecke gegangen, um für die Einrichtung aus Neumeimersdorf „Laufend Gutes“ zu tun. Das Resultat war überwältigend: Platz drei in der Jahresendwertung bescherte der gemeinnützigen Organisation einen Geldpreis von 5000 Euro.

 71 Institutionen waren dem bundesweiten Aufruf gefolgt und hatten in ihren Regionen für die DPS-Aktion geworben. Den Bronzeplatz hinter dem Berliner Hospizdienst Horizont (32719 Kilometer) und dem Hospiz Solingen (23006) hat das Kieler Haus Förde nun 17002 Kilometern zu verdanken, die dafür auf den Asphalt gelegt wurden. „Das ist für uns eine ganz tolle Sache, mit der wir nie und nimmer gerechnet haben“, sagte Martina Levin-Müller, die sich im Haus Förde um die Öffentlichkeitsarbeit kümmert. Jeder Kilometer bei einem offiziellen Wettkampf zählte. Und noch am Silvestertag lagen die Kieler auf Rang vier, bis sie sich in allerletzter Minuten noch auf Platz drei vorschoben. Die Beteiligung der Läufer sei fantastisch gewesen, so Levin-Müller. Ein schönes Geschenk für das Haus, das im vergangenen Jahr zehnjähriges Bestehen feierte.

Heyer läuft weltweit

 Beeindruckend war auch der Beitrag von Günter Heyer. Im November knackte der Kapitänleutnant a. D., der erst mit 61 Jahren zum Laufen kam, die 1000-km-Marke für 2015. Beim Ultra-Marathon in Oslo lief der Kieler 153 km in 48 Stunden. Lohn für die Strapazen war der Weltmeistertitel in der Altersklasse 75. „Ich freue mich sehr, dass ich dem Kieler Hospiz mit meinen Läufen helfen konnte“, sagte Heyer, der sich nicht nur auf deutschen und europäischen Strecken wohlfühlt. Marathons in den USA gehören ebenso in seine Vita wie Läufe in Indien und Brasilien, wo sein Sohn Roland (53) lebt.

 Das Indoor-Event in Norwegen sei bisher eine der schönsten Laufveranstaltungen gewesen, so Heyer. Und das, obwohl der Kieler dabei die 550-m-Runde knapp 300 Mal zu absolvieren hatte. „Man ist so sehr mit sich selbst beschäftigt. Das kann gar nicht langweilig werden“, sagt Heyer. Ein Satz, der für ihn und seine Frau Christa (77), die ihn tatkräftig unterstützt, auch für 2016 gelten dürfte. Zwar will Günter Heyer „nur“ noch zwei Marathons pro Monat laufen, an das Ende seiner Leidenschaft denkt der rüstige Pensionär aber noch lange nicht. Auch weil er mit seinem Sohn noch gemeinsam in New York starten will. „Ich laufe so lange der Körper mitspielt.“ Zum Beispiel am Sonnabend: In Nübel bei Schleswig hat Heyer für seinen 340. Marathon gemeldet.

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