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Hamburger Publikum bejubelt schrägen "Sylt"-Liederabend

Theater Hamburger Publikum bejubelt schrägen "Sylt"-Liederabend

Der so kurvigen und rothaarigen wie temperamentvollen Sylter Strandbar-Betreiberin Katja Friese (Carolin Fortenbacher) reicht es: Unsummen an Steuereinnahmen muss die Promi-Insel ans Festland überweisen, um dann damit den "Handarbeitsclub von Süderbrarup" zu finanzieren.

Hamburg. Und im Gegenzug erhält das nordseezerfressene Eiland nicht mal genug Gelder für notwendige Sandvorspülungen. Katjas Plan, ausgeheckt von einem smarten Ex-Politiker (Tim Grobe) und bedroht durch die schrille Reporterin Ina Briese (Ella Endlich): Sylt, "das geilste Fleckchen Erde", soll unabhängiger Freistaat werden.

Aus dem irrwitzigen Stoff schuf der renommierte Theatermusiker Dietmar Loeffler ("Pasta e Basta") den schrägen Liederabend "Sylt, ein Irrtum Gottes?". Bei der Uraufführung am Samstagabend in den voll besetzten Hamburger Kammerspielen jubelte das Publikum. Dabei fischte Loeffler textlich-inhaltlich in seichten Gewässern: Eher grobmaschig und grell persiflierend geknüpft, wirkt sein Sechs-Personen-Stückchen wie Kasperletheater für Erwachsene.

Doch charismatisch und stimmstark sorgten neben Musical-Star Fortenbacher vor allem Popsängerin Endlich und Charaktermime Grobe für amüsant schillernde Sommerunterhaltungs-Highlights. Größter Trumpf des Abends waren die zündenden Songs: Zwischen Cha-Cha-Cha, Queen und Mozarts "Königin der Nacht", Nat King Coles "L-O-V-E" und einer eigenen Hommage an den Kult-Drink "Hugo" bewegte sich der Sound.

dpa

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