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Drobny nicht verlängert, Gerüchte um Sportdirektor

Hamburger SV Drobny nicht verlängert, Gerüchte um Sportdirektor

Torhüter Jaroslav Drobny erhält offenbar keinen neuen Vertrag beim Fußball-Bundesligisten Hamburger SV. „Bruno Labbadia hat mir die Entscheidung gerade mitgeteilt. Ich bin fertig beim HSV“, sagte der Tscheche dem Magazin „Sport-Bild“. Außerdem brodelt die Gerüchteküche um den neuen Sportdirektor.

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HSV-Vorstandsvorsitzender Dietmar Beiersdorfer äußerte sich zu den neuesten Gerüchten rund um den HSV.

Quelle: Georg Wendt/dpa

Hamburg. Der Hamburger SV verlängert die auslaufenden Verträge mit den Profis Jaroslav Drobny, Gojko Kacar und Ivo Ilicevic nicht. Das gab der Fußball-Bundesligist am Dienstag bekannt. Am Vortag war die sofortige Trennung von Sportchef Peter Knäbel verkündet worden.

„Es ist immer schwierig, eine solche Entscheidung zu treffen. Wir müssen aber vor allen Dingen schauen, welche Entscheidungen für unsere Zukunft sportlich und wirtschaftlich richtig sind“, sagte Vereinsvorsitzender Dietmar Beiersdorfer.

Der 36 Jahre alte Torhüter Drobny war seit 2010 im Verein und hatte ursprünglich um einen Anschlussvertrag beim HSV gebeten. In 76 Bundesliga-Spielen stand die Nummer zwei nach René Adler zwischen den Pfosten. Der 29 Jahre alte serbische Mittelfeldakteur Kacar kam 2010 zu den Norddeutschen und erzielte sieben Tore in 78 Spielen.

Mittelfeldspieler Ilicevic stand seit 2011 beim HSV unter Vertrag. Der 29-jährige Kroate traf in 84 Spielen zehnmal ins Tor. „Alle haben entscheidenden Anteil daran, dass wir heute in der Bundesliga spielen“, so Beiersdorfer.

Beiersdorfer will einen Umbruch im Team vornehmen. „Es gibt eine Menge zu tun“, sagte der frühere HSV-Profi. Als Vereinschef hat er auch die Aufgaben des Sportdirektors übernommen und ist gemeinsam mit dem Trainer für die Zusammenstellung des Teams verantwortlich.

Kontakt zu Heldt dementiert

Der HSV-Vorstandsvorsitzende Dietmar Beiersdorfer hat Kontakte zu dem scheidenden Schalker Manager Horst Heldt dementiert. „Ich habe in dem ganzen Prozess mit keinem einzigen Sportdirektor gesprochen“, sagte Beiersdorfer am Dienstag in Hamburg. Er kenne Heldt gut und möge ihn, „aber das hat an der Stelle mit dem Beruflichen nichts zu tun“. Auf die Frage, ob es eine Dauerlösung sei, dass er neben seinem Amt als Vorstandschef auch den Posten des Sportdirektors beim Fußball-Bundesligisten Hamburger SV übernehme, antwortete Beiersdorfer: „Ja.“

Am Montag hatte der Verein die Trennung von Sportchef Peter Knäbel bekanntgegeben. Zuletzt hatte es unbestätigte Gerüchte über ein mögliches Engagement des beim Bundesliga-Konkurrenten FC Schalke 04 ausscheidenden Horst Heldt gegeben.

Rucksack-Affäre kein Trennungsgrund

Die so genannte Rucksack-Affäre hat nach Angaben des HSV-Vorstandsvorsitzenden Dietmar Beiersdorfer nichts mit der Trennung von Sportchef Peter Knäbel zu tun. „Wir waren unterschiedlicher Auffassung, was Personal und Kaderplanung angeht“, sagte der Vorstandsvorsitzende des Fußball-Bundesligisten Hamburger SV am Dienstag auf einer Pressekonferenz in der Hansestadt. Tags zuvor hatte der Verein die Trennung von Knäbel bekanntgegeben.

Im vergangenen Jahr waren brisante Vertragsdetails der Hamburger Spieler, die Knäbel in seinem Rucksack mitgeführt hatte, an die Öffentlichkeit gelangt. Knäbel gab seinerzeit an, man habe ihm den Rucksack entwendet. Die in die Affäre eingeschaltete Polizei hat die Ermittlungen mittlerweile eingestellt. Der HSV stellte sich damals hinter Knäbel, der durch die Affäre aber viel Renommee einbüßte. „Mit der aktuellen Situation“ habe das nichts zu tun, sagte Beiersdorfer.

Beiersdorfer will die Arbeit von Knäbel mit übernehmen. Dafür müsse er sich an anderer Stelle etwas rausnehmen. Kritik an seiner eigenen Arbeit wollte Beiersdorfer nicht akzeptieren. Die Entwicklung des HSV sei positiv. Es sei klar gewesen, dass es ein langer Prozess werde, um den HSV wieder nach vorne zu bringen.

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