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Vertragsverlängerung für Labbadia?

Hamburger SV Vertragsverlängerung für Labbadia?

Torflaute beendet: Mit einem späten Treffer in der 88. Minute hat Lasogga den HSV erlöst und in Hoffenheim den ersehnten Auswärtssieg eingefahren – der erste Dreier nach drei Spielen ohne Sieg. Und bald könnte Labbadia auch seinen Vertrag verlängern.

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Kann aufgrund der soliden HSV-Situation gelassen auf seine Vertragsverhandlungen blicken: Trainer Bruno Labbadia.

Quelle: dpa/Daniel Reinhardt

Hamburg/Sinsheim. Bruno Labbadia legte tröstend den Arm um Markus Gisdol, bei der Verabschiedung hob er beide Fäuste mit gedrückten Daumen: „Viel Glück!“. Der Hamburger Coach kennt die Gefühlslage seines Kollegen von 1899 Hoffenheim nach der 0:1 (0:0)-Niederlage gegen den Hamburger SV nur zu gut. Seine erste Amtszeit beim HSV endete nach einem 1:5 in Hoffenheim im April 2010 – Labbadia fühlte sich um das Halbfinale in der Europa League betrogen. Nun hat sich das Blatt entscheidend gewendet. Mit dem dritten Auswärtssieg und insgesamt 14 Punkten machten die Norddeutschen einen Sprung ins Mittelfeld der Tabelle der Fußball-Bundesliga.

Dieses Mal könnte die Liaison zwischen Labbadia und dem HSV von längerer Dauer sein als nur eine verkürzte Spielzeit. Der Hesse betont derzeit, keine Eile und kein Zeitfenster für die Verlängerung des auslaufenden Vertrages zu haben. Sportdirektor Peter Knäbel liegt mit dem 49-Jährigen voll auf einer Länge: „Die Einstellung teilen wir beide. Wenn man so ein Jahr miteinander verbracht hat, weiß man, dass man sich aufeinander verlassen kann“. Zwar hat der Trainer erst im April angeheuert – die erfolgreiche Relegation schweißte sie aber zusammen.

"Immer bis zum Anschlag arbeiten"

Nach dem Last-Minute-Erfolg in Hoffenheim zeigte sich Labbadia sehr erleichtert: „Insgesamt ist das ein ganz wichtiger Sieg für uns“. Gleichzeitig machte er aber auch Schwächen bei seinem Team aus. „Man hat gesehen, dass wir noch immer bis zum Anschlag arbeiten müssen, um Spiele zu gewinnen. Defensiv hatten wir über weite Strecken eine gute Grundordnung, offensiv lief es am Ball dagegen durchwachsener. Da saß der eine oder andere Pass nicht richtig.“ Die Abschlussschwäche wird ihn auch in den nächsten Woche beschäftigen. Mit dem Tor in der 88. Minute markierte Pierre-Michel Lasogga seinen vierten von insgesamt nur neun Saisontreffern der Hamburger.

„Ein enorm wichtiger Sieg“, meinte Lasogga, der seinem Team „eine geile Mannschaftsleistung“ bestätigte. Auch wenn er einräumen musste, dass die Hanseaten viele Chancen liegengelassen hatten: „In der einen oder anderen Situation waren wir nicht kaltschnäuzig genug.“

Jetzt will der HSV weiterpunkten

„Wir sind jetzt überglücklich“, sagte der Ex-Hoffenheimer Michael Gregoritsch, der in der Rolle des verletzten Spielgestalters Aaron aufblühte. Der HSV hatte das Spiel von Beginn an breitgemacht und war nach einer Viertelstunde fast im Minutentakt zu Chancen gekommen: Einen Schuss von Ivo Ilicevic (16.) hielt Hoffenheims Keeper Oliver Baumann erst im Nachfassen fest, kurz darauf köpfte Gregoritsch (18.) knapp über das Tor und eine Flanke von Pierre-Michel Lasogga (19.) strich Zentimeter am Pfosten vorbei. Anschließend rettete Baumann mit einer Doppel-Parade gegen Nicolai Müller und Lasogga (23.).

„Wir haben eine super Mannschaftsgeschlossenheit, die Mannschaft hat sich das verdient“, sagte der Torschütze. Nun kämen Aufgaben, bei denen der HSV unbedingt punkten wolle: am nächsten Sonntag (17.30 Uhr) im Heimspiel gegen Hannover 96 und am 7. November in Darmstadt.

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Foto: Erschöpfung und Jubel kommen beim HSV nach dem 1:0-Sieg bei der TSG Hoffenheim zusammen: Johan Djourou (von links), Dennis Diekmeier und Torwart René Adler.

Torflaute beendet: Mit einem späten Treffer in der 88. Minute hat Pierre-Michel Lasogga den HSV erlöst und bei der TSG Hoffenheim den ersehnten Auswärtssieg eingefahren — der erste Dreier nach drei Spielen ohne Sieg.

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