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Trainingsstart ohne Neuzugang - Sakai kommt

Hamburger SV Trainingsstart ohne Neuzugang - Sakai kommt

Nach 28 Tagen Urlaub ist der HSV ohne Neuzugänge in die Vorbereitung gestartet. Noch nicht mit dabei war der Stuttgarter Sakai, der einen Dreijahresvertrag bekommt. Investor Kühne stellte weitere Millionen für die Zukunft in Aussicht — zurzeit ist aber noch kein Geld da.

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Der Hamburger SV startet unter Trainer Bruno Labbadia ohne Neuzugang in die Vorbereitung auf die kommende Saison in der Fußball-Bundesliga.

Quelle: Axel Heimken/dpa

Hamburg. Bruno Labbadia machte zum Trainingsstart des Hamburger SV ohne Neuzugang keinen glücklichen Eindruck. „Ich glaube, es liegt an mir: Egal, wo ich hinkomme, wird der Etat reduziert“, sagte der Coach des Fußball-Bundesligisten. Zwar ist der japanische Nationalspieler Gotoku Sakai vom VfB Stuttgart vorbehaltlich der medizinischen Untersuchung im Anflug — Labbadias Wunschvorstellungen sind aber andere.

„Wir haben uns auferlegt, dass System zu gesunden“, bestätigte der HSV-Vorstandsvorsitzende Dietmar Beiersdorfer am Mittwoch. Zu einem neuen möglichen Investment des Milliardärs Klaus-Michael Kühne in den hoch verschuldeten Club wollte er sich nicht äußern.

Der Logistikunternehmer hatte beim Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Hamburg mögliche neue Gelder in Aussicht gestellt. „Ich möchte weiterhin den HSV unterstützen, aber es muss auch ein klares Konzept da sein“, sagte der 78-Jährige am Mittwoch. Deshalb könne man kurzfristig nicht mit frischen Investitionen rechnen: „Aber ich spreche immer wieder mit der Vereinsführung und ich werde auch den Trainer diese Woche noch treffen, wollen mal schauen, was sich da entwickeln lässt.“

Labbadia begrüßte die mittelfristige Aussicht: „Wir freuen uns, wenn Herr Kühne uns behilflich ist. Er spielte auch eine entscheidende Rolle, dass wir wieder im Volkspark sind.“ Mit 16 Millionen Euro finanzierte Kühne den Stadion-Deal für die nächsten vier Jahre.

Die Realität sieht derzeit aber anders aus: Für nicht einmal eine Million Euro kommt der zuletzt formschwache Sakai, dazu bemüht man sich um Michael Gregoritsch (21) vom VfL Bochum. Wegen der Sparzwänge müsse man sehr einfallsreich sein, betonte Labbadia. Der HSV muss seinen Etat von 50 Millionen Euro um mindestens zehn reduzieren. Eine Zielstellung für die nächste Saison wollte er deshalb nicht ausgeben.

Auf der Verkaufsliste stehen Valon Behrami, Petr Jiracek und wohl auch Jonathan Tah. Der von Bayer Leverkusen umworbene Verteidiger trainierte zwar mit, wird aber demnächst mit der deutschen U19-Auswahl die EM vom 6. bis 19. Juli in Griechenland bestreiten.

„Ich spüre, dass hier etwas passiert. Wir werden nichts mit dem Abstieg zu tun haben“, sagte Mittelfeldspieler Ivo Ilicevic, der am Dienstag seinen Vertrag um ein Jahr verlängert hatte. Nach einem Gespräch mit Labbadia sei er überzeugt von dem Konzept der Hanseaten mit jungen Spielern statt teuren Einkäufen gewesen: „Wir brauchen gar nicht so viel zu investieren — die Qualität ist da“, meinte der 28 Jahre alte verletzungsanfällige Kroate.

Labbadia möchte auch Gojko Kacar halten, der unter ihm gute Leistungen zeigte. Denn nur mit jungen Spielern will er nicht zum Punktspielauftakt beim FC Bayern München anreisen.

Der HSV verpflichtete währenddessen Lewis Holtby endgültig. Bislang war der dreimalige Nationalspieler vom englischen Erstligisten Tottenham Hotspur nur ausgeliehen. Wie die Briten am Mittwoch auf ihrer Homepage mitteilten, geben sie den 24-Jährigen nun ganz an die Norddeutschen ab. 2013 war Holtby vom FC Schalke 04 auf die Insel gekommen, in der Premier League aber glücklos gewesen. Am 1. September 2014 war Holtby zunächst auf Leihbasis zum HSV gekommen.

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