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Altenholz fegt OHC aus der Halle

Handball Altenholz fegt OHC aus der Halle

Ein Schmetterling sauste am späten Abend durch die Edgar-Meschkat-Halle. Es schien, als würden seine Flügel Beifall klatschen. Beifall für die Drittliga-Handballer vom TSV Altenholz, die den Oranienburger HC mit 36:21 (19:11) nach Hause schickten.

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Der Altenholzer Jonas Ottsen fliegt an Robin Manderscheid vorbei zum Torerfolg. Der Rückraumlinke steuerte insgesamt fünf Treffer zum überragenden 36:21-Erfolg über den Oranienburger HC bei.

Quelle: Uwe Paesler

Altenholz. Es war der sechste Sieg in Serie, und während der kleine Falter sich auf die Winterruhe vorbereitet, war davon beim TSVA nichts zu sehen. Ausgeschlafen und hellwach präsentierten sich die Gelb-Schwarzen und boten auf dem Weg zum Sieg eine glänzende Abwehrleistung. „Das war überragend“, sagte TSVA-Trainer Mannhard Bech. Anstelle einer vielleicht vom OHC erwarteten 5:1-Formation gegen Torjäger Dominic Kehl ließ Bech sein Team 6:0 decken. Es wirkte wie bei einer Ziehharmonika, bei der durch Zudrücken und Aufziehen ein Luftstrom erzeugt wird und die Akteure sich auf und ab bewegen. Wenn Sebastian Firnhaber aus dem Innenblock heraustrat, blieb Kjell Köpke hinten. Ähnlich auf den Halbpositionen, wo Joans Ottsen (rechts) oder Mathis Wegner (links) der Unterstützung des Innenblocks sicher sein konnten.

Trainer haben gut vorbereitet

Wenn etwas durchkam, saugte Torhüter Fynn Schröder die Bälle an. Nach dem 5:1-Start (8.) schnaubten die Gastgeber (10:8, 21.) etwas durch, ehe sich der Vorsprung in Expressmanier auf acht Treffer zum Seitenwechsel vergrößerte. Dabei war Sebastian Firnhaber mit schon neun Treffern (nur ein Fehlversuch) bei den Durchbrüchen vom Rückraum an den Kreis überhaupt nicht zu halten. Der so gefürchtete Kehl warf in den ersten 30 Minuten sieben Mal, blieb dreimal am Block hängen und erzielte ein Siebenmetertor. „Da haben uns die Trainer sehr gut drauf vorbereitet“, sagte Köpke. Nach dem Seitenwechsel hielt sich Kehl merklich zurück, legte drei Strafwurftore nach. In der Schlusssekunde fand er im eingewechselten Tom Landgraf sogar von dieser Stelle seinen Meister.

Ein gutes Selbstvertrauen

Zu diesem Zeitpunkt war die Partie bereits lange entschieden. Weder eine Auszeit noch der Einsatz des siebten Feldspielers halfen dem OHC, die Gastgeber zu stoppen. Ganz cool reagierte Bech bei angezeigtem Zeitspiel in Unterzahl (Ottsen brummte ein Zeitstrafe ab) und vier von sechs erlaubten Pässen. Er nahm seinen Rückraumschützen Sebastian Firnhaber zur Verwunderung des OHC heraus und brachte Malte Abelmann-Brockmann. Der quirlige Linksaußen tankte sich aus dem angetäuschten Sprungwurf Mann gegen Mann durch und drehte OHC-Torhüter Simon Herold den Ball um den Fuß: 24:15 (39.). Herrlich Köpkes Treffer, als er den Ball über den Handrücken in Wembley-Manier zum 29:19 (51.) einnetzte. Oder Lucas Firnhaber, der aus der Hüfte fast genauso schnell schoss wie Comic-Held Lucky Luke und das 33:20 (57.) erzielte.

Wer jedoch anhand der Beispiele vermuten könnte, der OHC sei ein schwacher Gegner gewesen, verkennt die Stärke des TSV Altenholz. „Wir haben uns ein gutes Selbstvertrauen erarbeitet. Das macht richtig Spaß“, sagte Köpke.

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