23 ° / 12 ° wolkig

Navigation:
SG Wift feiert großen Triumph

Handball-Landespokal SG Wift feiert großen Triumph

Die SG Wift ist neuer Handball-Pokalsieger in Schleswig-Holstein. An zwei Tagen setzten sich die Männer von Trainer Peter Bente mit zwei Siegen in der KSV-Halle in Neumünster durch.

Voriger Artikel
Laufen, Essen, Schlafen
Nächster Artikel
Groetzki: Wadenbeinbruch gegen den THW Kiel

Die SG Wift ist neuer Landespokalsieger. Nach einem Bad im Goldregen jubelten die Blau-Weißen nach Herzenslust.

Quelle: Jörg Lühn

Neumünster. Nach einem 43:17-Sieg über die HSG Mönkeberg-Schönkirchen im Halbfinale gewannen die Blau-Weißen im Endspiel gegen die HSG Ostsee Neustadt/Grömitz mit 25:17. Rang drei holte sich die HSG Mönkeberg-Schönkirchen, die den Bredstedter TSV mit 38:30 besiegte.

Das Finale entwickelte sich zu einem Spielfilm mit Überlänge. Offenbar hatte der HVSH dies geahnt und deshalb saftige Eintrittspreise von zehn Euro pro Tag von den Zuschauern verlangt. Knapp 400 Besucher schauten sich das Endspiel an, das sich aufgrund quälend langer Wischpausen über 1:50 Stunden hinzog.

Auch unfaire Szenen wiederholten sich

Der SH-Liga-Spitzenreiter von der Ostsee verlangte dem Oberliga-Zweiten vor allem im ersten Abschnitt viel ab. Nach einem 2:3-Rückstand (7.) wurde die 7:5-Führung (13.) mit einem Gegenstoßtreffer von Jan Schirrmacher auf 10:7 (22.) ausgebaut. „Es war wichtig, einfach die Ruhe bewahrt zu haben“, sagte Bente. Sein Gegenüber Thomas Knorr lamentierte nahezu über die gesamte Spielzeit, schien mit sich, der Welt und der Spielleitung unzufrieden zu sein. Dabei war es gerade seine Mannschaft, die mit schauspielerischen Einlagen das Schiedsrichtergespann Kock/Recktenwald (Slesvig IF) immer wieder provozierte. Die Unparteiischen bestraften zwar das Getöse, doch viele Pfiffe blieben für beide Mannschaften unverständlich.

Wift bekam dank des Torhüterwechsels (13.) von Eric Quednau zu André Hoffmann noch vor der Pause die Kurve. Der 25-Jährige brachte es auf zwölf Paraden und ließ in 37 Einsatzminuten nur zehn Gegentreffer zu. Im Angriff suchten die Neumünsteraner dagegen vor allem im Überzahlspiel den Schlüssel, um die Ostsee-Abwehr zu öffnen. Doch die Blau-Weißen hatten Tommy Fängler. Der Rückraumspieler knackte den Code mehrheitlich in Gleichzahl-Situationen mit neun Toren aus 13 Versuchen. Beieindruckend war die Kraft und Athletik des 1,92-Mannes, der zurecht zum Man of the Match gekürt wurde.

Qualifikation zum DHB-Pokal geschafft

Auf der anderen Seite rieb sich der frühere THW-Spieler Tjark Müller in ständigen Eins-gegen-Eins-Duellen auf. Er brauchte für vier Treffer zwölf Würfe. Die Versuche Müllers oder seiner Mitspieler, immer wieder auf den prominenten Kreisläufer Kjell Landsberg (ehemals SC Magdeburg) Anspiele durchzustecken, gelang nur vereinzelt.

Fängler, Tim Kreft und Yannik Stock holten für Wift eine 11:10-Halbzeitführung heraus. Im zweiten Abschnitt waren die Gäste auch physisch nicht mehr in der Lage gegenzuhalten. 17:13 (40.) und 20:15 (50.) hießen die Stationen zum ungefährdeten Pokalsieg.

Lohn der Mühe ist die Qualifikation zum DHB-Amateurpokal, zu dem die Bären in der ersten Runde gleich ein Freilos erwischten. In der zweiten Runde am 20. oder 21. Februar 2016 hat Wift gegen den Sieger der Verbandspaarung Sachsen-Anhalt gegen Mecklenburg-Vorpommern sogar Heimrecht.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Anzeige
Bei SmartBets findest du alle Wettquoten und Buchmacher der 1. Bundesliga.
Mehr aus Aktuelle Sport News 2/3