17 ° / 9 ° wolkig

Navigation:
TSV Altenholz mit viel Willen auf dem Höhenflug

Handball TSV Altenholz mit viel Willen auf dem Höhenflug

Mini-Jubiläum für Trainer Mannhard Bech: Der 48-Jährige saß zum 25. Mal beim Handball-Drittligisten TSV Altenholz auf der Bank. Die Mannschaft schenkte ihm – aber vor allem sich – einen 36:21-Sieg gegen den Oranienburger HC.

Voriger Artikel
Eishockeyclub möglicherweise vor dem Aus
Nächster Artikel
„Tag des Handballs“ findet 2017 in Hamburg statt

Sebastian Firnhaber in Topform: In den letzten drei Spielen erzielte er insgesamt 33 Tore.

Quelle: Jörn Lühn

Altenholz. Es war der sechste Erfolg hintereinander. „Das, was wir noch in Aurich (29:39, d. Red.) falsch gemacht haben, haben wir jetzt jedes Mal ein Stückchen besser gemacht“, sagte Bech. Seine Mannschaft zeichne ein unglaublicher Wille aus. „Hier haben alle Bock.“ Platz zwei ist inzwischen der süße Lohn. Nur weil Zweitliga-Absteiger HSG Nord HU ein Spiel mehr absolviert und gewonnen hat, stehen die Altenholzer nicht ganz oben. „Wir schauen nicht auf die Tabelle. Es sind noch 23 Spiele, wenn wir jetzt 23 Mal verlieren, bringt uns das gar nichts“, sagte Kjell Köpke. So klingt ein Kapitän, der im Höhenflug die Bodenhaftung nicht verloren hat. Er wolle erst arbeiten und später die Früchte ernten.

Vor einem Jahr war der TSV Altenholz ein Abstiegskandidat wider Willen. Für Bech schloss sich am Sonnabend ein Kreis: „Oranienburg war das erste Spiel, das ich gesehen habe.“ Unter der Regie von Interimstrainer Klaus-Dieter Petersen gab es einen 28:20-Sieg gegen den OHC. Kurz darauf nahm der 48-Jährige den Job an und führte die Wölfe durch ein Wellental Richtung Klassenerhalt.

Vor Beginn der neuen Serie tüftelte Bech zusammen mit seinem Assistenten Mirko Baltic an einer Spielidee, bei der das Angriffsspiel schon in der Abwehr beginnt. „Wir wollen immer den Ball gewinnen“, sagte Bech. Einer der Protagonisten, der sich enorm weiterentwickelte, ist Sebastian Firnhaber, der Rückraumspieler kann sogar als Kreisläufer Akzente setzen. „Wir haben die gesamte Vorbereitung hart gearbeitet“, sagte der 22-Jährige. 37 Treffer hatte er zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres auf dem Konto, jetzt sind es 53. In den vergangenen drei Spielen warf er zehn, elf und zwölf Tore. Er fühle sich jetzt wesentlich fitter, sowohl athletisch als auch konditionell. „Das hilft ungemein“, sagte Firnhaber. „So kann ich aus jeder Einheit noch mehr mitnehmen.“ Dafür trainiert er sechs bis acht Mal in der Woche. Das sind neben den Vormittagseinheiten beim THW Kiel vier Abende beim TSVA. Wenn er in eine Glaskugel schauen könne, dann sehe der Student (Wirtschaft-Ingenieurwesen), der zurzeit an seiner Bachelorarbeit bastelt, seine Zukunft im Profihandball.

Einer, der die Erfolge des TSV Altenholz aufmerksam beobachtet, ist THW-Manager Thorsten Storm. „Wir wollen den einen oder anderen Spieler in die Bundesliga bringen.“ Deshalb habe sich der THW strategisch an Altenholz beteiligt und wolle effektive Nachwuchsarbeit leisten. „Wir sind nicht nur Partner, wir stecken auch drin“, sagte Storm. Im Fokus stehen außerdem die Feldspieler Lucas Firnhaber, Alexander Williams und Torhüter Tom Landgraf. Das Einzige, das augenblicklich nicht zur Erfolgsstory passt, ist die Zuschauerresonanz. 350 Besucher bedeuteten am Sonnabend Saisonminus. Aber TSVA-Geschäftsführer Matthias Fehrke kommentierte trocken: „Die Zuschauer, die da waren, hatten ihren Spaß.“ Was er nicht sagte, aber meinte: Sie werden ihren Freunden vom Spiel weiter erzählen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Anzeige
Bei SmartBets findest du alle Wettquoten und Buchmacher der 1. Bundesliga.
Mehr zum Artikel
TSV Altenholz
Foto: Kampfansage in der Auszeit: Altenholz-Trainer Mannhard Bech und sein Team schwören sich auf die verbleibenden Minuten ein. Am Ende mit Erfolg – die Wölfe erarbeiten sich ein 24:22 gegen den Landesrivalen aus Flensburg.

Die Schweißperlen tropften von den Gesichtern. Es dauerte ein wenig, bis sich die Anspannung löste und das Siegerlächeln über die Lippen zog. Die Drittliga-Handballer vom TSV Altenholz landeten gegen den Landesrivalen SG Flensburg-Handewitt II einen 24:22 (14:11)-Erfolg. Ein Sieg des Willens.

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Aktuelle Sport News 2/3