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Junge Hüpfer und alte Hasen

Young Europeans Sailing Junge Hüpfer und alte Hasen

Drei Tage lang zeigte der Segel-Nachwuchs beim Young Europeans Sailing auf der Kieler Förde sein Können, auch als das Wetter ungemütlich wurde.

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Mit vollem Körpereinsatz durch Gischt und Wellen: Die 16-jährige Hannah Anderssohn segelte eine überragende Regatta und schnappte sich sowohl den YES- als auch den deutschen Juniorenmeistertitel im Laser Radial W.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Während bei den Jüngsten im Laser 4.7 die Berlinerin Julia Büsselburg dominierte, segelte eine Klasse höher Hannah Anderssohn im Laser Radial zu YES-Titel und deutscher Junioren-Meisterschaft. Auch die alten Hasen mischten mit: Wolfgang Hunger und Holger Jess stiegen für die Pfingsttage wieder gemeinsam in den 505er.

Starke Winde und kurze Welle prägten das wechselhafte Segelwetter vor Schilksee über die Pfingstfeiertage. Am Sonntag fegte eine Gewitterfront durch die Regattabahnen – nach nur einer Wettfahrt war Schluss, viele Materialschäden und durchgefrorene Segler waren die Bilanz. Bei den Laser Radial der Frauen wurde die einzige Wettfahrt gar gestrichen, da nur zwölf Boote ins Ziel kamen.

 Von all dem ließ sich Neu-Kielerin Hannah Anderssohn nicht beeindrucken: Die 16-Jährige segelte in überragender Manier zum deutschen Junioren-Titel – und gewann auch die gesamte Konkurrenz mit drei ersten und einem vierten Rang vor der arrivierten Svenja Weger. „Die Bedingungen kamen mir sehr entgegen“, sagte Anderssohn, die bei starkem Wind Größen- und Gewichtsvorteile gegenüber Weger hat. Auch die Arbeit im Olympiastützpunkt in Schilksee, wo Anderssohn seit August 2015 wohnt, hat sich ausgezahlt. „Wir haben gut trainiert, vor allem im Athletikbereich. Deshalb haben alle aus unserer Trainingsgruppe Fortschritte gemacht“, sagte Anderssohn. Das sah auch Trainerin Franziska Goltz so: „Ich bin sehr zufrieden mit den Mädels.“

Hier finden Sie Fotos vom Yes-Segeln in Kiel-Schilksee 2016

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 Bei den 470ern, die die YES-Regatta ebenfalls als deutsche Junioren-Meisterschaft (DJoM) nutzten, segelten die Rostocker Max Schuberth und Silas Oettinghaus zum Start-Ziel-Sieg. In der Frauen-Wertung taten es Domenique Freund und Annabell Prockat (Berlin) ihnen gleich, die Kielerinnen Theres Dahnke und Birte Winkel schnappten sich die Silbermedaille der DJoM, wurden Gesamt-Siebte. Auf sich aufmerksam machte auch Constanze Stolz, die mit Anna Reinsberg an der Vorschot auf Platz vier segelte. Stolz wechselte nach großen Erfolgen im Laser Radial im vergangenen Jahr in die Zweihandjolle. „Ich habe mich auf meinem sportlichen Weg für eine Abbiegung entschieden. Was aber keinesfalls eine Umleitung, sondern eher eine Überholspur werden soll.“

 Auf der Überholspur war auch der Strander Johann Kohlhoff unterwegs – nach Platz acht in der ersten Wettfahrt im Laser Standard kämpfte er sich bis auf einen Punkt an Max Wilken aus Rechlin heran, konnte den neuen deutschen Juniorenmeister jedoch nicht mehr von der Spitze verdrängen und holte Silber. Bei den 29er-Nachwuchsskiffs entrissen die Kieler Adrien-Paul Farien/Mirco Klösel ihren Vereinskameraden Gwendal Lamay/Luke Willim in der letzten Wettfahrt noch den YES-Sieg. „Wir haben den Sieg nicht erst in der letzten Wettfahrt verspielt“, sondern früher“, sagte Lamay. „Bei diesem Wind sind Paul und Mirko sehr stark und haben extrem gut gesegelt.“

 Das erfuhren auch die 505er. Der Sturm dezimierte das kleine Feld zusätzlich, die ärgsten Konkurrenten der dominierenden Altmeister Wolfgang Hunger/Holger Jess, Leonie und Rolf Meyer (NRV) sowie Jan-Philipp Hofmann/Felix Brockerhoff (Düsseldorf), mussten nach Mastbrüchen aufgeben. Hunger/Jess, gemeinsam dreimal Welt- und einmal Europameister, fuhren mit fünf ersten Plätzen souverän zum Sieg. Ein Erfolg, der zunächst nicht wiederholt werden wird: Zur Kieler Woche werden sie wieder in ihren angestammten Crews mit Julien Kleiner (Hunger) und Meike Schomäker (Jess) segeln.

 Während neun der zehn Klassen das Segelwochenende bei der Siegerehrung ausklingen ließen, gehen die 420er heute in die Verlängerung: Die internationale deutsche Meisterschaft wird in drei weiteren Wettfahrten entschieden.

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Ein Artikel von
Niklas Schomburg
Sportredaktion

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