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Goldener Glanz in Strande

Kanu-Olympiasieger Goldener Glanz in Strande

Goldene Stippvisite in Strande: Am Sonnabend schrieben die Kanu-Olympiasieger Sebastian Brendel, Jan Vandrey und Marcus Groß bei lockerer Atmosphäre fleißig Autogramme und posierten für Fotos immer wieder mit den in Rio errungenen Goldmedaillen.

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Drei Kanu-Goldmedaillen-Gewinner der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro mit ihren fünf Goldmedaillen in Strande, v.l.: Marcus Groß, Jan Vendrey und Sebastian Brendel.

Quelle: vr: Volker Rebehn

Strande. Brendel hatte in Rio im Einer-Canadier und im Zweier über den 1000-Meter-Sprint mit Jan Vandrey seine Olympiasiege zwei und drei eingefahren. Als persönlichen krönenden Abschluss trug der 28-Jährige die deutsche Fahne bei der Abschlussfeier. Groß hatte im Zweier- und Vierer-Kajak doppelt triumphiert. Absagen musste kurzfristig Ronald Raue, der im Einer-Kajak über die 200 Meter Bronze ergattert hatte. 14 Tage vor dem Stichtag für den familiären Nachwuchs wollte Raue lieber bei seiner Frau bleiben.

 Der Strander Bürgermeister Holger Klink begrüßte die erfolgreichen Olympioniken zu Beginn des öffentlichen Empfangs: „Strande ist ein Mekka für Wassersport, Strande ist sportbegeistert – das passt. Schön, dass ihr da seid. Hoffentlich könnt ihr und eure Familien hier etwas ausspannen.“ Hinter dem Kurzurlaub an der Ostsee stand Unternehmer Reiner Rabe. Der Chef des Potsdamer Unternehmens ZAL, der mit seiner Frau viel Zeit in der Strander Wohnung verbringt, blickt auf viele Jahre als Sponsor im Spitzensport zurück. Unter anderem hat er die Fußball-Frauen von Turbine Potsdam unterstützt. Seit 2012 ist Rabe im Kanusport aktiv. „Wir kommen gerne her und fühlen uns wohl. Hier herrscht eine familiäre Atmosphäre, und da die Sportler ihre eigenen Familie so selten sehen, haben wir sie gleich mitgebracht.“ Für Sonntag hatte Rabe eine Tour auf einem Fördedampfer organisiert.

 Die Kiel-Premiere ist der Besuch im Ostseebad für die Kanuten jedoch nicht. „Wir waren schon zur Kieler Woche hier, hatten Kontakt und waren im Austausch mit den Seglern“, erzählt Rabe.

 Zum regen Austausch kam es am Sonnabend auch zwischen Besuchern und Sportlern, die die Aufmerksamkeit genossen. „Klar gab es seit den Olympischen Spielen ein paar Termine. Aber die nimmt man gerne mit, man bekommt ja auch die Anerkennung“, sagt Brendel. Sein Partner im Zweier-Canadier, Jan Vandrey, sieht das genauso: „Es war terminlich recht voll in letzter Zeit, aber mich stört das überhaupt nicht. Der Kanusport ist nicht so bekannt, und da tun solche Termine wie heute der Sportart gut.“

 Für den dritten im Bunde, Doppel-Kajak-Olympiasieger Groß, sieht das etwas anders aus: „Ich habe bei der Bundespolizei seit letzter Woche eine Ausbildung begonnen. Von daher ist es für mich im Moment schon stressig. Aber wir wollen den Leuten hier gerecht werden und den Kanusport ins rechte Licht rücken. Zudem ist es ein Erlebnis und Geschenk hier eingeladen zu werden. Die Ostsee ist genau mein Ding.“

 Die nächste Tour, die Sponsor Rabe organisieren wird, steht auch schon fest. Dann geht es nicht auf die Ostsee, sondern über die Elbe. 2017 finden die Kanu-Weltmeisterschaften im tschechischen Racice statt. „Die Strecke ist schön, aber die Unterkünfte mies“, erklärt Groß. Im Team sei eher scherzhaft die Idee entstanden, von Dresden mit einem Schiff gen Tschechien zu fahren und auf diesem vor Ort zu übernachten. Sponsor Rabe hätte daraufhin gesagt, beim Gewinn von vier Goldmedaillen in Rio würde er den Trip übernehmen. „Ja, und am letzten Wettkampftag haben wir dann die Goldmedaillen drei und vier geholt“, frohlockt Groß. „Wenn wir dort mit den Sponsoren und Familien die ganze Zeit auf dem Boot zusammen sind, kann ein gutes Teamgefühl entstehen, das man im Sport immer braucht“, blickt Groß voraus. Denn auch nach dem olympischen Triumph haben die deutschen Kanuten das nächste Edelmetall bereits fest im Blick.

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Ein Artikel von
Florian Sötje
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