12 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Auf dem Boden der Tatsachen

Kerber-Aus bei French Open Auf dem Boden der Tatsachen

Bonjour Tristesse: 115 Tage nach ihrem historischen Triumph bei den Australian Open ist Angelique Kerber gestern unsanft auf dem Boden der Tennis-Tatsachen gelandet. Beim Pariser Sandplatzspektakel in Roland Garros musste die Kielerin bereits nach der ersten Runde ihre Sachen packen.

Voriger Artikel
Hamburg Freezers kämpfen ums Überleben
Nächster Artikel
Tennis-Abenteuer beginnt am 17. Juli

War am Dienstag in Paris trotz neuen Outfits mit sich und der Tennis-Welt komplett unzufrieden: Angelique Kerber, die zum Auftakt der French Open gegen die Niederländerin Kiki Bertens mit 2:6, 6:3 und 3:6 verlor.

Quelle: Frank Molter

Paris. Die an Nummer drei gesetzte Melbourne-Siegerin unterlag der Niederländerin Kiki Bertens völlig verdient mit 2:6, 6:3, 3:6. Zudem erlebten zahlreiche weitere deutsche Profis am „schwarzen“ Dienstag ihr blaues Wunder.

Kerbers Auftaktaufgabe gegen die Weltranglisten-58. aus Wateringen war zwar als gefährlich eingestuft worden. Dass Deutschlands Nummer eins aber tatsächlich nach 1:41 Stunden Spielzeit schon am zweiten Turniertag die Rückreise antreten musste, darauf hatten nur die größten Skeptiker gesetzt. Irgendwie werde sich die an der Schulter angeschlagene Grand-Slam-Gewinnerin schon durch die erste Runde mauscheln, hieß es. Doch nur kurze Zeit nach der 2:6, 2:6-Niederlage von Stuttgart-Finalistin Laura Siegemund (Metzingen) gegen die Kanadierin Eugenie Bouchard war auch plötzlich Kerber vom Turniertableau verschwunden. „Sie hat das heute besser gemacht als ich und auch den letzten Punkt“, kommentierte Kerber ihr frühestes French-Open-Aus seit 2011 lakonisch.

Bertens mit viel Selbstvertrauen

Druckvoll und lauffreudig hatte Bertens das Geschehen auf dem Court Central Philipp Chartrier von Beginn an diktiert. Das Selbstvertrauen, das sich die 24-Jährige am vergangenen Wochenende mit dem Gewinn des WTA-Turniers in Nürnberg geholt hatte, war der Rechtshänderin deutlich anzumerken. Angelique Kerber hingegen konnte ein latentes Unwohlsein bei dem nasskaltem Wetter nicht verbergen. Oft zu spät am Ball, fehlte der Kielerin in den entscheidenden Situationen der Mut, ihrer Kontrahentin zu signalisieren, mit wem die es zu tun hat – mit Deutschlands erster Major-Siegerin seit 1999. Stattdessen rief sie: „Was soll ich machen?“ Trainer Torben Beltz, an die Frage gerichtet war, musste das Scheitern seines Schützlings auf der Tribüne zusammen mit Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner machtlos mitansehen.

Zwar ließ Kerber nach verlorenem Auftaktsatz im zweiten Durchgang ihre kämpferischen Tugenden aufblitzen und agierte aggressiver. Im finalen Satz verfiel sie jedoch erneut in alte Muster, wirkte gehemmt, verunsichert und lag schnell mit 0:3 hinten. Auch die Pause während ihrer medizinischen Auszeit half an diesem Tag nicht mehr, das Ruder – wie zum Beispiel in der ersten Runde von Melbourne – noch einmal herumzureißen. „Meine Schulter möchte ich auf keinen Fall als Entschuldigung gelten lassen“, erklärte sie später. Mit lediglich neun direkt gewonnenen Punkten (Bertens: 33) war gestern auch so nichts zu holen – auch nicht in einer ersten Runde. „Gehemmt im Zebrahemd“, umschrieb die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ in Anspielung auf Kerbes neues Dress die Verfassung der Favoritin kurz nach Spielende.

Weitere Deutsche ausgeschieden

Neben Kerber und Siegemund setzten auch Philipp Kohlschreiber, Tobias Kamke, Anna-Lena Friedsam und Jan-Lennard Struff die Niederlagenserie fort. Immerhin sorgte Julia Görges für eine positive Überraschung: Die Bad Oldesloerin bezwang nach einer ganz starken Vorstellung Melbourne-Halbfinalistin Johanna Konta (Großbritannien) mit 6:2, 6:3 und trifft nun auf Monica Puig aus Puerto Rico.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Bei SmartBets findest du alle Wettquoten und Buchmacher der 1. Bundesliga.
Mehr zum Artikel
Tennis
Angelique Kerber ist in Paris bereits in der ersten Runde ausgeschieden.

Was für eine Enttäuschung: Für Australian-Open-Siegerin Angelique Kerber sind die French Open nach nur einem Match schon beendet. Auch Philipp Kohlschreiber scheiterte sofort, es gab aber auch deutsche Siege am dritten Turniertag - und eine Hängepartie.

  • Kommentare
Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Aktuelle Sport News 2/3