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Tennis-Damen freuen sich auf Olympia

Kerber will Medaille Tennis-Damen freuen sich auf Olympia

Olympia ist der Traum fast jeden Sportlers — auch der deutschen Tennis-Damen. Noch bis zum Ende der French Open können sie Punkte für die Rio-Teilnahme sammeln. Aus Norddeutschland hoffen die Kielerin Angelique Kerber und Julia Görges aus Bad Oldesloe, dabei zu sein.

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Tennis: WTA-Turnier, 1. Runde in Stuttgart: Angelique Kerber aus Deutschland ballt gegen Beck aus Deutschland die Faust.

Quelle: Marijan Murat/dpa

Stuttgart/ Kiel. Bis zu den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro sind es zwar noch etwas mehr als 100 Tage, doch in den Köpfen von Deutschlands Tennis-Damen ist das Highlight am Zuckerhut bereits ganz nah. „Nachdem ich vor vier Jahren in London verletzt gefehlt habe, steht Olympia bei mir in diesem Jahr ganz oben auf der Liste“, sagte Andrea Petkovic beim Turnier in Stuttgart.

Als aktuelle Nummer 30 der Welt hat die 28-Jährige beste Aussichten, für die Sommerspiele vom 5. bis 21. August nominiert zu werden. Hinter Australian-Open-Siegerin Angelique Kerber aus Kiel ist sie derzeit die deutsche Nummer zwei. Maßgeblich wird die Weltrangliste am 6. Juni unmittelbar nach den French Open sein.

Höchstens vier deutsche Spielerinnen dürfen in der Einzel-Konkurrenz dabei sein. Insgesamt darf der Deutsche Tennis Bund maximal sechs Spielerinnen und maximal sechs Spieler nach Rio entsenden. Er hofft auf ein bis zwei Medaillen in Einzel, Doppel oder Mixed.

Auch Kerber hat Olympia ganz dick in ihrem Kalender markiert. „Rio ist ein absolutes Highlight in diesem Jahr“, sagte sie. „Olympia war immer ein Kindheitstraum von mir. Ich habe London mitgemacht und das war etwas ganz Besonderes. Nun freue ich mich auf Rio“, sagte die Weltranglisten-Dritte aus Schleswig-Holstein. „Ich hoffe, dass ich da mein bestes Tennis spielen und eine Medaille gewinnen kann.“

Während die Kielerin für Rio gesetzt und auch Petkovic dem Ticket sehr nahe gekommen ist, liefern sich die anderen deutschen Damen noch einen spannenden Kampf um die Olympia-Teilnahme. Deutsche Nummer drei ist derzeit Annika Beck, die am Mittwochabend in Stuttgart Kerber an den Rande einer Niederlage brachte. „Ich habe Rio jetzt vor der Saison nicht als Ziel ausgegeben“, sagte die Bonnerin. „Aber es wäre natürlich das i-Tüpfelchen, wenn ich bei Olympia dabei wäre.“

Verrückt machen will sich Beck in den nächsten Wochen deswegen aber nicht. Auch Julia Görges aus Bad Oldesloe will lieber weiter von Turnier zu Turnier schauen. „Ich kenne die Deadline und dann wird entschieden, wer fährt“, sagte die Norddeutsche. „Aber ich sage mir jetzt nicht jede Woche, dass jede Runde zählt.“ Gerne dabei wäre sie am Zuckerhut aber natürlich schon. „Ich habe Olympia vor vier Jahren mitgemacht und ich würde gerne in Rio wieder Teil des Teams sein.“

Neben der besonderen Atmosphäre bei Olympia reizt Petkovic vor allem das Ausrichterland. „Ich war noch nie in Brasilien, aber ich habe das Gefühl, dass das Land und ich sehr gut zusammenpassen könnten“, sagte die Darmstädterin. Sollte sie dabei sein, will sie sich nicht nur auf das Sportliche konzentrieren, sondern die besondere Atmosphäre an der Copacabana genießen. „Ich werde mir dann definitiv einige Dinge in Rio angucken.“ Petkovic outete sich als großer Olympia-Fan. „Ganz egal ob Sommer- oder Winterspiele, ich habe mir immer alles im Fernsehen angeschaut.“ In Rio kann sie erstmals selbst dabei sein.

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