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Baramidze dominiert Schach-Open

Kiel Baramidze dominiert Schach-Open

Nach einem souveränen Sieg in der neunten Runde gegen den Schweden Peter Lindborg gewann David Baramidze die von der Kieler Schachgesellschaft veranstalteten 28. Kieler Open mit acht Punkten und somit einem Zähler Vorsprung vor der Konkurrenz.

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Internationale Konkurrenz (v. li.): Der glückliche Sieger David Baramidze mit dem Dritten Jacek Stopa (Polen) und Zweiten Alexander Dgebuadze (Belgien).

Quelle: Volker Rebehn

Kiel. Ein so klarer Vorsprung ist selten bei offenen Turnieren. Entscheidend war die siebte Runde, als David die Nr. 2 der Rangliste, den polnischen Großmeister Jacek Stopa, in einer Kurzpartie besiegen konnte, als Stopa seinen Königsflügel zu früh öffnete. Der Pole versuchte noch in der letzten Runde in einer fünfstündigen Partie gegen den Magdeburger Miko Stolz, wenigstens den zweiten Platz zu belegen, aber Miko Stolz verteidigte gut und erreichte ein Remis. So musste der Sieger der Jahre 2012 und 2013 mit dem vierten Platz zufrieden sein.

 131 Schachspieler aus zwölf Ländern, darunter 13 Titelträger, kämpften eine Woche lang in der Rudergesellschaft Germania in zwei Turnieren um die Preise. Trotz gleichzeitiger Turniere in Kopenhagen und Hamburg fanden allein sechs Großmeister den Weg nach Kiel. Zwei von ihnen, Leonid Voloshin aus Tschechien und Thomas Ernst aus Schweden, kamen wegen der starken Konkurrenz nicht in die Preisränge. Dagegen schafften es mit Giso Jahncke (Preetz) und Jonah Krause aus Bargteheide zwei Schleswig-Holsteiner mit jeweils 6,5 Punkten. Mit ihren Plätzen fünf bzw. sieben konnten sie ihre ELO-Zahl um mehr als zehn Punkte verbessern.

 Im B-Turnier konnte der erst 14 Jahre alte Magnus Arndt vom SK Doppelbauer Kiel seine Wertungszahl sogar um 200 Punkte verbessern, sein Nachteil: Im kommenden Jahr ist er zu gut für das B-Turnier. Er gewann mit deutlichem Vorsprung nach acht Siegen und nur einem Remis mit 8,5 Punkten vor Frank Stolzenburg (HSK Hamburg) und dem Jugendlichen Urs Arved Untiedt (SC Agon Neumünster). Bei der Preisverteilung gab es für die teilnehmenden Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren als Sonderpreis einen von David Baramidze signierten Fussball, damit nach stundenlanger Konzentration die Bewegung nicht zu kurz kommt. Richard Müller (Aue), Finnley Paolella und Keyvan Farokhi (SK Doppelbauer), Max Pick (Kerpen) , Circe und Sebastian Janse (Rotterdam) wollen dem Großmeister nacheifern. Sebastian beendete das Turnier in der Meisterklasse als Bester seiner Wertungsgruppe, gegen starke Gegner holte er fünf Punkte. Turnierleiter Hans Jürgen Hahne und Gerhard Meiwald wurden für ihre Leitung gelobt, Fairness wurde groß geschrieben: Der Dresdner Internationale Meister Cliff Wichmannn gab eine Partie remis, obwohl sein Gegner nur noch zwei Sekunden Zeit auf seiner Uhr hatte. „Meine Stellung war nicht gut. Nur über die Zeit will ich nicht gewinnen“, meinte er. Das bedeutendste Kieler Schachturnier soll 2016 in ähnlich starker Besetzung stattfinden.

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Ein Artikel von
KN-online (Kieler Nachrichten)

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