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Ein Wochenende im Lauf-Fieber

Kiel Lauf Ein Wochenende im Lauf-Fieber

Was 1986 mit einem Feld von 1350 Läufern begann, hat sich in der Landeshauptstadt zum Kult-Lauf gemausert. Am Sonntag gehen wieder über 10.000 Hobby- und Profiläufer auf sechs Strecken beim Kiel-Lauf an den Start. Auch Kieler Olympioniken sind dabei.

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Sparkassen-Chef Götz Bormann (links) und Rainer Ziplinski freuen sich schon auf das Laufwochenende in Kiel.

Quelle: Sonja Paar

Kiel. Am Sonntag wird's rot in der Kieler Innenstadt. Über 10.000 Läufer werden beim Kiel-Lauf mit ihrer Startnummer das begehrte Teilnehmershirt entgegennehmen, das jedes Jahr seine Farbe wechselt. "Wir haben uns dieses Jahr mal wieder für das klassische Rot entschieden", sagt Organisator Rainer Ziplinsky.

Der Geschäftsführer von Zippel's Läuferwelt und sein Helferteam standen bei der Planung des diesjährigen Laufes vor einigen Herausforderungen. Besonders die zahlreichen Baustellen entlang der Strecke hielten die Planer in Atem. Doch rechtzeitig zum Startschuss ist der Weg frei. "Seit einer Woche ist der Knooper Weg wieder geöffnet, es sieht also gut aus, dass wir heile die Strecke laufen können", sagt Ziplinsky.

Bereits im vergangenen Jahr war die Streckenführung mit Blick auf die Bauarbeiten verändert worden. Die Läufer müssen sich also nicht erneut umstellen. Einzig für die Bambinis gibt es eine Neuerung: Die kleinsten Läufer starten nun schon um 8.30 Uhr, dürfen dafür aber auch ins Ziel der "Großen" am Rathausplatz einlaufen.

"Das Lauffieber hat Kiel wieder erreicht", sagt Götz Bormann, Vorstandsvorsitzender der Förde Sparkasse, die das Event als Hauptsponsor unterstützt. Das zeigt sich auch an den Anmeldezahlen, die seit 2012 verlässlich die 10.000-Teilnehmer-Marke knacken. "Anfang Juli mussten wir das Feld schließen", sagt Ziplinsky. Da war die maximale Teilnehmerzahl von 10.000 Startern erreicht. "Mehr können wir aus logistischen Gründen nicht zulassen."

Mit dabei sind einmal mehr die "Local Heroes" und Kieler Olympioniken Maya Rehberg und Steffen Uliczka. Dazu kommen der Sieger des diesjährigen Kiel-Halbmarathons, Mansor Farah, und EM-Teilnehmerin Isabell Teegen - sowie auf der Halbmarathon-Distanz - sechs bis acht afrikanische Läufer. "Das sind sicherlich die Favoriten", sagt Ziplinsky. "Die Mischung aus Spitzensportlern und der großen breiten Masse ist also wieder gegeben."

Dazu zählen auch Kiel Oberbürgermeister Ulf Kämpfer, der für den Volkslauf (10,4 Kilometer) gemeldet hat, und Daniel Günther. Der schleswig-holsteinische Ministerpräsident wollte ursprünglich beim Halbmarathon starten, wird wegen einer Verletzung voraussichtlich aber im Volkslauf antreten, der mit 4800 Meldungen die populärste Strecke ist. Eine weitere Herausforderung für die Organisatoren. Immerhin starten auf Wunsch der Zeitnehmerfirma erstmals alle Teilnehmer in einem Block. "Daniel Günthers Personenschützer sind die einzigen, die auf der Strecke mit Fahrrädern unterwegs sein dürfen", sagt Ziplinsky.

Erstmals trafen die Organisatoren auch Maßnahmen zur Gefahrenabwehr. So werden zum Beispiel die Straßen, die zum Rathausplatz führen, wie bei der Kieler Woche mit großen Sandsäcken blockiert, um Amokfahrten zu verhindern. "In Vollendung können wir den Lauf nicht schützen. Aber auch die Polizei wird präsenter sein als in den Jahren zuvor", sagt Ziplinsky.

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