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Bahneröffnung mit Nässe und Kälte

Kieler TB Bahneröffnung mit Nässe und Kälte

Eigentlich bevorzugen sie Sonne und Wärme, doch nach dem perfekten Start im vergangenen Jahr mussten Schleswig-Holsteins Leichtathleten bei der diesjährigen Bahneröffnung des Kieler TB Regen und Kälte über sich ergehen lassen.

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Maya Rehberg (292) musste nach überstandener Erkältung auf der letzten Runde abreißen lassen.

Quelle: Jennifer Zornig

Kiel. So gab es zum Saisonstart nur vereinzelt Top-Resultate der 400 Athleten aller Altersklassen, die am Sonnabend im Kieler Uni-Stadion an die Starts gingen. Die kürzeste Anreise hatte dabei Hindernisläuferin Maya Rehberg (SG TSV Kronshagen/Kieler TB), die auf der heimischen Trainingsanlage ihren ersten Bahnwettkampf in der Olympiasaison bestritt. 3000 Meter, allerdings noch ohne Hindernisse, legte die wohl aussichtsreichste Olympiakandidatin des schleswig-holsteinischen Leichtathletikverbands in 9:20,37 Min. zurück. Vor ihr landeten nur ihre Nationalmannschaftskolleginnen Caterina Granz (Berlin), Jana Sussmann (Hamburg) und Tabea Themann (Niedersachsen). „Natürlich wäre Maya heute gerne unter 9:20 gelaufen, aber die Zeit geht voll in Ordnung. Nach ihrer Erkältung hätte sie die Tempoverschärfung von Caterina lieber nicht mitgehen sollen, deshalb wurde es hinten heraus sehr schwer. Doch auf dem Weg nach Rio sind wir voll im Soll“, gab sich Trainer Andreas Fuchs zufrieden.

Ebenfalls Grund zur Freude hatte Trainerkollege Sören Kuhn vom SC Rönnau 74. Seine 3x800-m-Frauenstaffel erfüllte im Alleingang die Qualifikation für die deutschen Meisterschaften und war dabei mit 6:57,37 Min. deutlich schneller als geplant. „Da alle drei in diesem Jahr zu sehr unterschiedlichen Zeiten ihre Saisonhöhepunkte haben, wollten wir die Quali möglichst schnell abhaken und sind das Rennen ohne große Erwartungen angegangen. Dass dabei letztendlich unsere 400-m-Sprinterin Anna mit 2:16 Min. sogar die schnellste Zeit läuft, hat mich selbst ein wenig überrascht“, verriet Erfolgstrainer Kuhn.

Ein gelungenes Comeback gab hingegen Altenholz Hochsprung-Ass Selina Schulenburg, die nur dreieinhalb Monate nach ihrem Bänderriss im linken Sprunggelenk bereits wieder über 1,70 m floppte.. „Der Trainingsrückstand muss jetzt natürlich erst einmal aufgeholt werden, aber die heutigen Sprünge stimmen uns schon wieder ganz zuversichtlich für den Sommer“, waren sich Schulenburg und ihr Trainer Karsten Ralfs einig.

Deutlich langsamer verläuft die Rückkehr von Zehnkämpfer Matthias Prey (SC Rönnau 74). Nach seinem schweren Hürdensturz in Ratingen und daraus resultierenden Kreuzbandverletzungen in beiden Knien waren bisher nur Starts in den Wurfdisziplinen möglich. Die Zwei-kg-Diskusscheibe flog mit 46,04 m allerdings schon wieder am weitesten. Mit Comebacks kennt sich auch Routinier Meinert Möller vom TuS H/Mettenhof bestens aus. Der M50-Sprinter, der vor einem Monat Senioreneuropameister mit der nationalen 4x200m-Staffel wurde, scheint nach langer Verletzungspause nichts von seiner Spritzigkeit verloren zu haben und mischte die Sprintkonkurrenz der Männer mit den Plätzen vier, fünf und sechs ordentlich auf.

Erfolgreichste Athletin mit insgesamt vier Disziplinsiegen war Wellingdorfs Mehrkämpferin Pauline Helm, die allerdings wie die meisten anderen Sprinter und Springer ordentlich mit den Bedingungen zu kämpfen hatte. Langarm-Shirts und lange Hosen zählten diesmal ebenso wie Regenschirme und Regenjacken zur wichtigsten Ausstattung der Teilnehmer. „Auch wenn das Wetter natürlich die Gefühlslage jedes Einzelnen gedrückt hat, war die allgemeine Stimmung durchweg sehr positiv, und alle Teilnehmer hatten dennoch ihren Spaß“, freute sich Organisatorin Martina Bach.

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