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Die Fetzen flogen bis zur Erschöpfung

Kieler-Woche-Auftakt Die Fetzen flogen bis zur Erschöpfung

Zum traditionellen Kieler-Woche-Auftakt zu Lande, dem 26. Schietwettercup im 7-er Rugby herrschte wieder Hully-Gully auf dem ehrwürdigen Rasen der Sportanlagen am Westring.

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Weltoffen und mit purer Lebensfreude

Rassige Rugby-Duelle erlebten die Fans auf dem Prof. Peters-Platz wie hier zwischen dem Adler-Akteur (re.) und dem Angreifer des Hamburger Rugby- Clubs.

Quelle: Sascha Klahn

Kiel. Der Prof.-Peters-Platz, Tempel von Kiel Rugby, mutierte zum Treffpunkt der internationalen Rugby-Gemeinde. Und in diesem Jahr konnte sich Veranstalter FT Adler zugute halten: Es hatten sich durch die Bank Elite-Teams versammelt, der Kampf um den Pott war mit über 20 Konkurrenten hochklassig wie selten besetzt.

So bekamen die Zuschauer auf sämtlichen drei Spielfeldern spektakuläre Action geboten, temporeiche Partien, viel lauf- und passorientierter als 15-er-Rugby, mit technischen Schmankerln wie trickreiche Offloads (späte Pässe) bereits getackelter Spieler, athletische Runs oder geschickte Dummies und Steps. Schon in den Vorrunden ging es offensichtlich ernsthaft zur Sache, Frotzeleien und Spässeken blühten allein am Spielfeldrand. „Nach mehreren Touren übers gesamte Geläuf schnappt man nur noch nach Luft und hofft, dass die zweimal sieben Minuten bald vorüber sind“, beschreibt ein 15-er-Erstliga-Routinier das Problem.

Eine gewisse Lässigkeit verbreiteten die Männer der British Navy: „Wir wollen guten Sport zeigen und prima Botschafter sein. Daher trinken wir auch nicht, vor allem kein Bier,“ posaunte Teamcaptain Dan Phillips von der HMS Ocean, den flugs geleerten Becher schwenkend. Zustimmung aus dem Pulk der Kameraden, die den Jägermeister hervorholten. Denn es wartete das Match gegen die FT Adler. Die agierten leichtfüßiger und gewannen 20:10. „Für uns spielen heute die wieder Gehfähigen“, flachste Rugby-Chef Eric Joppien. „Das erste harte Fitnesstraining vom Mittwoch hinterließ Spuren“.

Nach den Gruppenspielen kristallisierten sich die Favoriten heraus: Berlin, St. Pauli, Hannover, Germania List. Die Potsdamer hatten ihre Getränkebatterie früh stark dezimiert, für sie blieb nur der Toprang unter den Zweitplatzierten. Bei der Bierversorgung aus dem Zapfhahn bewährten sich praktische Zehner- und Zwanzigercoupons, Adler-Hardcorefan Niels hatte sich rechtzeitig eingedeckt und konnte so in prächtiger Stimmung entspannt die Finals genießen.

Da triumphierte bei den Damen Cup-Verteidiger St. Pauli, bei den Herren besiegte Favorit Berliner RC in einem fesselnden und harten Duell mit 19:10 den FC St. Pauli. Während der Shield (Bester 3.) an Ocean II ging und sich Kiel den Bowl (Bester 3.) griff, heizten die Braunschweiger schon mal ihren Grill auf dem Rasen an.

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