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Herrlich wechselhafter Saisonauftakt

Maior vor Schilksee Herrlich wechselhafter Saisonauftakt

Es war ein herrliches Segel-Wochenende, darin waren sich alle Teilnehmer einig. Die Maior (Mai Offshore Regatta) vor Schilksee bildete am Wochenende den Auftakt in die Segelsaison auf der Kieler Förde.

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Bei den J/70 blieben die Wettfahrten bis zum Schluss ein Segel-Krimi.

Quelle: Christan Beeck

Kiel. Die wechselnden Bedingungen von Starkwind am Freitag bis beinah gänzlicher Windstille am Sonnabend und Sonntagnachmittag verlangten den Crews der mehr als 65 Boote einiges ab.

 „Es war wunderschön, der 1. Mai war ein echter Frühlingstag“, sagte Martin Menzner. Der Kieler segelte am Steuer der „Pike“ recht souverän zum Sieg in der neun Boote umfassenden J/80-Konkurrenz. „Für die Frühe der Saison sind wir zufrieden“, erklärte Menzner, bescheinigte Boot und Crew jedoch auch noch deutlich Luft nach oben. „Das Boot ist so wenig wach wie wir“, lautete sein Fazit.

 Dabei segelte der Kieler in acht Wettfahrten fünfmal auf Platz eins und stellte schon am ersten Tag die Weichen auf Sieg. Dort, bei Starkwind-Bedingungen, segelte er ebenso erfolgreich wie bei Mittelwind und Regen am Sonnabendvormittag und fast eingeschlafener Brise am Sonnabend. „Wir hatten an diesem Wochenende wirklich alle Bedingungen. Es war alles sehr gut segelbar“, sagte Menzner.

 Ebenso viel Freude am Segeln und am Ergebnis hatten die neun Crewmitglieder des neuen Projekts „Sydbank“ von Steuermann Torsten Bastiansen. Die X-41 segelte in der ORC-II-Klasse zum Sieg, lieferte sich dabei ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der dänischen „Joki“ von Kim Jensen, hatte am Ende drei Nettopunkte Vorsprung. „Das war ein herrlicher Abschluss nach wechselhaften Segeltagen“, zog Sven Christensen ein Fazit.

 Und das trotz leichter Anlaufschwierigkeiten: Am Freitag trat die „Sydbank“ zur dritten Wettfahrt nicht an – ihr fehlte das „Segel drei“ für Starkwind-Bedingungen.

 „Wir hatten leider nur Segel für Wind bis 25 Knoten dabei, die anderen sind nicht rechtzeitig fertig geworden“, erklärte Christensen. „Wir wollten nichts riskieren und haben lieber verzichtet – in der Hoffnung, dass noch Wettfahrten kommen.“ Das frühe Streichergebnis sollte sich nicht rächen.

 Insgesamt war die Crew der „Sydbank“ zufrieden mit dem Saisonstart. „Wir sind das erste Mal mit unserem Großsegel gefahren, auch der Spinnaker ist erst am Freitag gekommen. Wir brauchen einfach noch mehr Erfahrung mit den verschiedenen Bedingungen auf dem neuen Boot. Es ist wesentlich agiler und kommt schneller in Fahrt als die XP-38“, beschreibt Christensen. Das Ziel für seine Crew wie für alle ORC-Segler: Die Weltmeisterschaft der Seesegler in Kopenhagen im Juli. Bis dahin gilt es, auf Touren zu kommen – eine weitere Standortbestimmung auf dem Weg dorthin ist die deutsche Meisterschaft während der Kieler Woche.

 Bei der größten Segelveranstaltung der Welt tragen die J/70 ihre Europameisterschaften aus. Die Einheitsklasse nutzte die Maior daher ebenfalls als Fingerzeig für die eingeläutete Saison. Im 18 Boote starken Feld setzte sich der Hamburger Carsten Kemmling mit nur elf Punkten in acht Wettfahrten durch. In der „Königsklasse“ ORC I, in der lediglich drei Boote am Start waren, gewann die in auffälligem Schwarz gehaltene „Silva Neo“ mit Skipper Dennis Gehrlein mit zwei Punkten Vorsprung, im ORC-III/IV-Feld siegte der Däne Michael Mollmann auf der „Hansen“.

 „Die Maior war ein exzellentes Auftaktfestival für die Regattasaison“, sagte der oberste Wettfahrtleiter Eckart Reinke. Selbstkritisch fügte er hinzu, dass die Maior auch ein „Auftaktevent für die Organisation und Wettfahrtleitung ist“. So musste man sich erst in das Scoring System der ORC-Klassen wieder hineinfinden, was am Freitag zu falschen Ergebnissen führte. Doch schon am Sonnabend war das behoben – so konnten alle Teilnehmer am frühen Sonntagabend die Siegerehrung in strahlendem Sonnenschein genießen.

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Ein Artikel von
Niklas Schomburg
Sportredaktion

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