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Im Team zur Cross-EM

Maya Rehberg Im Team zur Cross-EM

Hindernisläuferin Maya Rehberg verpasste in Tilburg zwar die Individualnorm, hat aber Flück: Sie steht dennoch im DLV-Quartett, dank einer Mannschaftsnominierung.

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Ist dankbar für die DLV-Nominierung für die EM: Maya Rehberg aus Kiel.

Quelle: Michael Kappeler/dpa (Archiv)

Tilburg. Es schien alles so leicht, beinahe wie ein Abo, das Maya Rehberg als Jugendliche mit dem Crosslauf geschlossen hatte und erst mit dem Ende der sportlichen Laufbahn auslaufen würde. Doch im verflixten siebten Jahr ist die amtierende deutsche Meisterin in ihrer Domäne auf einmal auf Hilfe angewiesen. Denkbar knapp verpasste sie im niederländischen Tilburg die Norm für die Europameisterschaften im Crosslauf in Chia auf Sardinien am 11. Dezember. Rehberg musste auf eine Mannschaftsnominierung seitens des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) setzen. Und der Wunsch erfüllte sich: Gestern nominierte der Verband eine fünfköpfige U23-Mannschaft. Damit nimmt Maya Rehberg zum siebten Mal in Folge an den Europameisterschaften im Gelände teil.

Spätestens seit ihrem Auftritt in Pforzheim vor zwei Wochen war klar, dass es im Klassefeld von Tilburg für Rehberg schwer werden würde mit der individuellen EM-Norm. Nach der Überfliegersaison mit EM- und Olympia-Teilnahme hatte die junge Hindernisläuferin nach der Saisonpause nur schwer wieder in den Tritt gefunden. Ihre zwei Jahre jüngere Itzehoer Konkurrentin Anna Gehring lief Rehberg nicht nur im Trainingslager, sondern auch wenig später im Wettkampf in Pforzheim auf und davon. „Ein Scheißgefühl“, gab Rehberg zu und meinte damit vor allem ihre läuferische Verfassung, die derzeit weit von ihren Glanzzeiten im Sommer abweicht.

Nach Platz zwei in Pforzheim war die Hoffnung am Leben, mit einer Top-20-Platzierung in Tilburg ihre siebte Cross-EM-Teilnahme klarzumachen. Fast eine Minute langsamer als im Vorjahr stand in den Niederlanden jedoch nur Platz 21 zu Buche. „Damit konnte man ehrlich gesagt schon ein wenig rechnen“, gestand Erfolgstrainer Andreas Fuchs, der seiner Athletin aber keinen Druck macht: „Wozu denn? Maya hat in diesem Jahr so viel erreicht. War die ganze Zeit voll fokussiert und hat sich toll gesteigert. Da ist doch klar, dass sich die Prioritäten im Winter kurzfristig verschieben und die körperliche Verfassung ein wenig darunter leidet.“

Das Studium nahm in den letzten Wochen wieder deutlich mehr Zeit in Anspruch. „Nach der langen Saison hatte die Uni wieder den Vorrang. Das geht dann natürlich ein wenig zulasten des Trainings“, so Rehberg. Der Weg zur Cross-EM war dadurch allerdings noch nicht komplett verbaut, denn mit Gehring (2./Itzehoe), Caterina Granz (6./Berlin) und Carolin Kirtzel (12./Hamburg) präsentierten sich in Nordbrabant drei DLV-Läuferinnen in Top-Form. Mit ihnen könnte Rehberg jetzt ein gewichtiges Wörtchen in der Teamwertung mitreden. Vielleicht springt ja doch noch die sechste EM-Medaille bei der siebten Teilnahme heraus.

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Foto: Maya Rehberg schnürte ihre Schuhe bei den Olympischen Spielen in Rio.

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