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Magen streikt in Neuseeland

Mona Barthel Magen streikt in Neuseeland

Ein Infekt zwang Mona Barthel am Montag nach 49 Minuten Spielzeit gegen die Russin Swetlana Kusnezowa die Partie bei den ASB Classics abzubrechen. Kein guter Start für die Neumünsteranerin, die Weihnachten in ihrer Heimat verbracht hat.

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Mit Trainer Sönke Capell (re.) bereitete sich Mona Barthel in Neumünster auf die neue Saison auf der WTA-Tour vor.

Quelle: Jörg Lühn

Neumünster. Die Weihnachtszeit ist vorüber. Zum ersten Mal seit fünf Jahren verbrachte Profi Mona Barthel das Fest wieder zu Hause im Kreise der Familie in Neumünster. „Das ist mein Ruhepol“, sagte die 25-Jährige, bevor es sie noch vor dem Jahreswechsel schon wieder nach Auckland (Neuseeland) zog, wo sie am Montag bei den ASB Classics ihre Erstrundenbegegnung gegen die Russin Swetlana Kusnezowa nach 49 Minuten beim Stande von 2:6, 1:1 aufgrund eines Infekts aufgeben musste. „Leider habe ich mir zuvor eine Magen-Darm-Erkrankung zugezogen und konnte nicht weiterspielen“, sagte die 25-Jährige.

 Wahrlich kein guter Start ins verflixte siebte Profijahr für die gebürtige Bad Segebergerin. Es beginnt auf Weltranglistenplatz 45 und soll sie zwischen dem 5. und 21. August zu den Olympischen Spielen nach Rio de Janeiro führen. Als viertbeste deutsche Spielerin hinter Angelique Kerber (WTA 10), Andrea Petkovic (24) und Sabine Lisicki (32) will Barthel diesem Trio auf den Fersen bleiben. „Aber ich habe überhaupt keinen Druck“, sagte sie.

 Schließlich verlief das erste Halbjahr 2015 nach Bänderriss im Sprunggelenk, Grippe und Handgelenksentzündung mehr schlecht als recht. Allein elf Erstrunden-Niederlagen standen bis zu den French Open, dem zweiten Grand-Slam-Turnier des Jahres, im Protokoll. „Ich brauche also nicht viele Punkte zu verteidigen und kann entspannt in die Saison starten“, sagte Barthel.

 Nach Paris wird diesmal der Cut für die Olympia-Nominierung erfolgen. Zu ihren Rivalinnen zählen noch Julia Görges (50), Annika Beck (58) und Carina Witthöft (64), die sich ebenfalls Chancen auf eine Teilnahme bei den Spielen am Zuckerhut ausrechnen. „In jedem anderen Land wäre ich sicher dabei, aber Deutschland hat eben sehr viele gute Tennisspielerinnen“, sagte sie.

 Darüber hinaus besteht noch eine zweite Chance als Doppelspielerin. Zusammen mit der Stuttgarterin Laura Siegemund startet Barthel zunächst als feste Partnerin und will Bundestrainerin Barbara Rittner die Entscheidung so schwer wie möglich machen. Deutschland darf neben vier Einzelspielerinnen zwei Doppelpaare aufstellen. „Ich war 2012 in London dabei, und es wäre toll, noch einmal ins Olympische Dorf einzuziehen“, sagte Barthel.

 Dazu hat sie in den vergangenen Wochen hart mit Trainer Sönke Capell in der Blauen Halle in Neumünster gearbeitet. Den ersten Teil der Freiluft-Vorbreitung übernahm absprachegemäß Jérôme Adamec auf Mallorca.

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