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Schwerstarbeit im "Sandkasten"

Motocross in Tensfeld Schwerstarbeit im "Sandkasten"

Waghalsige Sprünge, eine unglaublich kräftezehrende Strecke für die Fahrer und ein Jubiläum: Am Wochenende gastierte der europäische Motocross-Tross zum hundertsten Rennen der Serie ADAC MX Masters in Tensfeld und bot den Fans wieder einmal spektakulären und spannenden Sport.

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Sehenswerte Sprünge und Rennmanöver bekamen am Wochenende beim ADAC MX Masters in Tensfeld rund 7500 Zuschauer zu sehen.

Quelle: Uwe Paesler

Tensfeld. An beiden Tagen strömten etwa 7500 Zuschauer auf die Anlage des MCE Tensfeld und ließen sich auch vom Nieselregen am Sonntag nicht die Laune verderben. Diese war nach einem anstrengenden Renntag bei Dennis Ullrich (KTM Sarholz Racing Team) ebenfalls bestens. Der Spitzenreiter der MX Masters-Serie baute seinen Vorsprung mit einem fünften und einem zweiten Platz aus, obwohl der Parcour im „Sandkasten“ von Tensfeld dem Gesamtsieger des Vorjahres nicht wirklich schmeckte. „Ich fahre nicht so häufig im Sand. Von daher musste ich mich im ersten Rennen erst mal einfahren“, sagte Ullrich, der in Tensfeld erstmals seit 2010 wieder auf dem Podium landete und im Gesamtklassement souverän mit 216 Punkten vor dem Belgier Jens Getteman (Team Pfeil Kawasaki, 165 Punkte) vorne liegt.

Henry Jacobi sammelt in Tensfeld die meisten Punkte

Einen lang ersehnten Tagessieg feierte Henry Jacobi (STC Racing) mit 42 Punkten nach Platz zwei im ersten und Platz drei im zweiten Lauf. „Ich war im Freien Training, im Zeit-Training und beim Warm-Up am schnellsten. Dass es in beiden Läufen dann nicht zum ersten Platz gereicht hat, ist aber durch den Tagessieg natürlich nicht schlimm“, sagte Jacobi nach der verrichteten Schwerstarbeit auf der Strecke. „Das hier ist natürlich die anstrengendste Strecke der gesamten Saison, macht aber trotzdem Spaß“, erklärte der 20-Jährige. Mit dem „extrem ausgefahrenen und von Rillen und kleinen Löchern durchzogenen“ 1850-Meter-Kurs hatte auch Lokalmatador Mike Stender (Team Castrol Power 1 Suzuki Moto-Base) aus Eutin zu kämpfen. Sein Ziel, zweimal in die Top Ten zu fahren, erreichte der 26-Jährige mit Platz sieben im ersten Rennen nur zur Hälfte. „Zum Anfang konnte ich ein gutes Tempo mitgehen und habe gute Sprünge gefunden“, sagte Stender, der zur Mitte des ersten Laufes jedoch nach einem kleinen Fehler mit dem linken Fuß in der Erde hängen blieb. „Ich habe mir kürzlich an dem Fuß den Mittelfußknochen gebrochen“, erklärte Stender nach dem Rennen.

Pause kommt für Stender zur richtigen Zeit

„Nun sind erst mal drei Wochen Pause. Das ist ganz gut“, sagte Stender mit Blick auf seinen bandagierten Fuß. Sein Heimspiel konnte er dennoch genießen. „Man macht sich etwas mehr Druck, weil viele Freunde und die Familie da sind. Aber es motiviert auch sehr, wenn du an jeder zweiten Kurve die Leute jubeln hörst.“ Für den Eutiner und das restliche Fahrerlager geht es in der MX Masters-Serie Ende August beim vorletzten von sieben Rennen im baden-württembergischen Gaildorf weiter, ehe das Finale am 24. September in Holzgerlingen ansteht.

Ob die Großen beim MX Masters oder die Nachwuchs-Fahrer beim Youngster und Junior Cup - ihr fahrerisches Können zeigten am Wochenende in Tensfeld alle Motocross-Asse.

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Ein Artikel von
Florian Sötje
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