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Kieler Kreisgericht bestraft Med SV

Nach Eklatspiel Kieler Kreisgericht bestraft Med SV

Sieben Wochen nach dem Eklatspiel der Kieler Kreisklasse A zwischen dem FC Süd Kiel und dem Med SV hat das Kreisgericht des Kreisfußballverbandes Kiel nach der Anhörung von 13 Zeugen am Wochenende seine Urteile gefällt: Das Spiel wird mit 3:1 Toren und drei Punkten für den FC Süd Kiel gewertet.

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Das Fußball-Kreisgericht hat über das Eklatspiel entschieden.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer (Archiv)

Kiel. Das entspricht dem Spielstand beim Abbruch nach 88 Minuten. Der Med SV wird nach Paragraf 37 der Spielordnung des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes mit einer Geldstrafe von 500 Euro belegt, weil die Zuschauerausschreitungen und Bedrohungen nach dem Spielabbruch ersichtlich aus den Reihen der Gästezuschauer kamen. Damit haftet der Gastverein.

 Med-Spieler K. (Name der Redaktion bekannt), der schon während des Spiels wegen einer Tätlichkeit des Feldes verwiesen worden war und dafür bereits sanktioniert wurde, wird für weitere zehn Spiele gesperrt, weil ihm nachgewiesen werden konnte, dass er nach Spielabschluss den Schiedsrichter bedroht und letztlich mit einem Schlag tätlich angegriffen hat. Zudem muss K. zwei Lehrabende für Schiedsrichter besuchen und 100 Euro Geldstrafe zahlen.

 Irfan Eren, damals Trainer des Med SV und am Tag nach dem Eklatspiel freigestellt, wird wegen eines Trittes gegen den Schiedsrichter bis zum 30. September 2016 sowohl für den Spielbetrieb als auch für jede andere Funktion als Verantwortlicher eines Vereines gesperrt. Außerdem wurde ein Geldbuße in Höhe von 200 Euro verhängt.

 Ein weiterer Spieler des Med SV wurde hingegen freigesprochen. Ihm konnte kein Fehlverhalten nachgewiesen werden.

 Die Prozesskosten tragen jeweils zu einem Drittel der Med SV, der Spieler K. und Ex-Trainer Eren, die in den nächsten zwei Wochen gegen dieses Urteil in Berufung gehen können.

 „Das ist kein salomonisches Urteil, sondern es entspricht dem Sachverhalt. Wegen Zuschauerausschreitungen kann man Vereine nur bedingt zur Rechenschaft ziehen. Die Verhandlung lief in einem ruhigen und vernünftigen Rahmen ab. Es soll ein Fingerzeig sein, dass sich solche Szenarien nicht wiederholen dürfen“, erklärte der Vorsitzende des Kieler Kreisgerichts, Frank Bornhöft, nach der fünfstündigen Verhandlung im Sportheim von Eintracht Kiel.

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KN-online (Kieler Nachrichten)

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