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Veilchen starten mit neun Minuspunkten

Neumünster Veilchen starten mit neun Minuspunkten

Schwerer Schlag für drei Fußball-Klubs im KFV Neumünster. Weil der SH-Ligist VfR, Verbandsligist Olympia und Kreisligist TSV Gnutz sogenannte Zähl-Schiedsrichter fehlen, wurde das Trio mit Punktabzügen und Geldstrafen belastet.

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Der neu zusammengestellte SH-Liga-Mannschaft des VfR Neumünster muss mit neun Minuspunkten in die Spielzeit starten.

Quelle: Jörg Lühn

Neumünster. „Uns bleibt keine Möglichkeit, wir müssen alle gleich behandeln“, sagte KFV-Vorsitzender Stephan Beitz.

 Am härtesten betroffen sind die Wiederholungstäter VfR und Olympia, die im vierten Jahr in Folge ihr Schirisoll nicht erfüllten und mit neun Minuspunkten in die Saison starten. Weiteres Handicap für die Veilchen: Die zweite Mannschaft wird als Folge vom Spielbetrieb in der Kreisliga ausgeschlossen. Hinzu kommt eine Ordnungsstrafe von 750 Euro. „Wir haben die Daten der gemeldeten Mannschaften und die Schiedsrichter-Meldezahlen abgeglichen. Nach dieser Rechenaufgabe hat der VfR zwei Zähl-Schiedsrichter zu wenig“, sagte Spielausschuss-Obmann Gerd Freisler nach der KFV-Vorstandssitzung.

 Der VfR meldete für die kommende Saison – inklusive der SG mit dem TSV 05 – sieben Mannschaften. Dafür hatte er fünf Schiedsrichter. Hätte TSV 05 zwei Schiris an den VfR ausgeliehen, wäre die Strafe abgewendet worden. „Dieser Paragraf ist von Winkel-Advokaten erfunden worden. Mir wurde von Horst Dobro (Vorsitzender Jugend-Ausschuss im KFV, d. Red.) im Beisein von Kai Schlotfeldt (Jugendobmann VfR, d. Red.) gesagt, dass die Zuordnung der Schiedsrichter keine Bedeutung habe“, sagte Thomas Schulze vom TSV 05. VfR-Liga-Trainer Thomas Möller trug die Nachricht mit Fassung: „Der VfR ist immer für eine Überraschung gut, wir machen ganz ruhig weiter.“

 Unaufgeregt reagierte Olympia-Manager Ralf Hartmann. „Dass das Damoklesschwert über uns schwebt, wussten wir. Für die Mannschaft tut es mir leid.“ Unverständnis zeigte der einstige VfR-Spieler zum Ausschluss des VfR II: „Abmeldungen von Mannschaften machen den Fußball kaputt.“ Olympias Liga-Trainer Wolf-Rüdiger Jung will das Thema schnell abhaken und Punkte holen.

 Der MTSV meldete drei statt der geforderten fünf Zähl-Schiedsrichter. Da der Traditionsverein seinen Fehlbestand zum Vorjahr halbierte, bleibt ihm die Streichung des vorsichtshalber gemeldeten zweiten Herren-Teams in der A-Klasse erspart. Allerdings fehlt den Grün-Weiß-Roten dafür das Spielerpersonal. Das könnte sich bald ändern. Um weiter am Spielbetrieb teilzunehmen, bräuchten die Reserve-Veilchen den Stadtwald nicht einmal zu verlassen. „Wir werden uns um die Spieler bemühen“, sagte Jung, dessen Verbandsligakader noch Zugänge verkraften könnte.

 Der Kreisliga-Aufsteiger TSV Gnutz wurde mit drei Minuspunkten und 500 Euro bestraft. Alle drei Vereine haben 14 Tage Zeit, gegen diese Entscheidung Beschwerde beim Schleswig-Holsteinischen Fußballverband einzulegen. „Wir werden das sehr genau prüfen und entsprechend reagieren“, sagte VfR-Vorsitzender Gerd Grümmer.

Von Torge Meyer und Jörg Lühn

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