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Nikolaus auf schnellen Sohlen

Schwentinental Nikolaus auf schnellen Sohlen

Mehr als 1000 Teilnehmer hatten am Sonntag ihre Laufschuhe geputzt und drückten beim 32. Klausdorfer Nikolauslauf bei zweistelligen Temperaturen und extrem böigen Wind gehörig aufs Tempo. Dabei wiederholte Leif Schröder-Groeneveld in 34:53 Minuten seinen Vorjahreserfolg beim Nikolauslauf entlang der Schwentine.

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Rote Mützen mit dem Bommel prägten zwar das im Starterfeld beim 32. Klausdorfer Nikolauslauf, aber es hätten ruhig noch ein paar mehr mit adventlicher Kopfbedeckung sein dürfen.

Quelle: Jan-Phillip Wottge

Schwentinental. „Heute war ich locker und habe Gas gegeben. Schön, dass ich schneller war als im letzten Jahr“, strahlte Schröder-Groeneveld (SG Kronshagen/KTB) nach seinem Start-Ziel-Sieg über 10,15 km. Es war ein einsames Rennen des 26-Jährigen, der bis ins Ziel 2:13 Minuten Vorsprung auf seinen ersten Verfolger Gero Knickrehm herausgelaufen hatte. LSG, der vom Crosslauf kommt und künftig verstärkt auf die Karte Triathlon setzt, orakelte: „Vielleicht kommt irgendwann einer, der schneller ist als ich. Aber solange nehme ich Siege bei solch’ tollen Veranstaltungen gerne mit.“

 Im Frauenfeld dominierte ab Kilometer drei ebenfalls die 2014-Siegerin: Die Kielerin Britta Hagge ließ die Konkurrenz im Wind stehen und verwies nach 44:29 Minuten Johanna Mahrt-Thomsen (Bokel) und Corinna Beck (Kronshagen) auf die Plätze. Einen kuriosen Verlauf nahm das Rennen auf der 5,6-km-Kurzstrecke: Unangefochten zog der 20-jährige Tim Edzards (SG) an der Spitze seine Kreise und triumphierte in der Klassezeit von 17:44 Minuten.

 Hinter Edzards klaffte jedoch eine Lücke, die auch deswegen zustande kam, weil der Zweite, Beek Hadler (Eckernförde), und Frauensiegerin Maya Rehberg nach vier Kilometern falsch abgebogen waren. Die 21-jährige Rehberg nahm den Fauxpas, der letztlich durch eine Zeitgutschrift wettgemacht wurde, eine Woche vor der Cross-EM in Frankreich mit Humor: „Nächstes Jahr kenne ich die Strecken und dann können sich alle wundern, wenn ich zwei Minuten schneller laufe. Trotzdem war das hier eine verschärfte Tempoeinheit.“

 Auf den zweiten Frauen-Rang schob sich Lokalmatadorin Simone Braun (TSV Klausdorf), die den Spagat zwischen Organisation und Wettkampf probte: „Das war anstrengend, hat aber Spaß gemacht“, resümierte die 45-Jährige. Spaß hatte offensichtlich auch der Bad Segeberger Claudius Michalak, der erst unter der Woche nachgemeldet hatte und schließlich dem Stadtwerkelauf (15,3 km) seinen Stempel aufdrückte. In 53:31 Minuten zeigte der 31-Jährige, der beim Kiellauf 2015 „schnellster Europäer“ war, der Konkurrenz die Fersen. „Nach dem Kiellauf haben mich immer wieder Erkältungen zurückgeworfen. Deswegen entscheide ich kurzfristig, wo ich starte. Der Klausdorfer Nikolauslauf hat seinen besonderen Charme. Trotz des Wechselwindes hatte ich jede Menge Spaß, nicht nur, weil ich gewonnen habe“, freute sich Michalak über ein gelungenes Comeback. Bei den Frauen siegte Power-Schnecke Trixi Trapp vor der vereinslosen Katrin Grieger.

 Von Jan-Phillip Wottge

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