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Anspruchsvolles Segeln, entspannte Segler

Optis vor Kiel-Schilksee Anspruchsvolles Segeln, entspannte Segler

Mehr als 360 Opti-Segler tummelten sich am Wochenende auf der Kieler Förde. Bei mäßigem Wind am Sonnabend und kräftiger Brise am Sonntag setzte sich bei den Opti A der Mecklenburger Roko Mohr durch, bei den Opti B gewann der Eckernförder Iven Anton Fromm.

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368 Starter aus neun Nationen segelten am Wochenende vor Schilksee beim Goldenen und Silbernen Opti.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Wie Hunderte glitzernde Perlen tummelten sich am Wochenende die Segelboote auf der Kieler Förde vor Schilksee. Der Goldene und Silberne Opti des TSV Schilksee bot aber nicht nur ein echtes Kieler Postkartenmotiv, sondern auch und vor allem sportliche Höchstleistung der Jüngstensegler. Der Herausforderung mit mäßigen Winden am Sonnabend und „dicker Luft“ mit bis zu 15 Knoten bei strahlender Sonne am Sonntag stellten sich insgesamt 368 Optimisten aus ganz Deutschland, Europa und sogar den USA, Australien und Kuwait.

Die konstanteste und beste Serie legte dabei der Mecklenburger Roko Mohr hin: Der 13-jährige Nationalmannschaftssegler ließ mit den gewerteten Plätzen 3,2,1,2,2 (10 Punkte) der Konkurrenz in der Opti-A-Klasse keine Chance und holte nach Platz zwei im vergangenen Jahr nun den Gesamtsieg. „Es hat sehr viel Spaß gemacht und war super entspannt“, sagte Mohr. Hinter dem Münchner Florian Krauß (14) machte der jüngere Bruder Mic Mohr (15) auf dem dritten Platz das überragende Familienergebnis perfekt. Bester Schleswig-Holsteiner wurde der Kieler Ole Schweckendiek auf Rang 15 (47), als bester Ausländer kam der US-Amerikaner Peter Foley auf Rang zwölf ins Ziel, nachdem er durch eine Disqualifikation in der letzten Wettfahrt ein besseres Ergebnis verspielt hatte. Im Feld der Opti B hatte am Ende ein Eckernförder die Nase vorn: Iven Anton Fromm (31) gewann mit dem Silbernen Opti seine vierte Opti-B-Regatta in Deutschland vor Leon Jost (Langenargen, 37) und Alida Bornemann (Weener, 49).

Zufriedene Veranstalter und Teilnehmer

Rundum zufrieden waren die Veranstalter vom TSV Schilksee, für dessen Segelabteilung die diesjährige Austragung etwas Besonderes war: Die feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen und organisierte mit zahlreichen Helfern auch zum goldenen Jubiläum 2016 wieder ein stimmiges Event mit internationalem Flair. Lob gab der TSVS gleich wieder zurück an die Athleten. „Unsere Aufgabe ist es, faire Bedingungen für die Regatta zu schaffen. Daraus haben die Kids das Beste gemacht“, sagte Wettfahrtleiter Uli Kittmann. „Die Disziplin der Segler war erfreulich. Es hat viel Spaß gemacht“, ergänzte Jury-Obmann Thorsten Niß. Davon überzeugte sich auch FDP-Bundesvize Wolgang Kubicki aus nächster Nähe, beobachtete das Renngeschehen der Opti A rund eine Stunde lang von Bord seiner Kiel-Classic-Motoryacht „Liberty“.

Spaß macht diese Regatta vor allem auch, weil die Nachwuchssegler bei allem Ehrgeiz entspannt sind, sportlich fair miteinander umgehen, die Kontakte zu den nationalen und internationalen Konkurrenten in Schilksee pflegen. Da plaudern Helena Wolff, dank doppelter Staatsbürgerschaft für Dänemark startende Hamburgerin, und Sophie Steinlein vom Bayerischen Yacht-Club auf dem Weg zur Startlinie angeregt und verabschieden sich mit einem fröhlichen „Tschüss und viel Glück!“ in die erste Wettfahrt des Tages. Da gibt es am Sonnabend bei insgesamt sechs Wettfahrten mit mehr als 360 Seglern nur vier Protestverhandlungen, auch am Sonntag waren es kaum mehr. „Die Kinder waren total entspannt und dadurch auch nicht unfair“, unterstrich TSVS-Segelabteilungsleiter Christian Weier. Da lassen Segler, Eltern, Trainer und Organisatoren den Tag bei der großen Grillparty an der Vaasahalle ausklingen, nachdem zuvor die DODV (Deutsche Optimist-Dinghy-Vereinigung) die Veranstaltung genutzt hatte, um ihre Mitgliederversammlung dort abzuhalten.

Und so fällt auch das Fazit aus. „Das war der beste Goldene und Silberne Opti aller Zeiten“, sagte Thomas Schur, Ehrenabteilungsleiter Segeln des TSV Schilksee.

Ergebnisse

Goldener Opti (Opti A, sechs Wettfahrten): 1. Roko Mohr (Plau am See), 10 Punkte; 2. Florian Krauß (Seeshaupt), 14; 3. Mic Mohr (Plau am See), 15; 4. Cosima Schlüter (Berlin), 19; 5. Valentin Müller (München), 22; 6. Adrian Surroca (Berlin), 24; 7. Florian Büscher (Düsseldorf), 26; 8. Jonathan Steidle (Überlingen), 27; 9. Stefan Meier (Duisburg), 30; 10. Fabio Seutz (Berlin), 32; 11. Marcus Borlinghaus (München), 37; 12. Peter Foley (USA), 38; 13. Julian Sensch (München), 42; 14. Igor Kuczys (Polen), 45; 15. Ole Schweckendiek (Kiel), 47.

Silberner Opti (Opti B, sechs Wettfahrten): 1. Iven Anton Fromm (Eckernförde), 31 Punkte; 2. Leon Jost (Langenargen), 37; 3. Alida Bornemann (Weener), 49; 4. Theodor Schwanebeck (Röbel/Müritz), 49; 5. Marlene von Schmeling (Münster), 50; 6. Emma Mahnke (Röbel/Müritz), 55; 7. Leon Senftleben (Grossenheidorn), 55; 8. Sören Drewniok (Flensburg), 59; 9. Jannik Julius Rausch (Düsseldorf), 78; 10. Jarvik Paulsen (Kiel), 80; 11. Sarah Springer (Langenargen), 82; 12. Luisa Kiesbye (Flensburg), 82.

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