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Steffens/Brauckmann fliegen zum Sieg

Red Bull Foiling Generation Steffens/Brauckmann fliegen zum Sieg

Rasante Rennen direkt an der Kiellinie: Beim nationalen Tourstopp der Red Bull Foiling Generation in Kiel kämpften 16 Nachwuchscrews um das Ticket für das Weltfinale in den USA. Die strahlenden Sieger hießen am Ende Jasper Steffens und Tom Lennart Brauckmann (Wind und Welle Grönwohld).

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Jasper Steffens und Tom Lennart Brauckmann (re.) hatten den Sieg im Finale schon früh im Blick, flogen trotz Umweg über die Trostrunde zum Sieg und im Oktober zum Weltfinale in die USA.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Allen 32 Teilnehmern war die Freude anzusehen, auf den Foils (Tragflächen) der „Flying Phantom“-Katamarane über die Innenförde zu fliegen. „Es macht unglaublich viel Spaß, die Boote sind so schnell“, sagte Alica Stuhlemmer nach einem Sonnabend mit strahlender Sonne und mäßigen Winden. Fast dreifache Windgeschwindigkeit erreichen die 18 Fuß langen High-Tech-Boote, Foiling ist so schon ab etwa sechs Knoten Wind möglich. Davon zeigten sich auch Deutschlands beste 49er-Crews begeistert: Die Olympia-Teilnehmer Erik Heil und Thomas Plößel übernahmen am Sonntag den Part der Co-Kommentatoren, Justus Schmidt und Max Boehme beobachteten das Treiben von Land aus und nutzten die Gelegenheit, sich die Flying Phantoms aus der Nähe anzuschauen.

 Insgesamt kamen knapp 20000 Zuschauer an allen drei Wettkampftagen in den Genuss spektakulären Segelns direkt an der Kiellinie, sahen nicht nur von der Tribüne aus, wie das Niveau der Wettfahrten kontinuierlich stieg, die Crews ihre Technik von Lauf zu Lauf verbesserten und so auch bei mehr Wind am Sonntag gutes Segeln präsentierten.

 „Wir haben vorher erwartet, dass die deutschen Segler ein hohes Niveau zeigen würden, und das hat sich bestätigt“, sagte Roman Hagara, Doppel-Olympiasieger aus Österreich und Initiator der Eventserie. „Alle Segler, die hier an den Start gegangen sind, haben wirklich große Fähigkeiten.“

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 Die wohl größte und vor allem entscheidende Steigerung zeigten Jasper Steffens und Tom Lennart Brauckmann. „Das Finale war unser bestes Rennen hier, zum Abschluss sind wir dann nahezu perfekte Halsen gefahren“, jubelte Steffens, und Brauckmann ergänzte: „Die zusätzlichen Rennen in der Verliererrunde waren eine gute Lernphase.“

 Das Event, für das die beiden 49er-Segler die Delta-Lloyd-Regatta in den Niederlanden abgesagt hatten, begann alles andere als gut: Im ersten Rennen am Freitag führten sie das Viererfeld zunächst an, kenterten aber in einer ungewollten Wende hinter ihren Konkurrenten Alica Stuhlemmer/Tom Heinrich (Kiel) und fielen auf Rang drei zurück. „Wir wollten knapp am Heck von Alica und Tom vorbei und sind so eng herangefahren wie im 49er. Aber beim Abfallen haben wir sofort Speed aufgenommen und sind auf die Foils gekommen. Dann sind wir in den Wind gedreht und konnten das Boot nicht mehr halten“, erklärte Steffens. So ging es für die WM-Dritten von 2014 im 29er in die Trostrunde, ab Sonnabend hieß es: Verlieren verboten.

 Stuhlemmer/Heinrich sowie die Kieler 29er-Crew Gwendal Lamay/Luke Willim hielten sich am Freitag und Sonnabend schadlos, marschierten durch bis ins Finale. Neben Steffens/Brauckmann qualifizierten sich dafür auch Adrien-Paul Farien und Mirco Klösel (Kiel) im entscheidenden Hoffnungslauf, nachdem die YES-Sieger 2016 im 29er im Halbfinale noch gekentert waren und so den direkten Finaleinzug verpasst hatten.

 Im Endlauf herrschten dann schnell klare Verhältnisse: Steffens/Brauckmann sicherten sich mit einem souveränen Start-Ziel-Sieg das Ticket für das Weltfinale in den USA, das im Oktober vor Rhode Island ausgetragen wird.

 Großes Lob gab es bei der abschließenden Siegerehrung für Kiel und die Veranstalter Kiel Marketing und Kieler Yacht-Club. „Es ist alles perfekt gerichtet hier“, sagte Mitinitiator Hans-Peter Steinacher. „Wenn ich eine Segel-Arena entwerfen sollte, dann würde sie genau so aussehen wie hier in Kiel. Wir würden gerne wiederkommen!“

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Ein Artikel von
Niklas Schomburg
Sportredaktion

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