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Hamburg und Schleswig-Holstein kooperieren

Regionales Tennis Hamburg und Schleswig-Holstein kooperieren

Kräfte bündeln und mehr Kompetenz schaffen, so lässt sich die Zielsetzung der neuen Kooperation der Tennisverbände Schleswig-Holstein (TVSH) und Hamburg (HTV) zusammenfassen.

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Sie stehen den Mitgliedern der Tennisverbände Schleswig-Holstein und Hamburg nun gemeinsam mit Rat und Tat zur Seite (v.li.): Björn Kroll, Thomas Chiandone, Julian Battmer und Cordula Hennig.

Quelle: Sonja Paar

Hamburg. Die beiden Organisationen machen in Sachen Sportbüro jetzt gemeinsame Sache – und bekommen dafür viel Zuspruch. Die Schrebergärten in Hamburg-Horn erwachen gerade aus dem Tiefschlaf, nebenan im Tenniszentrum des Hamburger Tennisverbandes herrscht schon emsiges Treiben. Im frisch renovierten Großraumbüro sitzt Björn Kroll und kann den Telefonhörer kaum aus der Hand legen. Der TVSH-Vizepräsident Sport ist ein alter Hase im Tennisgeschäft. Er hat unzählige Turniere organisiert, war als Jugendwart im Bezirk aktiv und arbeitet als Eventmanager für das Turnier am Rothenbaum. Am anderen Ende der Leitung hat er Tennisspieler, die sich die Regelungen zu den Leistungsklassen erklären lassen oder Unterstützung dabei brauchen, ein Turnier zu organisieren.

„Björn ist immer dienstags und donnerstags für uns im Sportbüro, und hier will eigentlich immer jemand irgendetwas. Wir sind froh, dass wir ihn mit seiner Kompetenz tageweise verpflichten konnten, und haben natürlich vorher rechtlich geprüft, ob die Beschäftigung mit seinem Amt im Vorstand des Verbandes einhergehen kann“, fasst Thomas Chiandone, der Geschäftsführer des Tennisverbandes Schleswig-Holstein, zusammen. Seit gut zwei Jahren lenkt Chiandone die Geschicke der 45000 Mitglieder in 350 Vereinen. Er hat sich von Anfang an mit dem Hamburger Kollegen Julian Battmer, der für 35000 Mitglieder in 92 Vereinen zuständig ist, intensiv ausgetauscht. Sie kamen zu dem Schluss, dass sich die beiden Landesverbände zwar in ihrer Struktur unterscheiden, aber viele Themen, wie die Leistungsklassenstruktur, das Turnierwesen oder die Spielplanung gleichen.

Verbände bleiben dennoch eigenständig

Schnell war klar: Die Dinge, die die Verbände verbinden, kann man auch gemeinsam erledigen. Der HTV hatte in seinem großen Leistungszentrum genug Platz, um die Kollegen aus dem Sportbüro Schleswig-Holstein mit aufzunehmen. „Wichtig ist aber, dass wir auch weiterhin unser Geschäftsstelle in Kiel haben und eigenständig bleiben. Dort verwalten wir die Bereiche Jugend- und Leistungssport“, merkt Chiandone an. Den Umbau der Räumlichkeiten haben die beiden Verbände gemeinsam finanziert. Die Mitarbeiter bezahlen sie getrennt.

Dank der Kooperation können alle Tennisspieler und Turnieranbieter auf die Fachkompetenz aus beiden Verbänden zurückgreifen. Das Büro ist nun an fünf Tagen in der Woche besetzt. Björn Kroll und sein Hamburger Kollege Maik Christlieb stehen allen Mitgliedern mit Rat und Tat zur Seite. „Das einzelne Mitglied profitiert davon, dass wir die Turnierkalender synchronisieren und dadurch einen besser organisierten Spielbetrieb anbieten und grundsätzlich den Service deutlich verbessern können“, erklärt Julian Battmer, Sportdirektor des HTV. Er verspricht sich von dieser Neuordnung auch, dass es zu einer größeren Beteiligung von Hamburgern an Turnieren in Schleswig-Holstein kommt – und umgekehrt. Außerdem wollen die Verbände künftig die Aktion „Deutschland spielt Tennis“ und die Mini-Cups für die kleinsten Nachwuchsspieler gemeinsam organisieren.

Erster Schritt bereits getan

Den ersten großen Schritt bei der Zusammenarbeit konnten die Tennisspieler bereits im vergangenen Jahr wahrnehmen. Die Verbände hatten ihre Verbandsmeisterschaften im Sommer gemeinsam ausgetragen und so für alle Spieler ein größeres und attraktiveres Starterfeld geboten.

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