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Der nächste Schritt Richtung Olympia?

Segeln Der nächste Schritt Richtung Olympia?

Vom 16. bis 21. November kämpfen die 49er- und 49er-FX-Segler in Buenos Aires um den WM-Titel. Für die Männer-Crews geht es auch um das Nationenticket für Olympia 2016. Die Kieler Justus Schmidt und Max Boehme wollen unter die besten Zehn fahren und einen weiteren Schritt in Richtung Rio machen.

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Justus Schmidt (li.) und Max Boehme machen sich am Freitag auf den Weg nach Argentinien, wo vom 16. bis 21. November die Weltmeisterschaften der 49er-Segler ausgetragen werden. Vor Buenos Aires wollen die deutschen Segler ihr Nationenticket für Olympia 2016 sichern.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Die zweite Runde der weltweiten Olympia-Qualifikation hält drei weitere Nationentickets bereit. Während die Frauen sich ihres schon bei der WM im vergangenen Jahr gesichert haben, wollen die Männerteams das jetzt nachholen.

 Nur 20 Boote segeln in den Feldern der Zweihand-Skiffs bei den Olympischen Spielen, die Qualifikation ist daher etwas schwieriger als in anderen Klassen. Bei der WM im spanischen Santander im September 2014 schnappten sich zehn Nationen ihr Ticket für Rio. Die Kieler Justus Schmidt und Max Boehme segelten dort als beste deutsche Crew auf Rang 34. Noch ist also kein deutsches Boot für die olympische Regatta qualifiziert. „Das Nationenticket ist das erste große Ziel“, sagt Max Boehme. Der 24-jährige Vorschoter katapultierte sich mit Steuermann Justus Schmidt in dieser Saison mitten hinein in die internationale Spitze. Dem Kieler-Woche-Sieg folgte im Juli der EM-Titel vor Porto, aus Sparringspartnern der arrivierten Erik Heil und Thomas Plößel wurde eine Olympia-Hoffnung. „Der Knoten ist in diesem Jahr geplatzt“, fasst Boehme zusammen.

 Da jede Nation nur ein Boot nach Rio schicken darf, geht es in Argentinien nicht nur um das Nationenticket, sondern auch um Punkte in der internen Qualifikation. Durch den EM-Titel liegen Schmidt/Boehme vor Heil/Plößel, die in Porto auf Rang sechs der europäischen Wertung segelten. Die WM könnte einen wegweisenden Schritt in Richtung Olympiaticket bedeuten, doch Boehme sieht das gelassen: „Wir haben von Anfang an gesagt, dass das beste deutsche Boot nach Rio fahren soll. Das Ziel ist eine Olympia-Medaille für Deutschland, deshalb werden wir uns vorher in der Quali nicht zerfleischen. Die Entscheidung fällt ohnehin erst im nächsten Jahr.“ Die Princess-Sofia-Trophy vor Mallorca ist der dritte und letzte Teil der internen Qualifikation.

 Um sich optimal auf das Revier einzustellen, fliegen Schmidt/Boehme bereits am Freitag nach Argentinien und nehmen – wie andere WM-Starter – an den südamerikanischen Meisterschaften teil. Ihr Boot haben die beiden schon am 23. September im Container nach Südamerika geschickt. Auch das neue Skiff der neuseeländischen Mackay-Werft trug zur diesjährigen Leistungsexplosion der Kieler bei. Nach dem World Cup in Miami gab es ihnen einen gehörigen Schub, mit ihm kam auch die zuvor fehlende Konstanz. „Unsere Trainingsgruppe hat uns auch sehr geholfen, wir sind da eine sehr fruchtbare Gemeinschaft“, sagt Boehme über die Arbeit mit Heil/Plößel sowie dem dänischen Olympiasieger von 2008, Jonas Warrer, und dessen Vorschoter Anders Thomsen.

 Vor Buenos Aires erwartet die Crews ein anspruchsvolles Revier mit thermischen Winden und flachem Wasser. „Da müssen wir aufpassen, es haben sich schon einige Crews ihre Schwerter am Grund angestoßen“, sagt Boehme. Zudem werden die Boote im Mündungsgebiet des Rio de la Plata im Süßwasser fahren. „Das Boot liegt und bewegt sich im Wasser dann ein bisschen anders, man muss etwas anders stehen“, erklärt der BWL-Student. Trotz der neuen Bedingungen ist das Ziel klar definiert: „Wir haben jede große Regatta in diesem Jahr unter den besten Zehn abgeschlossen, das wollen wir bestätigen“, sagt Boehme.

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Ein Artikel von
Niklas Schomburg
Sportredaktion

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