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Katamaran-Elite misst sich vor Kiel

Segeln - Formula 18 Katamaran-Elite misst sich vor Kiel

In Schilksee reiht sich ein Top-Segelereignis ans nächste. Kaum haben die J/80-Kielboote nach ihrer WM gekrant, haben die Formula-18-Katamarane das Kommando im Olympia-Zentrum von 1972 übernommen.

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197 Meldungen aus 24 Nationen: Zur Flaggenparade versammelten sich gestern Abend die WM-Teilnehmer vor dem Olympiafeuer in Schilksee. Danach ging es weiter zur Vaasahalle, in der die offizielle Begrüßung stattfand.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Dicht an dicht liegen sie auf dem Strand und den Rasenflächen auf dem Weg nach Strande. Fast 200 Crews segeln bis einschließlich Sonnabend um die Weltmeisterschaftskrone. Am Montag fanden alle Vorbereitungen mit dem Testrennen ( „practice race“) und der offiziellen Eröffnung ihren Abschluss. Ab Dienstag geht es in vier Gruppen, vorerst eingeteilt nach Ranglistenplätzen, auf jeweils zwei Kursen in die ersten Rennen. Nach sechs Rennen geht es in den vier Abteilungen Gold, Silber, Bronze und Kolonne vier weiter.

 „Wir freuen uns ohne Ende. WM in Kiel, das wird einfach cool und wieder mal super organisiert sein“, sprudelt aus Helge Sach der Formula-18-Fan heraus: „Die Klasse ist einfach, die Boote sind stabil, weltweit verbreitet. Das macht einfach Spaß.“ Und man merkt dem 58-jährigen Ostholsteiner auch den Stolz darüber an, dass die Konkurrenz aus aller Welt den Weg an die Förde gefunden hat. Mit seinem Bruder Christian (56) hat er vor drei Wochen wieder einmal den Kieler-Woche-Sieg im Formula 18 eingefahren. Die Sachs waren 2006 Weltmeister in der Klasse, 2005 gewannen sie Bronze. „Topten ist für uns schon ein realistisches Ziel, je weiter nach oben desto besser“, sieht Helge Sach die eigene Ausgangslage nüchtern. Mit insgesamt nur 140 kg wünscht sich die Crew Leichtwind oder aber richtig starken Wind, um „dann unsere Routine auszuspielen und richtig Spaß an der Geschwindigkeit haben.“

 Für mittlere Windbedingungen sind „die Säcke“ eher zu leicht. Viele Konkurrenz-Duos haben 15 Kilogramm mehr im Trapez, die müssen die leichteren mit Blei ausgleichen. Die Wettervorhersagen gehen heute von leichten Bedingungen aus, an den beiden Schlusstagen könnte der Wind dann bis zu „richtig Spaß haben“ auffrischen.

 Zum engsten Favoritenkreis gehören Gunnar Larsen/Ferdinand van West. Die Niederländer gewannen die WM 2014 in Irland vor einer französischen Crew und den dreifachen Juniorenweltmeistern Taylor Reisse und Matt Whitehead. Die beiden führen eine Zehn-Boote-Armada aus den Vereinigten Staaten an. Noch nie waren so viele US-Boote bei einer WM außerhalb der USA am Start. Vor Kiel segeln auch die amtierenden US-Meister Michael Easton/Tripp Burd aus Florida. Während Burd in Kiel das Boot auftakelte, war sein Skipper an der Seite von Katie Pettibone in der Vorwoche noch in Sachen Olympia-Qualifikation in Dänemark unterwegs. Rang 32 bei der Nacra17-WM in Aarhus war allerdings keine gelungene Generalprobe vor dem Umstieg auf den größeren 18-Füßer. Easton ist begeistert: „Wir sind jetzt zehn Jahre in der Szene und sind noch nie in einem so großen Feld gesegelt. Mal sehen, wie wir uns da mit unserem Falcon schlagen.“

 Außerdem schmücken prominente Namen aus der ehemals olympischen Tornado-Szene die Meldeliste, an der Spitze der in Australien geborene Mitch Booth, der mittlerweile unter spanischer Flagge segelt, und der griechische Routinier Dany Paschalides.

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