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Kipckes Triple mit dem Folkeboot

Segeln Kipckes Triple mit dem Folkeboot

 So etwas kommt wahrlich nicht alle Tage oder Jahre vor. Selbst bei Bayern München oder dem THW Kiel erlebt man den Dreifach-Triumph als etwas Besonderes – das Triple wird noch enthusiastischer gefeiert als simple Titel.

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Drei Mann auf Erfolgskurs: Ulf Kipcke, Dieter Kipcke und Gero Martens zeigten der Konkurrenz das Heck der „Ylva“.

Quelle: Uwe Paesler

KIEL/NEUMÜNSTER. Und auch wenn es sportlich vielleicht eine Stufe tiefer steht und nicht auf dem Rasen oder Hallenboden sondern auf dem Wasser über die Bühne geht, geschieht es auch in der durchaus internationalen Szene der Folkeboot-Segler nur sehr selten, dass eine Crew in einem Jahr so richtig abräumt. Steuermann Ulf Kipcke, sein Vater Dieter und Gero Martens, der seit 16 Jahren zur Stammcrew zählt, blicken auf so eine extrem erfolgreiche Regatta-Zeit zurück. „Siebenmal sind wir angetreten, fünfmal haben wir gewonnen, zweimal waren wir Zweite“, berichtet Ulf Kipcke stolz von den Erfolgen, die man gemeinsam mit der „Ylva“, einem 17 Jahre alten Kielboot, ersegelt hat.

 Auf den Kieler-Woche-Sieg folgte der Gewinn des Goldpokals vor Warnemünde, die inoffzielle Weltmeisterschaft der Folke, schließlich das oberste Treppchen bei der deutschen Meisterschaft auf der Großen Breite in der Schlei. „Wir wollten es dieses Jahr wissen und haben auch viel Zeit investiert, angefangen mit einem Trainingslager vor Eckernförde zu Himmelfahrt“, sagt Kipcke, der seit 1994 an der Folke-Pinne sitzt. Der 52-jährige Volljurist, der in Einfeld wohnt und in der Baubranche arbeitet, erzählt von den einzelnen Stationen der Serie. „Die Kieler Woche war uns schon sehr wichtig. Leider war das Feld mit 16 Booten überschaubar. Da müssen wir als Klassenvereinigung unbedingt etwas tun.“

 In Warnemünde setzte sich das Trio dann gegen 50 Konkurrenten aus vier Nationen bei schwierigen Wind- und Wetterbedingungen durch. „Unser zweiter Goldpokal, den ersten haben wir im Jahr 2000 vor Eckernförde eingefahren.“ Eine dänische und eine finnische Crew folgten auf den Plätzen. Vor allem bei Starkwindbedingungen hat die deutsche Folke-Spitze in den letzten Jahren den Vorsprung der Dänen aufgeholt. Die DM vor Schleswig war dann wie die Kirsche auf der Sahne einer Schwarzwälder Torte. „Es war meine sechste deutsche Meisterschaft. Aber verteidigt hatten wir unseren Titel zuvor noch nie. Das passiert bei uns nicht so oft, dafür ist die Spitze in unserer Klasse zu ausgeglichen.“

 Umso schöner ist für Kipcke der Rückblick auf die vergangenen Wochen. Die Faszination der Nordischen Folkeboote auf ihn ist ungebrochen. „Da ist einerseits der Reiz der sportlichen Herausforderung, ganz wichtig ist uns aber auch der gemeinsame Spaß an Bord. Wir haben meistens schöne Felder. Und die Gemeinschaft in der Klasse ist auch ein wichtiges Mosaiksteinchen.“ Noch kommt die „Ylva“, die in Strande liegt, übrigens nicht ins Winterlager. Erst beim „Rolling Home“ auf dem Wannsee klingt für die Kipcke-Crew das überragende Segeljahr 2015 aus.

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