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Olympische Ringe und Boote in Handarbeit

TSV Schilksee wird 50 Olympische Ringe und Boote in Handarbeit

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen: Als die Segelabteilung des TSV Schilksee am 15. November 1966 gegründet wurde, ging es für die Jollensegler nicht sofort aufs Wasser – erst mussten sie selbst Hand anlegen und Optimisten bauen.

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Beim Goldenen Opti, dem Regatta-Aushängeschild des TSV Schilksee, geht ein internationales Feld an den Start.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. 50 Jahre später ist der TSVS ein etablierter Segelverein mit Sitz im Olympiahafen. Am vergangenen Sonnabend feierte der Klub sein Jubiläum. „Der TSV Schilksee ist Teil der Erfolgsgeschichte von Kiel Sailing City“, sagte Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer bei der Feierstunde im Regattahaus in Schilksee und erneuerte das Bekenntnis der Stadt zum Olympiazentrum. „Hier schlägt das Herz des Segelsports.“ Kämpfer würdigte die Segelabteilung des TSVS, diesen „ganz besonderen Segelverein“, der im eigentlichen Sinne ja gar kein Segelverein ist, auch für prophetische Fähigkeiten: Denn schon 1966 und damit bevor Kiel überhaupt als Segelrevier der Olympischen Spiele 1972 auserkoren wurde, schmückten die olympischen Ringe den Stander der Segelsparte.

Ehrentrophäe mit Transportschaden

„Das ist nie rechtlich geprüft worden – aber es hat auch keiner beanstandet“, sagte Dieter Diesel, der 30 Jahre lang als Abteilungsleiter die Geschicke der Segelsparte leitete, in seinem launigen historischen Abriss. „Als Olympia dann in Schilksee stattfand, hat sich ohnehin keiner mehr darüber gewundert.“ Auch Andreas Lochbrunner, Präsident des Deutschen Segler-Verbandes (DSV), überbrachte Glückwünsche. „Der DSV ist stolz auf sein Mitglied TSV Schilksee“, sagte Lochbrunner, der die Segler zu einem Rundgang durch die neuen DSV-Räume im Olympiazentrum einlud und sich auf gute Nachbarschaft freute.

Die feierliche Stimmung konnte auch dadurch nicht getrübt werden, dass die Ehrentrophäe des Segler-Verbandes Schleswig-Holstein auf dem Weg nach Schilksee einen kleinen Transportschaden genommen hatte. „Die liefern wir auf jeden Fall nach“, sagte der stellvertretende Vorsitzende Andreas Hahn bei der Übergabe. Am Miteinander festhalten und wieder mehr Jugendliche an Regatten teilnehmen lassen, das zeigte Alexander Florinski, kommissarischer Erster Vorsitzender der TSVS-Segelabteilung, als Perspektive und Zielsetzung für die Zukunft auf.

Ein ganz besonderer Segelverein

Für das Segeljahr 2017 sei man schon gut aufgestellt, natürlich auch mit der traditionellen Ausrichtung des Goldenen und Silbernen Opti am 20. und 21. Mai. Dazu trägt auch der ganz spezielle Passus in der Satzung bei, der alle Mitglieder zur Hilfeleistung bei der Durchführung von Regatten verpflichtet. Der TSV Schilksee ist eben ein ganz besonderer Segelverein.

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Ein Artikel von
Niklas Schomburg
Sportredaktion

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