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Schmidt und Boehme verpassen Olympia-Teilnahme

Skiff-Segler Schmidt und Boehme verpassen Olympia-Teilnahme

Justus Schmidt und Max Boehme lieferten den arrivierten Erik Heil und Thomas Plößel einen großen Kampf um den deutschen Olympia-Startplatz im 49er. Bei der entscheidenden Regatta vor Palma de Mallorca, hatten die jungen Kieler das Nachsehen – und waren trotz der Enttäuschung insgesamt zufrieden mit ihrer Olympia-Kampagne.

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Die Kieler Justus Schmidt und Max Boehme (GER 59) verloren den Kampf um das deutsche Olympia-Ticket im 49er gegen ihre Trainingspartner Erik Heil und Thomas Plößel (GER 8).

Quelle: Marina Könitzer

Palma de Mallorca. „Vor zwei Jahren hätte uns das wohl niemand zugetraut“, sagt Vorschoter Boehme mit Blick auf ihre enorme Leistungssteigerung. „Wir haben aber immer daran geglaubt, dass wir das Potenzial haben, in die Weltspitze zu fahren.“

Nach dem Europameistertitel im Juli 2015 waren die beiden mittendrin im Kampf um das einzige deutsche Olympiaticket. Dass es am Ende nicht reichte, lag nicht an der Regatta auf Mallorca. „Wir standen mit dem Rücken zur Wand, konnten nur noch volle Kraft voraus segeln. Und das haben wir getan“, erklärt Boehme. „Wir haben die Punkte bei der WM in Buenos Aires liegengelassen. Dass das gar nicht auf unsere Leistung zurückzuführen ist, sondern wegen meiner Erkrankung passiert ist, ist natürlich ärgerlich.“ Ein Schreckensszenario auch für Rio, wo das bakterienverseuchte Wasser über Medaillen entscheiden könnte.

Enttäuschung ja – Mutlosigkeit nein

Ob und wie es langfristig weitergeht, ob es eine neue Kampagne in Richtung Tokio 2020 geben wird, wollen die von der Stiftung Kieler Sporthilfe geförderten Studenten im Anschluss an die Spiele entscheiden. „Wir sind auf jeden Fall sehr motiviert und haben großen Spaß am Segeln“, erklärt Boehme. Zunächst blicken die beiden wie alle Segler nach Rio – auch wenn sie dort nicht am Start sein werden. Sie wollen alles dafür geben, dass ihre Trainingspartner Heil/Plößel in Rio eine Medaille holen. „Sie haben gute Chancen. Und wir werden im Training alles dafür geben, die beiden so gut wie möglich auf Olympia vorzubereiten“, versichert Boehme. Nach zwei Wochen Verschnaufpause macht sich die Truppe gleich wieder auf den Weg nach Hyères, auch zum Trainingslager nach Rio fliegen alle gemeinsam. „Wir haben die wahrscheinlich beste Trainingsgruppe der Welt“, sagt der 24-Jährige.

Ist für die 49er die Olympia-Qualifikation beendet, so geht es in Südfrankreich für eine andere Kieler Crew um das Ticket nach Brasilien: Paul Kohlhoff und Carolina Werner wollen ihr Ticket im Nacra17 lösen. Auf Mallorca erfuhren die „German Wonderkids“ eine Enttäuschung, mussten aufgeben: Das Schwert hatte sich in den Rumpf gebohrt und einen Schaden verursacht, der aufwändig repariert werden muss.

Während Kohlhoff/Werner nach der WM in Clearwater, bei der sie nach einer Kollision in der Vorstartphase aufgeben mussten, bereits die zweite Regatta vorzeitig abbrachen, sammelten ihre nationalen Konkurrenten Jan Hauke Erichsen und Lea Spitzmann (Flensburg) mit Rang sechs Selbstvertrauen für ihre letzte Chance auf das Olympiaticket.

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Ein Artikel von
Niklas Schomburg
Sportredaktion

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