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So war der Kiel.Lauf 2017

Alle Ergebnisse, viele Bilder So war der Kiel.Lauf 2017

Kiel im Lauffieber: Über 10.000 Sportler sind am Sonntag beim Kiel.Lauf 2017 durch die Innenstadt an den Start gegangen. Als schnellster Läufer beim Halbmarathon kam Patrick Mugur Ereng ins Ziel (1:02:41 Stunden(). Im Artikel finden Sie viele Bilder und weitere Ergebnisse.

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Der Startschuss für den Halbmarathon beim Kiel.Lauf 2017 ist gefallen.

Quelle: Jonas Wirth

Kiel. Frisch wie eh und je und zugleich heiß auf den sportlichen Wettbewerb – so präsentierte sich die Landeshauptstadt einmal mehr zur mittlerweile dreißigsten Auflage des Kiel.Laufs. Sonne satt und Rückenwind auf der Kiellinie boten optimale Bedingungen für die über 10000 gemeldeten Teilnehmer, welche in größtenteils roten T-Shirts die Straßen zwischen Koesterallee und Rathausplatz bevölkerten.

Politische sowie sportliche Größen durften da natürlich nicht fehlen. Morgens um halb neun standen allerdings mit den Bambini noch die Jüngsten im Mittelpunkt, deren Lebensgeschichte in dieser Hinsicht noch in den Sternen steht. Angefeuert von Mama, Papa und den Großeltern waren sie die Ersten, die sich am Martensdamm versammelten, um ihren knapp einen Kilometer langen Dauerlauf zwischen dreidreiviertel und zehn Minuten hinter sich zu bringen. Während hier zwar auch schon ordentlich Nachwuchsläufer am Start standen, nahm das Gedränge etwas mehr als eine Stunde später ein für Kieler Verhältnisse bisher unbekanntes Ausmaß an.

Keine getrennten Startblöcke

Um die Zeitmessung zu Vereinfachen verzichteten die Organisatoren in diesem Jahr auf zwei getrennte Startblöcke und ließen die Volksläufer allesamt gemeinsam um 9:45 Uhr auf die Strecke. Mehr als 6000 Läufer schlängelten sich so dicht an dicht über den Martens- und Lorentzendamm, bis sich das Feld ab der Kiellinie langsam zu lichten begann und erst im Zieleinlauf wieder für zeitweise Platzprobleme sorgte. „Die Ankunft des Hauptpulks fand ich schon etwas problematisch. Da musste man vor dem Zielstrich teilweise schon gehen und dann wurde natürlich von hinten ganz schön gedrückt“, so Hobbyläufer Klaus Stölting. Unproblematisch war dies hingegen für die schnellen Vereinsläufer um Olympionikin Maya Rehberg (SG TSV Kronshagen/Kieler TB), welche sich nach ihrem letztjährigen Achtungserfolg auf der Halbmarathondistanz, wo sie als ingesamt zweite Frau die afrikanische Phalanx durchbrach, diesmal mit einer großen Runde begnügte.

Bilder vom Kiel.Lauf 2017

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Ernsthafte Konkurrenz musste die Kielerin aber auch auf der Volksdistanz nicht missen, denn mit EM-Teilnehmerin Isabell Teegen (SC Rönnau 74) stand eine weitere Kaderathletin des DLV am Start. Knapp die Hälfte der Strecke bewältigten die beiden schleswig-holsteinischen Vorzeigeläuferinnen gemeinsam, ehe Rehberg ihre Crossstärke am „Berg“ nutzte und sich entscheidend von ihrer ehemaligen Teamkollegin absetzte. „Dass mir Anstiege selbst im fitten Zustand nicht gerade liegen, wusste ich ja, doch das ich hier nach meiner Verletzung bergauf fast gehen muss, hätte ich nicht gedacht“, gestand Teegen im Zielgespräch mit Rehberg, welche sich nach 38:01 Minuten über einen Heimsieg freuen durfte. Dritte Frau wurde nach langer krankheitsbedingter Pause Triathletin Maren Ernst, die eigentlich einen lockeren Wettkampfeinstieg geplant hatte: „Beim Lauf habe ich dann aber gemerkt, dass ich in der Wettkampfsituation einfach nicht langsam laufen kann“, schmunzelte das Energiebündel im Ziel über sich selbst.


Definitiv ebenfalls nicht locker machten die schnellen Herren. Lediglich 32:29 Minuten benötigte CAU-Student Tim Edzards für die anspruchsvolle 10,4 Kilometerdistanz, bei der ihm seine Vereinskollegen Simon Bäcker und Mansor Farah sowie der Segeberger Claudius Michalak zunächst dicht auf den Fersen waren. Doch wie wenige Minuten später bei den Frauen spielten die „Kieler Berge“ auch in der männlichen Wertung eine entscheidende Rolle und der eigentlich auf der Mittelstrecke beheimatete Edzards machte hier zur Verwunderung seiner Trainingskameraden ordentlich Druck. „Ehrlich gesagt, dachte ich, da wäre nur ein knackiger Anstieg, doch dann ging es immer weiter.“, erklärte der Überraschungssieger den ungeplanten Rennverlauf, der seinen deutlich höher favorisierten Teamkollegen Bäcker ins Hintertreffen geraten ließ. „Ach, klar ärgert mich das jetzt, dass Tim schneller war. Aber das ist doch das schöne am Wettbewerb“, so der faire Zweitplatzierte.

Viele strahlende Läufergesichter

Die Siege auf der doppelten Distanz machten einmal mehr die afrikanischen Gäste unter sich aus, welche sowohl bei den Herren durch Patrick Mugur Ereng in 1:02:41 Std. sowie bei den Frauen durch Kejeta Melat Yisak 1:11:47 Std. nur etwa eine Minute über den Streckenrekorden blieben. „Damit hätte ich nach der Absage einer Agentur nun wirklich nicht gerechnet“, so der alles in allem sehr zufriedener Orga-Chef Rainer Ziplinksy, welcher sich es einmal mehr nicht nehmen ließ, selbst laufend auf der Strecke unterwegs zu sein. „Perfektes Wetter, viele Zuschauer und viele strahlende Läufergesichter, was will man mehr“, so das Zippels-Fazit nach einem langen Sporttag an der Förde.

Ergebnisse vom Kiel.Lauf 2017

Den Halbmarathon hat Patrick Mugur Ereng gewonnen. Er erreichte das Ziel nach 1:02:41 Stunden. Bei den Frauen gewann Kejeta Melat Yisak mit einer Zeit von 01:11:47. Beim Volkslauf (10,4 km) siegten Tim Edzards (00:32:31) und Maya Rehberg (00:38:03).

Weitere Ergebnisse vom Kiel-Lauf 2017 stellen wir ihnen hier später zur Verfügung:

Bambinilauf

Bambinilauf2017 67,21 kB

Schülerlauf

über 2,9 Kilometer

über 5,3 Kilometer

Kurz- und Firmenlauf

Kurzlauf2017 110,55 kB
Kurzlauf_Firmen 33,94 kB

Volkslauf

Volkslauf2017 430,15 kB
Volkslauf_Firmen 70,12 kB

Halbmarathon

Halbmarathon2017 169,23 kB
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