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MSC-Piloten wollen ins DM-Finale rasen

Speedway-Bundesliga MSC-Piloten wollen ins DM-Finale rasen

Es geht noch nicht um alles, aber immerhin um die Voraussetzung, um alles erreichen zu können. Mit einem Sieg im Traditionsduell mit dem AC Landshut kann sich Speedway-Bundesligist MSC Brokstedt am Sonntag vorzeitig das Ticket für die zwei Finalläufe um die deutsche Meisterschaft sichern.

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Auf der Grasnarbe: Mikkel Bech (vorn) und MSC-Kapitän Tobias Kroner müssen am Sonntag gegen den deutschen Rekordmeister AC Landshut ihr gesamtes Potenzial abrufen, wenn der Finaleinzug vorzeitig gesichert werden soll.

Quelle: Bandy

Brokstedt. Nach dem souveränen 57:30-Auswärtserfolg vor einer Woche bei den DMV White Tigers Diedenbergen rangieren die „Wikinger“ (2 Rennen/4 Matchpunkte/111 Laufpunkte) vor den Landshuter Motorradsportlern (2/2/92) auf dem zweiten Tabellenplatz.

Auf Rang eins steht nach einem kuriosen Rennen Titelverteidiger MC Nordstern Stralsund. In Wolfslake wurde der Wettkampf am vergangenen Sonntag nach neun Läufen abgebrochen, nachdem vier Fahrer wegen schwerer Stürze auf dem schlechten Untergrund ins Krankenhaus eingeliefert werden mussten. Da ein Rennen erst nach zwölf Läufen gewertet werden kann, wurden sämtliche weiteren Durchgänge jeweils mit 3:3 unentschieden eingestuft. Die Nordsterne hatten bis zum Abbruch mit 29:25 geführt, also wurde ihnen ein 44:40-Sieg gutgeschrieben.

"Jeder kennt seine Aufgabe"

Brokstedts Kapitän Tobias Kroner richtet indes den Fokus auf sein Team. Der 30-Jährige avancierte in Diedenbergen mit zwölf eingefahrenen Zählern wieder einmal zum Leitwolf beim deutschen Meister von 2014. „Natürlich bin ich mit meiner Punkteausbeute zufrieden, aber ich denke, dass wir als Einheit funktioniert haben. Hinzu kam die Tatsache, dass unser Gegner alles andere als konkurrenzfähig agierte“, sagte Kroner. Die weiteren Punkte für die Gäste steuerten Kai Huckenbeck (13), der Schwede Fredrik Lindgren (12), Mikkel Bech aus Dänemark (8) sowie Lukas Fienhage und Matthias Kröger (je 6) bei. „Wir haben uns sehr gefreut, dass gerade Lukas für Diedenbergen rechtzeitig fit wurde“, erläuterte MSC-Pressesprecher Michael Schubert. Der 17-jährige Niedersachse, der seine zweite Saison für Brokstedt fährt, hatte zuvor nahezu sechs Wochen lang an einem Bruch des Kahnbeins laboriert.

„Wir fahren jetzt in der zweiten Saison in dieser Konstellation und verstehen uns super. Jeder kennt seine Aufgabe“, ergänzte Kroner. In der Tat scheint das Grundgerüst mit Huckenbeck, Kröger, Fienhage und dem Kapitän gut zu harmonieren. Genau das wird auch im Rennen gegen den Rekordmeister notwendig zu sein. „Mit Landshut erwarten wir ein ganz anders Kaliber. Die Aufgabe wird schwer, ist aber nicht unlösbar“, ergänzte Kroner, dessen Mannschaft am Sonntag (Rennbeginn 14 Uhr, Rahmenprogramm und Training ab 10 Uhr) von Przemyslaw Pawlicki aus Polen und Bech komplettiert wird.

Sollte dem MSC der große Wurf gelingen, dürfen die Verantwortlichen für das Finale planen und hätten ein weiteres Heimrennen auf dem Holsteinring. „Mit einem Sieg hätten wir unser erstes Saisonziel erreicht“, so Schubert, der allerdings gleichzeitig auf die Euphoriebremse tritt. „Wir haben noch zwei Rennen, und somit ist noch alles möglich.“

Die Team-Aufstellungen

MSC Brokstedt: Przemyslaw Pawlicki (Polen), Mikkel Bech (Dänemark), Kai Huckenbeck (Werlte), Tobias Kroner (Dohren/Kapitän), Matthias Kröger (Bokel), Lukas Fienhage (Lohne).

AC Landshut: Krystian Pieszczek, Andrej Karpov, Erik Riss, Martin Smolinski (Kapitän), Mark Riss, Sandro Wassermann.

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Foto: Mit parallelen Vorderrädern dicht an dicht durch die Kurve: Der Brokstedter Kai Huckenbeck (2. v. re.) greift den führenden Krystian Pieszczek an. Dahinter folgen Przemyslaw Pawlicki (MSC) und der Landshuter Eric Riss.

Der einzige Sturz des Wettkampftages von Przemyslaw Pawlicki war symptomatisch. Als der vom Speedway-Bundesligisten MSC Brokstedt für das Duell gegen den AC Landshut verpflichtete Pole in der letzten Runde des zehnten Vorlaufs auf dem Holsteinring von seinem Motorrad rutschte, war die Niederlage perfekt.

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