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Die Angie bleibt die Angie

Sportlerin des Jahres Die Angie bleibt die Angie

Angelique Kerber gewinnt die Wahl zu Kiels Sportlerin des Jahres. Nicht zum ersten Mal und momentan keine wirkliche Überraschung, zumal nach ihrem Coup von Melbourne. Auch wenn sich die Abstimmung auf das Jahr 2015 bezieht. Egal, auch das passt.

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Angelique Kerber in der Stunde ihres größten sportlichen Erfolgs: Nach ihrem 6:4, 3:6, 6:4-Finalsieg bei den Australian Open über die Weltranglistenerste Serena Williams präsentiert die Kielerin am 30. Januar 2016 in Melbourne den Daphne Akhurst Memorial Cup. Sportlerin des Jahres in ihrer Heimatstadt wurde die Tennisspielerin für ihre Erfolge 2015 mit vier internationalen Turniersiegen.

Quelle: Frank Molter

Kiel. Denn erstens hat Kiels Tennis-Star schon im Vorjahr eine super Saison gespielt, und zweitens ist die Landeshauptstadt spätestens seit dem 30. Januar 2016 nicht mehr nur Handball, Fußball und Segeln, sondern eben auch Tennis. Was sich viele jetzt fragen: Wie geht es weiter mit Angelique Kerber?

Kerbers Sternstunde „down under“ ist das Ergebnis einer erstaunlichen Wandlung. Im Oktober noch verzweifelt sie beim WTA-Finale in Singapur. Gegen die Tschechin Lucie Safarova kann sich die Norddeutsche im letzten Match eine Niederlage erlauben, um ins Halbfinale einzuziehen, muss aber mindestens einen Satz gewinnen. Das Vorhaben geht derart in die Hose, dass sich Kerber mitten im Match vor laufender Kamera und den Tränen nah bei ihrem Trainer Torben Beltz über den Turniermodus beschwert. „Ich bin danach in den Urlaub gefahren, aber habe in den ersten Tagen immer noch an diesen Tag gedacht“, verriet die 28-Jährige in Australien. „Und dann habe ich mir geschworen, so etwas passiert dir nie wieder.“

Beeindruckende Rückkehr

Soweit die Theorie, auf dem Platz sieht’s dann meistens anders aus. Nicht so bei Angelique Kerber. Gleich zum Jahresstart ließ sie in Melbourne dank Nerven aus Drahtseilen Taten folgen. In Runde eins wehrte sie einen Matchball ab und schlug im Viertelfinale erstmals Angstgegnerin Viktoria Asarenka, obwohl sie im zweiten Satz schon 2:5, 15:40 hinten lag. Und dann das epische Finale gegen Serena Williams. Keinen Satz hat der US-Star bis dahin im Turnier verloren, Kerber schnappt sich gleich den ersten. Keine der sechs Williams-Gegnerinnen ist zuvor in der Lage gewesen, mehr als 70 Prozent erster Aufschläge der Weltranglistenersten zurück ins Feld zu spielen, Kerber schafft auf Anhieb 81. Vier Servicespiele hatte Williams bis zum Finale verloren, Kerber breakt Williams gleich fünfmal – in einem Match.

Beeindruckende Zahlen, die die neue Weltranglistenzweite auch außerhalb des Platzes untermauert. Wer Angelique Kerber in den Tagen von Melbourne erlebt, kann hautnah miterleben, wie sie immer entspannter wird. Und zwar von Runde zu Runde. Während sich die vermeintlichen Superstars in der „Crunchtime“ eines Turniers immer mehr abschotten, blüht die Kielerin mehr und mehr auf. Schon ihre Pressekonferenz nach dem Asarenka-Sieg ist in punkto Eloquenz und Witz (auf Englisch und Deutsch) ein Meilenstein. Ihr Auftritt nach dem Finale wird sogar zur erfrischendsten und lustigsten Pressekonferenz der gesamten zwei Turnierwochen.

Aufmerksamkeit könnte sie verändern

Es dürfte spannend werden zu beobachten, wie die Kielerin mit der Aufmerksamkeit an ihrer Person umgehen wird. Geht es nach ihr: so wie immer. Denn die Antwort auf die Eingangsfrage dieses Textes beantwortete Angelique Kerber schon am Morgen nach ihren Melbourne-Triumph: „Egal, was kommt, die Angie bleibt die Angie.”

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Angelique Kerber war ihre Müdigkeit im zweiten Auftritt im Fed-Cup-Viertelfinale anzumerken.

Am Ende war doch alles ein bisschen viel. Angelique Kerber ging im Fed-Cup-Duell mit der Schweiz noch einmal an ihre Grenzen, gegen Belinda Bencic war jedoch "der Tank leer". Am Ende musste sie mit dem Fed-Cup-Team eine Enttäuschung einstecken.

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