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„Wie ein Wettkampf aus alten Zeiten“

Leichtathletik „Wie ein Wettkampf aus alten Zeiten“

Stabhochspringerin Anjuli Knäsche (SG TSV Kronshagen/Kieler TB) trumpfte in Wetzlar mit einer neuen Saisonbestleistung von übersprungenen 4,30 Meter auf und kann nach dem Titelgewinn auch mit der U23-EM planen.

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Die Kielerin Anjuli Knäsche gewann bei den deutschen U23-Meisterschaften die Goldmedaille und den Titel. Sie übersprang alle Höhen bis 4,30 Meter im ersten Versuch.

Quelle: Wolfgang Birkenstock

Wetzlar.  Teamkollegin Maya Rehberg erkämpfte sich über 1500 Meter die Bronzemedaille.

 Spürbar erleichtert zeigte sich Anjuli Knäsche nach ihrem Titelgewinn. Seit 2012, als die Kielerin deutsche U20-Meisterin und Vierte der U20-WM wurde und mit der Steigerung auf 4,45 Meter auch noch den dritten Platz bei der DM erreichte, galt sie Jahr für Jahr als eine der Favoritinnen. Bronze 2013 und Silber 2014 folgten, doch der große Coup blieb vorerst aus. 2015 fand Knäsche nur schwer in die Wettkämpfe, mühte sich lange mit der U23-EM-Norm von 4,25 Meter, ehe sie die Höhe in Potsdam übersprang. Da das aber kein Normwettkampf war, musste Knäsche bei der DM in Wetzlar erneut 4,25m und mindestens Platz zwei anbieten. Zusätzliche Motivation gab das Duell mit der Leverkusenerin Lilli Schnitzerling, das Knäsche aus erfolgreichen U20-Zeiten kannte. Mit dem klaren Ziel „Gold plus Norm“ vor Augen ging die 21-Jährige konzentriert zu Werke, übersprang trotz schwieriger Windbedingungen alle Höhen einschließlich der neuen Saisonbestleistung von 4,30Meter im ersten Versuch und setzte Konkurrentin Schnitzerling unter Druck. Diese hob sich zwei Sprünge für 4,35 Meter auf, konnte diese Höhe aber ebenso wie Knäsche nicht überwinden: DM- Gold für die Kielerin. Damit dürfte der Teilnahme an der U23-Euro nichts mehr im Wege stehen. „Das Duell mit Lilli war wie ein Wettkampf aus alten Zeiten und hat viel Spaß gemacht. Alle Höhen im Ersten zu springen, war ein wichtiger Baustein zum Erfolg und das Ergebnis insgesamt macht mich sehr froh. Sehr knapp war auch noch der zweite Versuch über 4,35m. Bei der U23-EM kann man mit 4,40m vielleicht schon Bronze gewinnen, die Höhe traue ich mir auf jeden Fall zu“, blickt die ehrgeizige Studentin bereits wieder voraus.

 Nach Tallinn begleiten wird Knäsche voraussichtlich ihre Teamkollegin Maya Rehberg, die sich bereits Ende Mai ein Ticket für die kontinentalen Juniorenmeisterschaften reserviert hatte. Die Hindernisspezialistin verzichtete in Wetzlar auf einen fast sicheren Titel in ihrer Spezialdisziplin über 3000 Meter Hindernis und trat über 1500 Meter an. „Für mich war es wichtig, noch einmal Tempohärte auf der Unterdistanz zu sammeln, denn diese wird hintenraus bei der U23-EM wichtig sein“, erklärte Rehberg ihr Vorhaben. Gemeinsam mit Freundin Johanna Christine Schulz (Rönnau) sorgte Rehberg im Finale für ein ordentliches Tempo, musste sich im Schlussspurt aber den beiden Mittelstrecklerinnen Anja Roggel (Bayer Uerdingen/Dormagen) und Schulz, die Silber gewann, geschlagen geben. „Die Zeit war zwar etwas langsamer als vor einer Woche in Büdelsdorf, wo mein Bruder Stig das Tempo gemacht hat, aber es ist halt auch etwas anderes so ein Rennen von vorne zu laufen und den teils sehr starken Wind direkt abzubekommen“, stufte die Bronzemedaillengewinnern das Rennen als Erfolg ein.

 Ebenfalls sein Ziel erreichte Hürdenspezialist Ole Hamann (THW Kiel). Im ersten Rennen nach Verletzung machte Hamann das Ticket für das 110-m-Hürdenfinale in 14,79 Sek. deutlich klar und auch im Finale verkaufte er sich mit 14,90 Sek. und dem vierten Platz sehr gut. Für ihn gilt nun, an Sicherheit zu gewinnen, um eventuell noch die DM-Norm von 14,50 Sek. zu packen.

Von Jennifer Zornig

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