20 ° / 13 ° Gewitter

Navigation:
Steffen Uliczka: Aus der Traum von Olympia

Marathon Steffen Uliczka: Aus der Traum von Olympia

Schock für den Kieler Sport und seinen herausragenden Leichtathleten: Steffen Uliczka hat sich einen Ermüdungsbruch in der Beckenschaufel zugezogen. Damit muss der 31-Jährige seinen Traum von einem Marathonlauf bei den olympischen Spielen in Rio begraben.

Voriger Artikel
Jörg Schwarzer verlässt TuS Hartenholm
Nächster Artikel
Kerber zieht ins Achtelfinale ein

Die Schinderei war umsonst: Steffen Uliczka muss die Olympia-Vorbereitung abbrechen.

Quelle: Uwe Paesler (Archiv)

Kiel. Der Traum von Olympia 2016 in Rio ist für Steffen Uliczka zerplatzt. Der 31 Jahre alte Marathonmann von der SG TSV Kronshagen/Kieler TB hat sich einen Ermüdungsbruch in der linken Beckenschaufel zugezogen. Der gebürtige Preetzer muss die Jagd auf die Olympianorm abblasen. Sechs Wochen Pause in der wichtigsten Vorbereitungsphase lassen einen ernsthaften Normversuch nicht zu.

 „Für mich ist mit dieser Nachricht erst mal eine Welt zusammengebrochen“, sagt Uliczka im Gespräch mit den Kieler Nachrichten. Bereits 2015 hatte eine OP an der rechten Ferse seine ohnehin kurze Olympiavorbereitung nach dem Disziplinwechsel ausgebremst. „Gut möglich, dass ich da die linke Körperseite aufgrund einer Schonhaltung mehr belastet habe als üblich und es dann in der erhöhten Trainingsbelastung zum Ermüdungsbruch kam“, glaubt Uliczka. Er hatte beim Dauerlauf im Trainingslager Ende Februar in Portugal Schmerzen im Gesäß- und Oberschenkelbereich verspürt und sich sofort auf den Heimweg gemacht.

 Zunächst war man nur von einer Blockade im Lendenwirbelbereich ausgegangen, die sich dann aber als Fraktur herausstellte. „Mit der Diagnose und den Folgen kam ich für mich relativ schnell ins Reine. Daran kann ich eh nichts ändern. Doch die Ziellosigkeit in den Tagen danach war schlimm“, erzählt Uliczka.

 „Die drei Optionen – Olympianorm im Hindernislauf, Herbstmarathon oder Aufhören – konnte ich überhaupt nicht gewichten. Alles hatte irgendwie die gleiche Bedeutung.“ Doch mit der Zeit gesundete das Kämpferherz der Frohnatur und gab den weiteren Weg vor. „Auch wenn ich davon überzeugt bin, dass ich die Olympianorm über 3000 Meter Hindernis noch mal schaffen würde, so hat für mich die bloße Teilnahme an den Spielen – mehr wäre es nicht, denn an meine Bestzeit komme ich wohl nicht mehr ran – keinen Reiz.

 Die olympischen Spiele in London waren so überwältigend, da kann Rio nicht mithalten.“ Sein Ziel ist jetzt, „einmal einen richtig schnellen Marathon zu laufen. Zeigen, was ich wirklich drauf habe. Dafür sind die Bedingungen im Herbst in Europa besser als im Sommer in Südamerika.“ Der Athlet arbeitet bereits mit Alternativtraining an seinem Comeback. Es wird ein Marathon.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Anzeige
Bei SmartBets findest du alle Wettquoten und Buchmacher der 1. Bundesliga.
Mehr aus Aktuelle Sport News 2/3